Seven Strange Synchronicities: 2

Wirklich wird, worauf wir unsere Aufmerksamkeit lenken. In diesem Jahr faszinieren mich, wie schon der Titel dieser Blog-Reihe sagt, Synchronizitäten – und siehe da: sie machen sich bemerkbar. Erst gestern träumte ich so vor mich hin und machte ein Gedankenexperiment mit mir selbst. Welches ist der größte Lebenstraum, den ich mir gönnen kann? Wie weit kann ich denken und fühlen? Ich verbringe den Tag damit, schwelge in möglichen Realitäten, spüre, wenn mich der Realitätssinn zurückpfeifen will, wenn die Nachrichten, die ich lese, dagegensprechen. Sie sprechen ja oft gegen alles, was mit Hoffnung und Wünschen zusammenhängt, liegt schlicht in ihrer Natur. Ich spüre all die Bereiche, die sich die MitgliederInnen meiner Familie selbst entsagt haben oder glaubten, sich entsagen zu müssen, weil sie dachten auf gesellschaftlichen Konventionen achten zu müssen oder den Erwartungen anderer (meist Familienmitglieder) gerecht werden zu müssen. Ich sinniere darüber, wie eng Familie einst machen konnte (was so manche/n unter uns sicherlich noch immer betrifft). Wie sehr man früher die eigenen Wünsche und Lebensträume verleugnet hat, um andere im Frieden ihrer Erwartungen ungestört zu lassen oder um sich einen ständigen Kampf zu ersparen. Ich spüre wie anders unsere Zeit ist – sofern man sie denn anders als ehemals sein lässt. Eine Zeit der Möglichkeiten, gerade inmitten des unberechenbaren, chaotischen, scheinbar niemals endenden, weltweiten Übergangsprozesses, in den uns eine Krise nach der anderen wirft. Ich spüre die unklaren Aussichten, eine Atmosphäre, geschwängert von Fragezeichen. Und gerade, weil die Zukunft so diffus ist, spüre ich die Notwendigkeit zu träumen. Und zwar groß zu träumen. Ich lausche hinein und horche hinaus. Und die Offenheit spricht zu mir…

Sie sagt, dass ich mal was kochen sollte. Ich gehe in die Küche und fange an Gemüse zu schnippeln. Vernehme alsbald in meinem Inneren eine weibliche Stimme Soul singen. Aha, denke ich, Zeit für Musik. Nehme also mein Handy und mache Superfly an. Und siehe da: Hier singt eine Frau soulig vom Träumen. Das Lieb heißt Dreamer. Na, wenn das keine Synchronizität ist. Schön, lächle ich in mich hinein. So solls sein.

Seven Strange Synchronicities: 1

Wie es der Zufall so will, klopfte heute das Schicksal an meine Tür – gleichzeitig flutschte das Glück, Hand in Hand mit dem Pech, zur Hintertür hinaus und hinterließ mich nackt in meinem Sein, also in jenem Zustand, den ich zuvor gesucht hatte. Das nenne ich mal Synchronizität. Ein äußerst wundersames Zusammenfallen innerer Zustände und äußerer Umstände. Ja, das Ganze geht auch einfacher erklärt: Sie fahren im Auto, hören nette Musik, haben grad nicht viel im Kopf, da ploppt von innen eine Frage auf. Etwas, das Sie schon lange beschäftigt hat, ohne dass Sie bisher recht Zeit dafür gefunden hatten. Etwas fundamental Wichtiges. Vielleicht, warum Sie immer noch nicht Ihre Lebensaufgabe leben. Und Sie denken nicht groß drüber nach, nein, Sie lassen sich nur in die Stimmung kippen, in die Sie diese Frage taucht. Ein kleines Fragezeichen runzelt dabei vielleicht unbemerkt Ihre Stirn, die große Sehnsucht macht sich wehmütig in der Brust breit, leichte Frustration rumort im Bauch, während Ihre Beine minimalistisch zum Beat zucken. Just jetzt fällt Ihr nichtsahnender Blick auf ein Plakat. Und siehe da: Hier steht sie, Ihre Antwort! Sie müssen lachen, über den Zufall, über das Schicksal. Aber vor allem über diese Synchronizität. Über das gleichzeitige Auftauchen von Frage und Antwort, das Zusammenfinden von innen und außen. Darüber, dass der banale Alltag der Werbung auf das Wunder des Lebens trifft. Darüber, dass das Leben sich über sich selbst amüsiert – und Sie Zeuge sind.

Ein anderer Begriff für Synchronizität wäre vielleicht Stimmigkeit. Damit ist beleibe nicht einfach nur Harmonie gemeint, nein, eher schon das Auftauchen von plötzlich Stimmigem im prinzipiell Unstimmigen. Ein kleines Wunder eben. Mit solchen Wundern beschäftigt sich dieser Blog 2021. Denn das Leben ist zu kurz und viel zu seltsam, um sich nicht dem Wundersamen zu widmen. Wir müssen nicht an Wunder glauben, um Wunder zu wirken. Die Macht kann mit uns sein, ohne über uns zu kommen. Alleine schon, dass manchmal das unsinnigste Ereignis auf einmal unfassbar viel Sinn macht, sofern man die Perspektive wechselt, ist schon ein kleines Wunder. Und solcherart Wunder lassen sich in aller Absichtslosigkeit tatsächlich selbst dem Alltäglichsten entlocken und aus dem unscheinbarsten Augenblick hervorkitzeln.

Es wird Zeit, dass wir uns mehr wundern, finde ich. 2021 braucht uns, braucht unsere Kraft: Nicht nur die Kraft, trotz Pandemie durchzuhalten oder gegen schwierige Entwicklungen anzukämpfen. Nein. Vor allem die Kraft, das Leben an sich zu bewundern. Das Beste in jedem Moment nicht vorweg zu wünschen oder im Nachhinein hinein zu interpretieren. Erst im leeren Raum des Hier und Jetzt zeigt sich das Wunder. Seien wir live dabei und lassen uns von Moment zu Moment aufs Neue vom Leben überraschen!

PS: „Masters of Magic Moments“ hieß mein erstes Buch im Original. In Kürze erscheint es neuerlich als Hörbuch. Es handelt von der Kunst wunder-voller Begegnungen mit sich selbst, mit anderen und dem großen Ganzen. Synchronizitäten sind Zeichen. Nämlich für die eigene Offenheit den Wundern des Lebens gegenüber. Bestimmte Geisteshaltungen, Grundeinstellungen und Verhaltensweisen machen das Wundersame in unserem Leben erst sichtbar. Frei nach dem Motto: Verzaubern wir uns selbst, so wird die Welt magisch…

Significant Soul Sample No 7: Darkness Rocks!

Close your eyes

Feel the warmth of the dark

Open up

To the unknown inside

Go deeper than your fear can reach

Here it all began

It’s the source of heavenly love

Celt Winter Song

by Nana Walzer

Listen to: http://Nanas.christmas

…wishing you lots of heavenly surprises for 2021 and beyond!

Significant Soul Sample No 8: Good News!

Finally

Good News. Biden and Harris. DemokratInnen, zwar ein „alter, weisser Mann“ im Führungssessel, aber eine Frau mit Migrationshintergrund als Co-Pilotin. Vielleicht eine Wegbereiterin für Michelle Obama? Grossartige Zeichen jedenfalls. Die wir bitter nötig haben… Corona zehrt an unseren Nerven: (Wann) erwischt es uns oder unsere Lieben? Halten die Krankenhäuser und das stark beanspruchte Personal den ganzen Winter lang durch? Wie fatal wird der wirtschaftliche Zusammenbruch? Wird sich unsere Gesellschaft und die Welt unüberbrückbar spalten? Und was ist das eigentlich mit dem Terror? Sind wir dem immer wieder aufkeimenden Wahnsinn einiger Weniger schutzlos ausgeliefert?

Future

Die Zukunft. Nur wenige Szenarien weisen eine positive, hoffnungsfrohe Zukunft auf. Umso wichtiger, dass Biden/Harris das Ruder übernehmen. Dass es Politikerinnen wie Jacinda Ardern in Neuseeland und Angela Merkel in Europa gibt, die Stabilität, Ruhe und Mitgefühl ausstrahlen. Doch was genau wie Zukunft bringt ist mehr als dubios. Klima, Wirtschaft, Migration, Miteinander. Alles ungelöste Themen und Prozesse, deren Entwicklungsrichtungen derzeit unabsehbar sind.

Fiction

Wenn die Wirklichkeit zu wünschen übrig lässt, wird es Zeit für Wunder. Wer wagt es, ein realistisches und zugleich progressives, auf Verbesserungen und langfristiges Wohlergehen aller ausgerichtetes Zukunftsszenario zu entwerfen? Wir lassen uns gerne überraschen. Interessant ist dabei, dass diese Rolle nicht einmal die Welt des Entertainments derzeit übernimmt. Die meisten Serien sind eher düstere Versionen von gegenwärtigen, alternativen und zukünftigen Welten. Der Kampf der Dunkelheit gegen das Helle, der Gewaltherrschaft gegen das auf verlorenem Posten befindliche demokratische, gleichberechtigte Vernunftsystem findet zumeist am Rande der Aussichtslosigkeit statt. Vielleicht sind die Serien, die uns früher mit unmittelbarem Wohlgefühl – weil das Gute stets siegt – versorgt haben, aus Gründen psychologischer Einfühlung in die Bedürfnislage der Gegenwart ins Düstere abgerutscht. Vielleicht brauchen wir konsumorientierten Mehrheitsmenschen gerade jetzt eine scheinbar harmlose, weil virtuelle und unterhaltsame Abreibung, die uns dazu zwingt, uns der möglichen Düsternis eines nicht völlig unwahrscheinlichen Morgen zumindest unbewusst zu stellen.

Fear

Gegen das „sich der Düsternis Stellen“ spricht die Angst. Angst vor dem Ungewissen. Und wenn wir ehrlich sind, haben wir derzeit genug von der Angst und Panikmache. Wir sind Corona-müde, Klimapanik-müde, Kampf-gegen-Rechts-müde, Terror-müde, Nachrichten-müde. Vielleicht ist es Zeit für einen Rückzug aus der Welt. Vielleicht ist ein Lockdown gar keine so schlechte Idee. Sofern das Überleben aller gesichert werden kann, könnte diese Zeit uns den geschützten Raum zum Nachdenken und Nachfühlen geben, den unsere Welt und auch wir selbst gerade dringend brauchen: Zeit für die Introspektion, für die Reflexion, für das Kräftesammeln, für das auf-sich-hören, für das Da sein. Natürlich auch für andere, aber zuallererst für sich selbst. Erst wer gut mit und bei sich ist, kann gut mit den Unsicherheiten der Welt und den Nöten anderer umgehen. Diese innere Quelle der Kraft zu hegen und zu pflegen ist heute wichtiger denn je. Dazu müssen wir nichts tun, nichts leisten, nichts erledigen, nicht kämpfen und nicht sehnen. Ganz im Gegenteil. Einfach „nur“ Sein lautet die Devise. Ruhig, besonnen, weich, sensitiv. In dieser Stille liegt die Kraft. Nutzen wir sie.

Significant Soul Sample No 7: AMERICAs -and EVERYONES- BITTER or BETTER CHOICE

The difference between dark or bright leadership starts with how a person in lead deals with fears: using it for own purposes or helping in transforming uncertainties into solutions that are aiming at the best for everyone?

The significant question (2 weeks before US-presidential elections, but since years also for all democratic countries) is who gets to lead society into the future. The leadership-culture and the mere definition of „freedom“ these days depend on people’s choices – and their ability to take a choice. The latter is not self-understanding, regarding the successful emotional manipulation by dark leaders (getting boosted by certain media, bots, algorythms – and the bubbles the people create, who don’t realize that they are being manipulated. Funny enough those who believe in fake news and alternative realities also phantasize about conspiracies but seldom seem to reflect that they could be victims of emotional manipulation themselves).

Yes, we are living in a VUCA-world and there is no sign of an ending to its characteristics (=Complexity, Uncertainty, Volatility, Ambiguity). People and society live in a constantly alerted emotional state, pushed by a seemingly everlasting process to who-knows-where, and stuck between the pressure of the many layers of open questions concerning everyday life and the world’s future. This process of neverending changes leaves people stressed out in a climate of negativity and insecurity.

But an atmosphere of uncertainty can be used in both directions: towards regress or progress.

The emotional manipulation by dark leadership produces chaos, irritation and confusion within people. They constantly try to

  1. keep people in a state of stress so they are not open for reasoning, reflection, facts, and therefore not able or willing to find realistic solutions that need middle and long-term vision
  2. change or adapt people’s behavior according to the wishes of the manipulator, be it in voting or creating social bubbles, leading to waves of indignation, making people believe in fake news or conspiracy theories to even thickening the negative atmosphere …

The most important question concerning a possible solution towards emotional manipulation is: Are people doomed to stay in the feelings of stress and reactions of the fight-, flight- or shock freeze-mode and therefore can be easily manipulated into fear-based decisions, ignorant beliefs, or hateful behavior? Or do they manage to get out of the darkness themselves? All other ways of reaction other than regressing behavior can only be opened by successfully dealing with stressful emotions!

People must learn how to draw a conscious decision between regress and progress – and to do so, they must first understand, that there actually is a decision-making process involved: Because their feelings and emotions do not represent the one and only reality, but are merely a reverberation of one owns habits, expectations, fears and hopes. No one is obliged to react blindly on his or her emotions, to act them out as if they were the only way of how to find orientation in a chaotic world. Emotions are signs. We have to learn how to read them instead of blindly following them.

We must understand that we all have a choice in what to believe and how to behave: A lot of people these days ask for higher moral standards or clearer rules of “good behavior”, they demand that everyone has to obey such standards or be penalized (e.g. for spreading negativity in social media). But such demands leave out the process of drawing a conscious choice! Civility nowadays is not any more about moral conditioning or social habits (we should not demand back authoritarian parenting or a repressive social system), neither is it about believing in good or bad; it’s actually about… yes, again: drawing a conscious choice. And to be able to draw this choice starts with the ability of dealing successfully with uncertainty, of being able to handle negative emotions and finding a way of control and self-empowerment that does not come with acting out aggression, be it verbally or physically, but leads to search and invent solutions.

Today we live in a deeply divided society. It seems that reasoning fights against emotion; fear fights trust; tendencies of regress and destruction fight with progress and constructive aims; fake news, alternative realities and conspiracy theories fight with the displays of a complex reality.

The evolution of humanity begins right here, at this crack in society. It begins with a conscious choice of each one of us, leading towards the transformation of insecurity and fear, anger or helplessness into trust, empowerment and constructive solutions!

This so much needed transformation – the one that may answer the burning questions of what to do with our divided society – leads from uncivilized to civilized behavior. Such a transformational process accompanies individuals and society from a climate of negative and stressful feelings, emotions, behavior, thoughts, and expectations into first neutral ground and from there to a more fact-based field and third to solution-oriented discussions.

A sole question calls out for everyone of us to take action: How do we use this phase in history? Our choice writes our personal history and the world’s destiny at the same time: Do we let dark leaders burn down civility, leaving democracy, human rights or rationality out in the wild to die a slow death on the silver plate that authoritarian power-gamblers love to celebrate their show-fights on? Are people left alone with their unsolved emotions, being fodder for dark leaders? Or do we take our chance to create a conscious development towards civil empowerment and self-empowerment?

Every single one of us can be a role-model of civil behavior: but not by judging others, or by being a moral know-it-all, but by making transparent when we are affected ourselves and showing how we deal with negative affection. By meta-communicating of how we personally handle irritating emotions, we all can help others to better deal with them themselves. By accomanying others through critical phases, by asking questions, by being empathic, by trying to understand and relate to them, we can help them build up resilience against the emotional manipulation of dark leaders. A developed and democratic society needs mature citizens!

In doing so, we consciously take a vote for a better future… So wherever you are:

TAKE YOUR VOTE!

Significant Soul Sample No 6: How To Deal With Confusion

Gedanken zum Umgang mit Verwirrung anlässlich Corona-bezogenen Abwehrverhaltens

Die „Gedanken“ gliedern sich in 2 Abschnitte:

1. Erkennen von Abwehrverhalten

2. Umgang mit Abwehrverhalten

Ad 1. Abwehrverhalten…

…zeigt sich etwa so:

  • Versuche des Selbstschutzes vor Überforderung durch Verleugnung der Existenz des Virus
  • Versuche des Selbstschutzes vor Angst durch Vergleichgültigung und Verharmlosung der Folgen von Infektionen
  • Versuche der eigenen Angst vor der Sterblichkeit und Unberechenbarkeit des Lebens, vor der Abhängigkeit von (Gesundheits-/Versorgungs-)Systemen und dem unberechenbar scheinenden Verhalten der Politik, vor der potenziell übergriffigen Macht von Polizei und Rechtssystem etc. durch Zorn zu entkommen
  • Versuche die eigene Angst unter Kontrolle zu bringen, indem klare Feindbilder definiert werden, auf die man die eigene Wut zur Abreaktion projizieren kann (siehe „Schuldige“ wie „Bill Gates“ oder „die Impflobby“)
  • Versuche die Undurchschaubarkeit der komplexen Zusammenhänge auf einfache Nenner zu bringen, ihnen Namen zu geben und Absicht zu unterstellen (Stichwort Verschwörungstheorien)
  • Versuche, die eigene Weltsicht in der allgemeinen Verwirrung zu bestätigen, indem sich bevorzugt in Resonanzblasen zur Bestätigung eigener Vorurteile aufgehalten wird (im Netz, bei Demonstrationen etc.), wobei andere Informationsquellen oder Perspektiven abgewertet werden (Stichworte: Lügenpresse, Schlafschafe)
  • Versuche, die allgemeine Verwirrung für eigene Zwecke zu nutzen (siehe Rechtsextreme, Heilsversprecher, Wundermittelverkäufer, Anerkennungssuchende etc.)

Ad 2. Umgangsmöglichkeiten…

…sehen etwa so aus:

  • Wenn die eigenen Emotionen hochgehen die Auslöser im eigenen System hinterfragen („Welche meiner Leitüberzeugungen und Leitwerte werden gerade in Frage gestellt?“, „Warum fühle ich mich angegriffen?“)
  • Die Verantwortung für die eigenen Gefühle übernehmen (wenn ich wütend bin, sagt dies etwas über mich aus – sobald ich die Botschaft verstanden habe, kann ich adäquat darauf reagieren. Solange ich meinen eigenen Anteil nicht verstehe, reagiere ich mustergetrieben und agiere nach verinnerlichten Reiz-Reaktions-Schleifen, die gar nichts lösen, sondern die Situation solange intensivieren -oder ähnliche Situationen immer wieder hervor provozieren- bis man den eigenen Anteil erkannt hat)
  • Im Angesicht der scheinbaren Verantwortungslosigkeit und Verwirrung anderer (Stichwort Berlin-Demo) weder verzweifeln noch aufregen. Vielmehr hinter die Vorgänge schauen: Wer mobilisiert hier wen und zu welchem Zweck – und warum lassen sich Menschen offenbar derzeit besonders einfach manipulieren? Und sich die Fragen stellen: Wie kann man Menschen bestmöglich bei der Selbstreflexion, also dem Erkennen ihrer Gefühlswelt, Bedürfnisse, Ängste, Hoffnungen, Muster und Verhaltensweisen bestmöglich begleiten?
  • Im Angesicht der offenbar in vielen Menschen vorhandenen verzweifelten Suche nach klaren Antworten, einfachen Lösungen und positiven Gefühlen der Gegenwart und Zukunft gegenüber diese Menschen nicht abwerten. Ambiguitätstoleranz, also das Aushalten von Unklarheiten und Widersprüchen ist eine psychische Fähigkeit, die Menschen lernen können – und gerade lernen müssen. Es gilt, sie dabei zu begleiten!
  • Stabilität, Sicherheit, Vertrauen – das sind die Gefühle und Zustände, die verwirrte Menschen brauchen. Versuchen wir solche „geschützten“ Atmosphären zu schaffen, um Menschen langsam an die Fähigkeit zur Ambiguitätstoleranz heranzuführen. Eine solche Gesprächsatmosphäre zu schaffen gelingt im Netz genauso wie über mediale Kommunikation aller Art oder im persönlichen Gespräch. Dies ist wichtig zu tun, egal ob wir Führungskräfte sind oder Freunde, Familienmitglieder oder Arbeitskolleginnen, und natürlich wären Influencer prädestiniert für diese Vorgehensweise. Obacht: nicht blindes Gutgläubigentum oder reines Wunschdenken sind hier gefragt, sondern die richtige Einstellung und Gefühlswelt, um kritische Fragen realistisch und differenziert zu beantworten! Das Zuhören gelingt erst, wenn aufgeregte Menschen sich ent-stresst haben und genügend „Speicherplatz“ für andere Sichtweisen frei geworden ist. Im Panikmodus geht gar nichts.
  • Die wichtigsten Punkte einer sinnvollen Haltung nochmals zum Schluss herausgestellt: Wertfrei bleiben, so schwer es fällt. Konstruktiv bleiben, so schwer es fällt. Positiv gestimmt bleiben, so schwer es fällt. Klar bleiben, so schwer es fällt. Verantwortung für die eigene Gefühlswelt übernehmen, Verständnis für andere aufbringen. Basically: DIE VERWIRRUNG DER ANDEREN AUSHALTEN UND SIE STÜCK FÜR STÜCK DURCH DA SEIN, FRAGEN STELLEN, PERSPEKTIVEN ANBIETEN UND WOHLWOLLEN LANGSAM IN DIE KOMPLEXE WIRKLICHKEIT ZURÜCKBEGLEITEN. Mit ihnen in der Vielschichtigkeit der Realität da sein, statt zu kämpfen, zu ignorieren oder recht haben zu wollen. Menschliche Verbundenheit und innere Stabilität vorleben, anstatt sie zu verlangen.
  • Dies alles kann nur bei Menschen gelingen, die keine eigene Agenda verfolgen – also keine Weltanschauung durchpeitschen wollen, sich nicht durchs „Dagegensein“ selbst aufwerten wollen und nichts verkaufen wollen
  • Dies kann ebenso nur bei Menschen gelingen, die sich ein gewisses Minimum an Offenheit bewahrt haben. Wer sich völlig in seiner Abwehr eingegraben hat, sodass er/sie sich nur noch in der eigenen Blase vor der eigenen Angst sicher fühlt, braucht vielleicht professionelle Begleitung

Significant Soul Sample No 5: Tearing the Fearing

How to trust

in a world

that is screaming

and beaming with meaning


How to find peace

in a world

that is steaming

and exploding by eroding


How to love

in a world

that is dying

by lying and prying


How to see

in a world

that is strangely

rearranging

the truth and facts

to the needs of feeds


How to believe

in a future

when a culture

of unease

makes one freeze


No answers

around

but within


Keep your head clean.

Keep your heart keen.

Keep your eyes seen.


Keep yourself being

the door and the frame

a wall against shame

a roof for protecting

those who are dreaming

of beaming with meaning


Be a silent island:

Truthful and trusting

easy to live in

with an attitude

not rude nor crude, 

not brute or cute

but loving and laughing 

no matter what


Stay as a fact.

Rewriting the fury

into your story

Significant Soul Sample No 4: From Time to Timing

This time we’re not knowing

Because anything can be

Mystery

Is the new

Truth

While others are fighting

Over the one way to go

I know

There is no

Such thing as the answer

All is flowing

All-allowing

Step by step

Leading nowhere

Specific

Walking in the meanwhile

Ending up in real time

On and off

hopes and fears

Leaving us with question marks

Uncertainty’s the task

Facing our mask

Of everyday comfort

Scratching away

What does not belong

To us being

No meaning

Is left

Living in a mean world

We’re meant to leave

The world as it used to be

Behind

Before we walk

Into the sunshine

Of not knowing

And

This is the end

The only end, my friend

Significant Soul Sample No 3: The Face of Absence

father, mother, virus

absence means reality

presence needs ability

we only see

what we are looking at



being sane or being ill

we depend on the good will

willing to help each other

willing to be there for another

day without the others



isolation, sanitation

perforation of society

manifestation of insanity

in minds and bodies all around

we are bound to depend

on believing there is an end



so let’s stop to pretend

there will be a new yesterday

all there will be is another day

in the face of the absent



so let’s celebrate

another day in paradise

as long as we have a choice

in how we face the absent



cause we have the luck

not to be stuck

between

the sorrow of tomorrow

and the joy of yesterday

 

Significant Soul Sample No 2: Das All(es) knistert

Manchmal ist alles eins

Miteinander verbunden

Du weißt wer anruft

Antworten auf Fragen

Ergeben sich von selbst

Du fährst auf der Straße

Ein Plakat spricht mit Dir

Du lachst über den Sinn

Der sich von allein ergibt

Wenn das Universum knistert

Ist alles gut, schön, frei

Frisch und fröhlich

Nicht weil es easy wäre

Leichtigkeit ist Nebenerscheinung

Wenn alles so sein darf wie es ist

Freude ist Grundzustand

Wenn alles unberührt bleibt

Die Natur der Dinge

Offenbart sich von allein

Ohne Zutun und Wegnehmen

Was ist, das ist

Nicht so wie Du denkst

Nicht so wie Du fühlst

Nur so wie es ist

Grundlos, grenzenlos

Knistert es, Dein Universum