INTRASTABILISATION

Secret Success Story No 18 – über die Sicherheit aus dem Inneren

Sicherheit versus Freiheit

Gehen Sie gern auf Nummer Sicher? Ist es Ihnen lieber, kaum Risiko einzugehen und den Weg des geringsten Widerstandes zu verfolgen? Stehen Sie dem Ruf des Abenteuers misstrauisch gegenüber und befürchten Sie ungeahnte Konsequenzen? Dann gehören Sie zu jenen, die das Gefühl von Sicherheit über eine Reduktion von Möglichkeit herstellen. Letztere werden dabei einfach ausgeblendet. Wie tunlichst auch alles, was erschreckt, beängstigt, unangenehm ist. Klimawandel, Finanzkrise, Bildungspolitik (das könnte ewig so weiter gehen)… Auf Nummer Sicher gehen und den Rest ausblenden – beide Strategien gehören zueinander wie die zwei Seiten einer Medaille. Das scheint aber auch hervorragend zu funktionieren. Oder? Was wäre denn überhaupt die Alternative? Zeitung lesen, Nachrichten schauen – und Angst haben? Das Gefühl, nichts ausrichten zu können ist unschön, man fühlt sich so leicht verdammt zur offenbaren Hilflosigkeit. Der Eindruck, vom Schicksal oder den diversen Zeitgeistern ungewollt überrollt zu werden, stellt sich angesichts der Unwägbarkeiten der Welt schnell und übermächtig ein.

Wie genau können wir auf Nummer Sicher gehen, ohne uns dabei im Altbekannten einzuigeln und ohne konsequent im Ausblenden zu bleiben?

Freiheit versus Sicherheit

Oder sind Sie vielleicht ein Optimist? Sehen die Chance im Wandel, sind offen für Neues, begrüßen das Andere, umarmen das Fremde? Entspricht „ Alles wird gut“ Ihrer Überzeugung? Dann haben Sie eine andere Wahl getroffen. Und – leben Sie gut damit? Und vor allem: Wo nehmen Sie die Sicherheit her, dass sich schon alles irgendwie ausgehen wird? Wieviel Vogel-Strauß Haltung ist nötig, um diese Zuversicht aufrecht zu erhalten? Und wieviele gut portionierte tägliche Rationen Guten-Glaubens?

Die Schnecke und das Haus

Lassen Sie mich so fragen: In welcher Methode im Umgang mit dem Wahnsinn der Welt haben Sie es sich gemütlich gemacht? In welcher Haut, durch welchen Panzer, fühlen Sie sich pudelwohl und geschützt, wie Zuhause? In der schimmernden Verheißung des Optimismus, der dicken dunklen Decke des Pessimismus, im bunt-hedonistischen Opportunismus? Sind Sie ein Fan der nüchternen Realität oder kämpfen Sie für hohe Ideale? Sind Sie ein Vertreter der neuen Sachlichkeit oder ein Gentleman (eine gentle woman) der alten Schule? Gleich in welchem Zugang Sie ihre Heimat gewählt haben – er wird Sie dennoch nicht beschützen können. Nicht vor den Übeln der Welt, nicht vor den Zeichen der Zeit. Sehen Sie sich bitte einmal um in Ihrem Zuhause. Es ist hoffentlich ein Ort des Rückzugs und der wohligen Heimeligkeit. Nichts deutet darauf hin, dass er viel mit einem filigranen Schneckenhaus gemein hat. Nur eine selbstgebaute Schutzschicht gegen die harte, kalte oder auch heiße, dürre Seite der Wirklichkeit ist. Aber: Eine wilde Woge, ein unbedachter Schritt und… Knirsch. Bis dahin wähnen wir uns wohl behütet (wohl behüttet).

Ängstlichkeit, Naivität,  Ignoranz – sie alle geben vielleicht vorübergehend funktionierende Mittel ab, sich in Sicherheit zu wiegen. Wir bauen aus ihnen unsere höchsteigenen Schutzmechanismen, welche dadurch, dass sie den Blick auf die Welt verwehren, den inneren Frieden bewahren sollen.

Schutz inmitten des Unkontrollierbaren

Was ist die Alternative zum Wegsehen? Hinsehen und sich mit dem, was wir sehen, einfach abfinden? Fatalismus? Zynismus? Sich stoisch aufrecht halten? Haben wir denn eine große Wahl, was das Vergehen aller Dinge inklusive unserer selbst betrifft? Nein, ich glaube nicht an den unmittelbaren Weltuntergang und daran, sich vorzuhalten dass jeder Tag der letzte sein könnte. Vielmehr bin ich der Meinung „Wir sind die Schnecke und ihr Haus“. Will heißen: Wir sind in der Lage, das weiche Innere und die harte Schale zu einem flexiblen und stabilen Ganzen zu formen. Wir sind wunder-volle Wesen – fähig, romantische Realisten oder geerdete Idealisten, hoffnungsfroh verantwortungsvoll oder umsetzungsstarke Tagträumer zu werden. Bleibt nur noch die Frage, wie wir zu dieser Fähigkeit der Verbindung scheinbar gegensätzlicher Fähigkeiten kommen. Wie können wir uns angesichts der Unsicherheiten dieser Welt, eingedenk des ständigen Wandels sowie der selbstgebauten filigranen Schutzmechanismen diesen beiden Fakten, nämlich der sicheren Vergänglichkeit gegenüber überhaupt jemals wirklich sicher fühlen?

Stabilität im Wandel

Wer kann uns garantieren, dass wir unsere Jobs behalten (bzw. bekommen), unsere Pensionen beziehen, uns den Arzt leisten, überhaupt in Frieden leben oder dass unsere Kinder ein gutes Leben haben werden? Die Politik? Der Staat? Ein Gott? Wer sind diese Wesen(heiten) in der gelebten Wirklichkeit? Innere Ideale, die es mit der äußeren Realität (nicht) aufnehmen können? Worauf vertrauen wir, worauf setzt unsere Gesellschaft, wenn die gewählten Volks-Vertreter oder die gepredigten Heilsversprechen spürbar unglaubwürdiger werden? Wenn wir resistent gegen oder gewöhnt an das Opium fürs Volk geworden sind? Natürlich gibt es hochintelligente und hochmotivierte Politiker oder Priester, von den besten Absichten beseelt und überzeugt, gemeinsam etwas nachhaltig Gutes ausrichten zu können. Die breite Öffentlichkeit wählt jedoch lieber altbewährte Vogel-Strauß-Taktik und Schlaraffenland-Versprechen als die nüchterne Aussicht des gewährleistungslosen Alltags reiner Selbstverantwortung. Doch vor allem in ihr, in der Selbstverantwortung, besteht der Schlüssel zum nachhaltig wirksamen und immer wieder aus dem eigenen Inneren herstellbaren Gefühl der Stabilität.

Niemand kann für andere…

…dafür jeder für sich selbst. Jeder von uns ist seiner inneren Stabilität, seines Sicherheitsgefühls eigener Schmied. Was Staat und Politik, Institutionen und Organisationen, Systeme und Glauben leisten können sind, Rahmenbedingungen zu verbessern, Unterstützungen anzubieten, Hilfestellungen zu geben, Ankerstellen zu schaffen und Orientierungsmarken zu setzen, Schmerztabletten zu verteilen und Ablenkungsmanöver darzubringen. Aber das Gefühl der Sicherheit ist zutiefst Ihr eigenes. Fragen Sie sich: Verfällt die Öffentlichkeit in Panik – fallen Sie mit ihr? Bleiben Sie ein Fels in der Brandung, wenn es rund um Sie herum stürmt? Bewahren Sie im dichtesten Dschungel den Überblick und in der Hitze des Gefechtes einen kühlen Kopf? Wer sind Sie, wenn alles andere außer Kontrolle zu geraten droht oder tatsächlich aus den Fugen gerät? Sind Sie ein Anker für sich – und andere, wenn es darauf ankommt?

Sein und nicht Sein

In letzter Konsequenz werden wir alle eines Tages sterben, unsere Welt wird in die Sonne stürzen, so nicht etwas anderes Katastrophales vorher geschieht. Man könnte also sagen, dass sowieso alles egal ist (siehe die Strategie „Ignoranz“). Man könnte den schönen Schein wahren, die eigenen Schäfchen ins Trockene bringen, das Übel der Welt bekämpfen – und dennoch wird alles eines Tages zum selben Ende führen. Der Weg ist das Ziel meinen Sie an dieser Stelle völlig treffend? Das Sein ein Selbstzweck, das Werden Gegebenheit, das Sterben Notwendigkeit? Welche Haltung verlangt eine derart uferlose Klarheit? Wo kommt die innere und zutiefst als wahrhaftig empfundene Sicherheit trotz der Gewissheit der eigenen Sterblichkeit und ohne äußere Versprechen glauben zu müssen her?

Das Lächeln und der Abgrund

Wollen wir wenig funktionelle Strategien der Stabilisierung verabschieden, so können wir sie effektiv ersetzen, indem wir unsere Aufmerksamkeit auf Gelingendes verschieben:

Schätzen wir echte Menschen und tatsächliche Umstände hoch, statt vergangene und drohende Verluste lautstark zu betrauern oder zu befürchten.

Setzen wir uns aktiv für gelebte Gerechtigkeit ein, statt dem Zorn nachzuhängen, der sich einstellt, wenn wir Ungerechtigkeiten sehen, erleben oder befürchten.

Schützen wir alles, was Freude bereitet, statt Hass und Angst einen Raum zu geben. 

Handeln wir, anstatt zu Sudern.

Lächeln wir im Angesicht des Abgrundes, denn diesseits liegt unsere Lebenswelt, über uns der Himmel, unter uns die Erde.

Wie uns das aktive Verschieben unseres Blickfeldes zu einem erfolgreicheren Leben führt, davon handelt der nächste Blogbeitrag:

Focushift – über die Augen des Betrachters. Success Story No 19: Samstag, 10.10.2015, 10.00

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Secret Success Story No 14 – über das Stabile im Sturm der Zeit

„All ends with beginnings….

…but we’ve come too far to give up who we are!” meinen Daft Punk und Pharrell Williams  in ihrem Hit “Get Lucky”. Diese Zeilen beschreiben treffend in aller Kürze die Würze unseres momentanen Lebens hier in der Mitte der 2010er-Jahre:

Ständige Veränderung ist die Herausforderung unserer Zeit. Uns treu zu bleiben und gleichzeitig mit den Veränderungen optimal umzugehen ist die Herausforderung für uns Menschen in dieser Zeit.

Wo wir doch so gerne alles unter Kontrolle hätten und endlich sowie dauerhaft all unsere Schäfchen im Sicheren wissen wollten! Wie können wir uns den Eindruck von Sicherheit geben auch wenn es rundherum unplanbar drunter und drüber geht?

Das Schöne an der Komfortzone…

…ist, dass sie sich erweitern lässt. Vielleicht kennen Sie das folgende Bild: Im sprichwörtlichen „Grünen Bereich“ ist alles ok. Die eher schon „Orangerote Stresszone“ kann anregend (Abenteuer, Adrenalin) oder belastend sein. Und wenn es uns eine ungewollte Veränderung zu schnell geht, zu intensiv ist oder zu lange andauert, dann sehen wir „Dunkelrot“: Panik oder Burnout setzen plötzlich bzw. schleichend ein.

Wenn wir nun unsere Komfortzone erweitern und Stress als Anregung empfinden könnten sowie ganz schnell aus der roten Zone zurück in gut-orange oder angenehm-grün finden würden, dann wäre eigentlich alles geritzt. Wenn wir wüssten wie, dann wäre unsere Stabilität in der Veränderung gesichert. Wir hätten in jeder Lebenslage alles im Griff. Und es gibt Wissenschaftler, die behaupten dass dies geht. Im Folgenden geht es um verschiedene Wege zu mehr Gleichmut und Gelassenheit im Auge des Tornados.

Was bringt uns aus der Komfortzone?

Alles, was uns überrascht. Wenn wir angenehm oder selbstgesteuert überrascht werden (etwa durch eine Überraschungsparty oder beim Fallschirmspringen), läuft alles nach Plan. Anregung pur. Wenn wir aber in unseren Erwartungen enttäuscht, mit scheinbar unlösbaren Problemen konfrontiert, in unserer gemütlichen Position bedroht werden, dann läuten unsere Alarmglocken. Buchstäblich. Alarmierende Stresshormone bewirken dann Veränderungen auf allen 5 Ebenen:

  • Vegetativ-hormonelles System (Atmung, Blutdruck, Verdauung etc.)
  • Muskuläres System (Verspannungen, Bewegungs-Blockaden, Haltungsänderungen etc.)
  • Mentales System (negative Gedanken, Gedächtnisstörungen, Konzentrationsmängel etc.)
  • Emotionales System (Interpretation von Sinnesreizen und Körperzuständen in Form von Stimmungen, Launen, Bewertungen etc.)
  • Verhalten (Reaktionen: was wir sagen und was wir wie tun)

Wie hinreichend bekannt, sollen uns die alarmierenden Zustände eigentlich dazu ermächtigen, gegen einen Säbelzahntiger zu kämpfen oder schnellstens weglaufen zu können. Im modernen Leben bringen diese unkontrollierten Hormonschübe und andere automatisierte Reaktionsweisen eher Probleme als Lösungen mit sich. Und stehen wir unter Dauerstress winkt das Burnout. Stresshormonabbau ist zum einen essenziell für die sogenannte Resilienz, also unsere Widerstandkraft und das „Durchhaltevermögen“. Um an die Wurzel zu gehen wäre es aber am besten, gleich die Auslösefaktoren für Stress zu eliminieren.

Welche Wahlräume haben wir?

Je mehr wir darüber wissen, was wir von uns, von anderen, von der Welt und dem Leben erwarten umso eher wissen wir, was uns enttäuscht. Im Wissen selbst liegt die vielleicht größte Macht, die es schafft, uns in unserer Mitte zu halten, egal was passiert. Denn was uns aus dem Gleichgewicht bringt, ist stets eine Bedrohung dessen, was wir glauben zu haben und zu sein, zu verdienen und zu erreichen. Eine Bedrohung unseres Selbstbildes, unseres Weltbildes, unserer Hoffnung. Flüchtlingsströme im Mittelmehr, TTIP, ein zwar momentan stiller aber eher unberechenbarer russischer Anführer, vom Klima redet schon gar niemand mehr. Alles unberechenbare und auf den ersten Blick risikoreiche, gefährliche Komponenten, die unser Wohlergehen über kurz oder lang beschneiden könnten. Eine Veränderung macht für uns nämlich erst dann Sinn, wenn sie sofort und spürbar oder zumindest höchst aussichtsreich unsere Situation verbessert oder erleichtert. Wenn die Erleichterung aber nicht unmittelbar sichtbar und spürbar ist und auch nicht überzeugend für die Zukunft argumentiert wird, erfolgt der Widerstand – nach außen (Wahlergebnisse, Bürgerinitiativen, Demonstrationen), oder auch nach innen (Stress, Spannungen, Autoagression, Krankheiten).

Wenn wir hier als von Wissen reden und von seiner Macht, uns all dies zu ersparen, damit wir ohne große Aufregung das Beste aus jeder Situation machen können, dann sprechen wir eigentlich schon fast vom Stein der Weisen. Wahrnehmungsfähigkeit, Reflexionsvermögen, Urteilsfreiheit oder auch Entscheidungslosigkeit (siehe mein letzter Blog) führen zu einer krisenfesteren Persönlichkeit. Unzählige Therapien, Bücher, Trainer, Seminare und Workshops bieten Erkenntnishilfen an. Ich sehe dort Vorsicht geboten, wenn das Konzept, also die Methode rechter haben will, als Ihre innere Stimme Ihnen sagt. Die Wahrheit im obigen Sinne liegt definitiv in Ihnen und nicht in einer Lehre oder einem Konzept, auch nicht in einem Rezept. Es gibt tolle Methoden, Mittel und Wege, sich zu erkennen. Aber erkennen werden Sie hoffentlich sich selbst und nicht die Funktionsweise eines Produktes, eines Verkäufers oder einer Organisation. In jedem Fall gibt es viele Möglichkeiten, die eigenen Gewohnheiten und (Re)Aktionsweisen zu durchleuchten und so Abstand von eingefahrenen Denk-, Fühl- und Verhaltensmustern zu gewinnen.

Der einfachste Weg zur Sicherheit

Übersichtlichkeit, Langsamkeit und Ordnung scheinen heute wie Relikte vergangener Zeiten:

„Instability is chronic, uncertainty is permanent, change is accelerating, disruption is common, and we can neither predict or govern events. There will be no „NEW NORMAL“. There will only be a continuous series of „NOT NORMAL“ times.“ Collins/Hansen, Great by Choice

In Zeiten ständiger Veränderungen macht es Sinn, das eigene Zentrum der Stabilität nicht in den äußeren turbulenten Umständen, sondern im Auge des Tornados anzulegen, und die eigene Komfortzone ganz in die Nabe des sich ständig drehenden Rades, zu verlegen. Die Neurowissenschaft sagt uns wie dies geht. Ganz ohne Seminare und Selbstreflexion. Nur mit ein bisschen Übung.

„Normally what you think and decide is influenced by the limbic system. You think different if you are happy or depressed. If you want to change your thinking and change the quality of your thinking, you can’t do it by thinkingTo change behaviour, you have to change thinking, to change thinking, you have to change the context in which thoughts occur! What is the biological and emotional context in which a thought arises? Here you can change the quality of your thought. And you don’t have to be a yogic master or enlightened. IT’S ALL ABOUT CHOICES.“ Dr. Alan Watkins, Neurowissenschafter (siehe seine spannenden youtube-Clips zum Thema „Daily Peak Performance“)

Laut Neurowissenschaft – aber auch gemäß Sozialpsychologie und Ernährungswissenschaft – liegt die Wahl zur maximal stabilen Haltung für eine maximal flexible und effiziente Performance nicht nur in Ihren Händen, sondern in Ihrem gesamten Körper:

  1. Atem: Er beeinflusst Ihre Herzrate und damit Ihren Stresslevel, sowie durch die Sauerstoffsättigung Ihre gesamte Grundkonstitution. Für eine optimale Versorgung atmen Sie etwa 4 Sekunden ein und ebensolange aus, für mindestens 5 Minuten lang, in einem gleichmäßigen und sanften Rhythmus (also nicht stoßweise).

Tun Sie dies regelmäßig, so erhöht sich Ihre Gehirnleistung und generelle Verfassung, Sie werden emotional ausgeglichener und reagieren im Falle des Falles weniger heftig. Besonders wenn Sie es schaffen, noch vor einer allfälligen Reaktion nach altem Muster (Toben, Anklagen, Ausrasten, Selbstanschuldigungen, Fressanfälle – alle Gewohnheiten, mit denen Sie bisher versuchten Ihren Frust, Ihre Enttäuschung, Ihre Wut, Trauer und Angst „normalerweise“ zu besänftigen) einen solchen Atemfluss zu etablieren (nach einiger Übung reicht ein einziger solcher Atemzug, um automatisierte Musterabläufe zu unterbrechen).

  1. Muskelentspannung: gezielt. Etwa indem Sie aktiv in eine vorhandene Spannung hineingehen (10Sekunden lang) und doppelt solange (20 Sekunden lang) danach doppelt so sehr loslassen und entspannen. Funktioniert besonders gut mit Schultern, Kiefer, Nacken. Massagen, Yoga oder Osteopathie sind natürlich auch wunderbare Methoden.
  2. Haltung: Öffnen Sie regelmäßig Ihren Oberkörper (à la Siegerpose), sitzen, gehen, stehen Sie aufrecht ohne dabei steif zu sein. Verschränken Sie weder Arme noch Beine. Sie verhelfen Ihrem Körper zur optimalen Atmung und Zirkulation. Dies hat nachgewiesener Weise Auswirkungen auf Ihr Gefühlserleben und Ihre Selbsteinschätzung, lässt Schwieriges weniger mühsam und Neues weniger bedrohlich wirken.
  3. Ernährung: wenige Überraschungen erwarten Sie hier, die aber viel bewirken, da Ihr Körper eben einige Elemente ausreichend braucht und für den Abbau anderer Dinge viel zu viel Kraft verbraucht. Mehr Wasser, Nüsse, Obst, Gemüse, Fisch. Weniger Zucker, Fett, Tabak und Alkohol. Die Zellen regenerieren schneller, die Nerven und das Immunsystem werden gestärkt u.v.m
  4. Spass: Lachen, Wohlfühlen, Liebe machen, Musik hören, Malen, Sporteln – alles, was uns gute Laune spendet macht uns nur stärker.

Life is a constant Transition

Das Erfolgsziel ist es, dauerhaft eine Haltung zu entwickeln, in der wir mehr Möglichkeiten in Zeit, Raum und Bedeutung wahr-nehmen. Die Challenge ist es, über das Gewohnte (Erwartungen: Ängste + Hoffnungen) hinauszugehen, und es sich direkt hinein im Unbekannten bequem zu machen. Sie können obige Anregungen besonders gut mit Personen üben, die Sie regelmäßig „triggern“, also aus Ihrer Komfortzone kicken. Z.B. Kinder, Kollegen, Vorgesetzte, Eltern etc. Sie alle scheinen oft nur allzu genau zu wissen, auf welchen Knopf sie drücken müssen, um uns zum orangeroten Glühen zu bringen. Das nächste Mal atmen Sie 4 Sekunden aus bevor Sie reagieren, entspannen in dieser Zeit Ihre angespannte Stellen, erlauben Ihrer Stimmung dazu sein, ohne sie für gut oder schlecht zu halten. Sehen den Betroffenen an, richten sich auf, greifen zur Banane und lächeln…

Keine Lust auf Veränderung, bringt eh alles nichts, alles schon probiert – und das Leben ist und bleibt trotzdem irgendwie nicht ganz so wie erhofft? Steht die Motivation auf dem Prüfstein, fehlt die Richtung oder das Ziel? Dann lesen Sie nächste Woche mehr über

Motirection – Lebenskraft aus Leidenschaft. Success Story No 15: Samstag, 12.09.2015, 10.00

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