DEEP IMPACT

Secret Success Story No 4 – Über die Macht, zu bewegen

Kollisionskurs

Er ist Kampfsportmeister, tritt mit dem würdevollen Understatement und der nonchalanten Selbstsicherheit eines vielfachen internationalen Medaillengewinners auf. Alleine seine physische Präsenz lässt ihr die eigenen schlaffen Muskeln und mancherorts durchaus speckigen Stellen unangenehm bewusst werden. Er lebt seinen Körper. Absolut überzeugend und bewundernswert. Im selben Augenblick wirkt er irgendwie hart. Würde sie ihn umarmen, so würde sie vom Stahl seines Körpers wohl abprallen. Sie überlegt, wie es sich anfühlt in diesem Körper, der eine Schlagkraft und Spannkraft, eine Flexibilität und Schnelligkeit wie kaum ein anderer hat. Eigentlich müsste ihm alles rundherum zu langsam gehen, zu träge sein. Ihm, der noch dazu blitzschnell im Kopf ist. Er denkt mit der Leistungsfähigkeit seines Körpers. Er denkt körperlich. In der Sicherheit eines höchst aktivierten Körpers liegt für ihn der Quell des Friedens, des erfüllten Lebens, seines Erfolges.

Zu Demonstrationszwecken lässt er seine Faust blitzschnell nach vorne schießen. Er will ihr zeigen, dass alle Menschen Gewohnheitswesen sind. Will ihr vorführen, dass sie ganz unbewusst zusammenzucken und völlig automatisch ausweichen wird. Doch ihr Körper tut nichts dergleichen. Sie rührt sich nicht. Wie in Zeitlupe sieht sie seine Faust kommen, sieht ihr rechtes Augenlied sich zugleich langsam senken. Der Aufprall ist ein magischer Moment, in dem sich zwei einander unbekannte Welten begegnen. Ihre Wimpern streicheln wie der Hauch eines Schmetterlingflügels zart seinen zusammengeballten Mittelfingerknochen. Eine Spur weiter noch und ihr Auge wäre dahin. Verblüfft zieht er die Hand zurück. Im Schweigen danach liegt eine Frage: Was ist eben geschehen?

Sie hatte schlichtweg keine Angst gehabt. Sie fühlte sich nicht bedroht. Im echten Leben früherer Zeiten hätte sie der Säbelzahntiger mit dieser Einstellung längst erledigt. In diesem Leben aber ist physische Bedrohung für sie kein Thema. Sie empfindet Krankheit  als lebensbedrohlich, aber ein Überfall: nein, das kommt nicht in ihrem Erfahrungsschatz vor. Auch die Arbeit an ihrem Körper, ein Workout oder Training, geschieht nicht um des Kampfes Willen, sondern ihres Wohlgefühls, ihrer Gesundheit oder der ästhetischen Gefälligkeit wegen. In diesem ewig kurzen Moment, in dem sich Faust und Wimpernschlag berühren, offenbart sich die Erkenntnis. Vertrauen und Angst schließen einander im selben Augenblick aus. Sie ist schlichtweg nicht auf Krieg, auf Überlebenskampf gepolt…

Kann ein Mensch ohne diese grundlegende Triebfeder, sich im Kampf durchsetzen und als Sieger beweisen zu wollen, trotzdem Einschlagendes verursachen? Hat „Impact“ – eine tiefe Wirkung – ohne Kampf einen Wert? Und welche anderen Kampfarenen gibt es noch neben dem Schauplatz des Körperlichen?

Light Impact

Die Leichtigkeit des Seins. Unerträglich finde ich sie nicht. Manche wollen sich selbst und andere durch ihre körperliche Leistungsfähigkeit oder Erscheinung beeindrucken. Andere wollen sich gut oder erhaben, wohl oder zufrieden fühlen. Dritte möchten geistig überlegen sein, besser wissen, mehr verstehen. Alle drei Ebenen sind unsere üblichen „Kampfarenen“: der Körper, die Emotion und der Geist. Sie sind nicht die meinen.

Ich ziehe das Sein an sich dem „Sein im Vergleich zu…“ vor. Besser, schneller, weiter – das ganze Gegenüberstellen und Abwägen mit anderen oder eigenen Vor-Stellungen liegt mir nicht, es stresst mich eher. Dabei bin ich wahrlich keine Couch-Potatoe. Ich tue, was vor der Nase liegt und worauf ich Lust habe. Zugegeben, manchmal muss ich auch lästigen Alltag erledigen, Verantwortung tragen, Rechnungen zahlen. Diese Momente der Fremdbestimmung machen mir deutlich klar wie schön die anderen Momente, die der freien Wahl, sind. Ja, in weniger selbstbestimmten Phasen nütze ich das Vergleichen um mir bewusst zu machen, dass hier ein Prozess im Gange ist, der mich wieder mal woanders hinführt. Aber ich möchte nicht, was andere so dringend haben wollen: Einen bleibenden Eindruck als „dies oder jenes“ hinterlassen. Ich will nicht mit meiner beruflichen Rolle verwechselt werden. Das Nicht-Vergleichen mit anderen oder mit Idealvorstellungen hat für mich einen großen Vorteil. Ich bin ich, egal was ist.

Ob ich mit meiner Einstellung des Nicht-Vergleichens andere beeinflusse? Manchmal fühlen sie sich irritiert, weil ich beim „Wer ist besser“-Spiel nicht mitmache. Es gibt natürlich noch andere Spiele, denen ich mich ebenso verweigere: „Wer ist bemitleidenswerter“ oder „Wer ist schöner/cooler/witziger“. Auf ein „Wer ist jünger“-Match verzichte ich schon lange. Mein mich-Entziehen dieser „Spiele der Erwachsenen“ hat den Effekt, dass mein Verhalten andere verwirrt. Sie wissen dann nicht, worum „es“ eigentlich geht oder wie sie eine Be-Ziehung zu mir herstellen sollen, wenn es gar kein Gefälle auf die eine oder andere Art gibt, über das man ein Verhältnis zueinander herstellt. Wo ist der Bezug? Wo ist die Verbindung, wenn es nicht um ein „Wo stehst Du im Vergleich zu mir?“ geht?

Genau dieser Moment der fragenden Offenheit, in denen diese Fragen deutlich spürbar werden und in Ratlosigkeit münden, macht mich lächeln. Und genau an dieser Stelle und damit berühre ich sie, die um ihren Platz an der Sonne Kämpfenden. Mit der Gewissheit „es geht auch anders!“. Manche lehnen diese Sichtweise ab, da sie ihre Sicht der Dinge erschüttert und ihr gewohntes Verhalten weniger notgedrungen macht. Andere erkennen den Frei-Raum dies- oder jenseits des Vergleichens und lächeln mit. Sind bewegt. Wollen darüber sprechen, suchen Antworten.

Ein-Druck

Was macht wirklich Eindruck außerhalb der Kampfarenen des Vergleichens?

Neues, Andersartiges, Überraschendes. Eindruck zu machen ohne Druck zu machen ist eine Kunst. Sie kann beunruhigen, weil sie ungewohnt ist. Diese Kunst muss nicht schön oder hässlich sein, zerstören oder kreieren. Sie kann einfach nur sein. So. Anders. Und überhaupt. Hat ein solcher Impact denn Relevanz?

Als Van Gogh seine Meisterwerke schuf, waren sie Zeit seines Lebens verpönt. Er stand in ständigem Kampf mit sich selbst, er machte sich Druck, seine Sichtweise in die Welt zu bringen und er hoffte auf Käufer, die zu schätzen wussten, was er leistete. Ob er er sich mit anderen verglich und besser sein wollte? Vielleicht. Sein Malstil läutete jedenfalls erst nach seinem Tod für den Rest der Welt wahrnehmbar eine neue Art zu sehen und die Welt darzustellen ein. Er selbst hatte seine eigene innere Wirklichkeit ernst genommen und wurde dafür für verrückt gehalten. Und auch seine Unbesonnenheit, was finanzielle Sicherheit oder gesellschaftliche Akzeptanz betrifft, macht ihn heute zu einem der ganz Großen. Im Nachhinein – von Menschen, die Vergleiche lieben.

Künstlerischer Impact hat eine besondere Macht, unsere Gewohnheiten zu erschüttern – ohne uns Druck zu machen, ohne zu vergleichen. Kunst schafft neue Türen im Geist, öffnet Augen, stimuliert das Herz. Sie bewegt uns tief, ohne dass wir kämpfen müssten. Durch ihre Kraft unsere Gewohnheiten zu relativieren, wird uns beim Lesen, Betrachten oder Hören nachvollziehbar bewusst, dass es auch anders geht. Dass wir die Wahl haben, wie wir unser Leben sehen und gestalten. Diese Kraft zur Selbstverantwortung, zur Hingabe, zur Motivation, sich neu zu erleben und sein Leben frisch zu gestalten ist ebenso wichtig wie etwa struktureller Impact, also politische Veränderungen, Gesetze oder rechtliche Rahmenbedingungen, die unser aller Alltag maßgeblich beeinflussen.

Wie weit wir die eigene Kampfarena verlassen möchten und uns im unbekannten „Draußen“ umzusehen bereit sind, liegt ganz bei uns…

Doch können und wollen wir den Eindruck der Bestimmbarkeit, der Kontrolle über unser Leben denn überhaupt aufgeben?

Vom unvergleichlichen Impact zum berechenbaren Effekt

Mit EFFICACY  dreht sich nächste Woche alles um die Planbarkeit von Erfolg.

EFFICACY – Success Story No 5: Samstag, 04.04.2015, 10.00

BeMeUp – Der Erfolgsblog. Jeden Samstag um 10.00. http://www.bemeup.today

 

RADIATOREN

Secret Success Story No 3 – Über die Strahlkraft, die Erfolg schafft

Was Strahler 80 und Meister Proper gemeinsam haben

„Strahlerküsse schmecken besser“ lautet das Motto einer kultigen Zahnpasta der 1980er Jahre. „Doppelt aktiv ist die Kraft, die es glänzend sauber schafft!“, so der Slogan von Meister Proper. Er will nicht besser küssen, er verspricht keimfreie Ordnung. „Strahlen“ durch Hochglanzeffekte etwa auf Mc-Eigelb (siehe die Frühstücksei-Werbung besagter Fast Food Kette) oder auf glitzerndgetunter Model-Schminke, eingebaute „Sternchen“ auf blinkend-weißen Zähnen oder blitzend-blanke Böden, in denen „man sich spiegeln kann“: Sie alle repräsentieren, dass der Betrachter etwas wahrlich Hochqualitatives vor Augen hat. Etwas, das es zu begehren gilt. Das „Strahlen“ stellt „Erfolg“ bildlich dar, es verheißt, dass der/die/das Strahlende irgendwas “geschafft“ hat, etwas besonderes schaffen kann. Aber was genau?

„Wie man nur so strahlen kann?“ fragt die aktuelle Werbung eines Job-Portals. Und derselbe Spot liefert sogleich die Antwort: „Vielleicht liegt’s am richtigen Job?“. „Strahlen“ macht also nicht nur in der Konsumwelt einen begehrenswerten Eindruck, auch der richtige Job kann uns begehrenswert, mehr noch: sogar beneidenswert strahlend, weil glücklich und zufrieden machen. Entsprechender Konsum und bestimmte konsumierbare Aktivitäten, die uns „strahlen lassen“, verleihen uns die erstrebenswerte Aura eines hochqualitativen Produktes.

Strahlemänner

Tycoone der Wirtschaftswelt sind oft siegesversessene Männer, verbissen bis schlecht gelaunt, aalglatt und stählern im Verhandeln. Sie strahlen auf eine „kühle“ Weise, wirken einschüchternd, verhalten sich anstrengend, respekteinfordernd bis unter-drückend. Ihre Bewunderer wollen wie sie sein: mächtig und unumgänglich, sie möchten andere beeindrucken.

Daneben gibt es die wirtschaftlich erfolgreichen Charismatiker. Sie begeistern ihre Zuschauer (Kunden, Geschäftspartner, Mitarbeiter, PartnerInnen – ganz generell jede Art von „Öffentlichkeit“) mit ihrem positiv strahlenden Auftreten. Ihr Strahlen macht einen wohligen Eindruck, hat etwas „Wärmendes“, es will entertainen und gute Stimmung verbreiten. Charismatisches Strahlen wirkt auf die meisten erstrebenswert. Wer möchte nicht auch von seinen Mitmenschen gemocht und gehört, gefragt, begehrt und verehrt werden? Diese wie die Sonne strahlenden Menschen scheinen für die Karriereleiter geboren zu sein, weil sie alleine mit ihrem Wesen erfolgreich Zuversicht verkaufen können. Ihre Leistung ist oft weniger das harte Verhandeln oder das strategische Planen als der schöne Schein. Und in unsicheren Zeiten ist der viel Wert. Image ist alles, Wohlgefühl und Hoffnung zählen, Probleme will keiner. Wir alle kennen solche Showmaster und Politiker.

Beam me up!

Dann gibt es noch jene gesellschaftlichen Ikonen, die sachlich und herzlich zu strahlen wissen. Die durch ihre Persönlichkeit und ihre Erfahrung überzeugen und mit Hilfe ihres höchst eigenen Ausdrucks erfolgreich sind. Sie wirken nicht „wie“, sie sind scheinbar auch in den schwierigsten Situationen ganz sie selbst. Sie scheinen tatsächlich an ihre Ideen zu glauben, an anderen Mitmenschen wirklich Anteil zu nehmen, sie scheinen Systeme und Strukturen für alle, nicht nur für sich selbst, verbessern zu wollen. Allein ihre Anwesenheit verändert etwas in ihrem Umfeld. Es lädt sich auf mit dem Prickeln von „Möglichkeit“. Sie zeugen vom Ende der lähmenden Routine und der täglichen Probleme. Vorbilder wie Nelson Mandela, Mahatma Gandhi oder auch Barack Obama in seinen Anfangszeiten haben mit ihrer „yes, we can!“-Überzeugung Millionen von Menschen bewegt und beeinflusst. Was macht sie so strahlend?

Sie verheißen nicht nur Hoffnung, sie zeigen auch Wege auf, wie sich etwas für jeden von uns ganz praktisch verändern lässt. Und sie leben diese Wege vor. Wenn sie ihren Weg verlassen verlieren sie an Glaubwürdigkeit. Bis dahin verströmt ihre Haltung die „doppelt aktive“ Kraft von der Meister Proper spricht. Und wollen wir nicht alle eigentlich doppelt kräftig sein, mit einem Schlag alles Störende vernichten, alles Notwendige erledigen? Ordnung schaffen, küssen und dann endlich zufrieden aufs Sofa sinken dürfen? Die „Properen Ikonen“ machen uns ihr Leben lang vor, was wir nicht schaffen: Ein Vielfaches an Entbehrungen im Einsatz für die „richtige“ Sache zu ertragen. Seien es Gleichbehandlung, Frieden oder Menschenrechte. Themen, die uns Normalbürgern aus dem Fernsehen und vielleicht in ehrenamtlichen Tätigkeiten begegnen. Oder diese großen Themen berühren uns in der Form von Aktivisten, auf der Strasse spendensammelnd, bei Demonstrationen u.ä. Aktivisten kämpfen mehr oder weniger anstrengend in ihrem Fanatismus für die „gute Sache“ (es gibt derer viele). Jedenfalls wirken sie viel weniger sympathisch mit ihren erhobenen Zeigefingern und der „bessergewissen-Überlegenheit“, die sie uns unter die Nase reiben. Die echten „Großen Männer“ (in der Öffentlichkeit sind es meist Männer) machen vor wie es wirklich geht: Sie verkörpern publikumswirksam (politische) Macht in Verbindung mit einem für viele relevanten Anliegen. Ihr Strahlen ermutigt auch den „Kleinen Mann“, sein Schäufelchen zur Verbesserung der Welt beizutragen. In seinem Maß, in seinem machbaren Ausmaß, quasi vom Sofa aus. Und sei es nur durch das richtig gesetzte Kreuzchen am Stimmzettel oder die Spende. Auch so kann das Strahlen „abfärben“, wird von den Großen Männern unterschwellig versprochen. Wollen wir nicht alle groß sein? Wenn wir dann nur nicht so kritisiert würden und so wenig Zeit für die Freuden des Lebens hätten…

Shining Eyes

Strahlen geht auch anders. Wir müssen nicht unter dem „Großen Mann“-Syndrom leiden, sprich dem ewigen Vergleich mit „idealen“ Figuren, die nicht wir sind. Ein Beispiel: Benjamin Zander vermittelt als Dirigent und Professor seinem Publikum, worum es bei klassischer Musik geht (vgl. “classical music with shining eyes“ von Ben Zander auf youtube). Und dabei worum es in unserem Leben eigentlich gehen kann. Er bringt den Sinn des strahlenden Daseins auf das schöne Bild: „Shining Eyes“, auf Deutsch so viel wie: „Glänzende Augen“. Wenn wir an uns liebe Menschen denken oder jemandem eine echte Freude bereiten, einen schönen Sonnenaufgang mit all unseren Sinnen genießen oder eben ein erhebendes Musikstück hören, dann erleben und bewirken wir solche „Shining Eyes“. Das Wundersame an diesen „Shining Eyes“ ist, dass sie in höchstem Maß ansteckend sind. Wenn jemand vom Leben ergriffen ist versteht er seine Endlichkeit, schätzt den Moment, liebt sein Dasein und ist offen für seine Mitmenschen. Diese Wahrhaftigkeit ist durch jede seiner Poren und rundum spürbar.

Was wäre wenn das Erfolgsrezept des Lebens im Entwickeln und Verursachen von „Shining Eyes“ läge?

Shining Me – Shining You: 3+1 Schritte zum strahlenden Vorbild

  1. Innere Motivation: Sie wollen etwas verändern – nicht um (etwas/jemand) zu gewinnen, sondern um (etwas/jemand) zu bewegen, zu erforschen, zu verbessern, der/die/das Ihnen im Herzen wichtig ist.
  2. Standfestigkeitwie viele Menschen drehen sich nicht nach dem (Umgebungs-)Wind? Lassen Sie sich von guten Argumenten beeinflussen und bleiben Sie flexibel. Aber stets Ihrem Anliegen treu.
  3. Konsequenz: es muss nicht immer Hungerstreik oder Gefängnis sein. Aber manchmal müssen wir für unkonventionelle Ideen, die anderen gegen ihren Gewohnheits-Strich gehen, „Prügel“ einstecken. Kritik, schlechte Nachrede, Intrigen, Gegenwind. Das „nicht-gemocht-Werden“ auszuhalten ist gar nicht so einfach. Ihr Anliegen sollte Ihnen den Kampf wirklich wert sein. Das bringt uns zur eigentlichen Kern-Frage:
  4. Haben Sie ein Anliegen!(?): eines, das Sie im Kern berührt, das Sie bewegt? Und das Sie in und mit Ihrem Leben vertreten wollen? Wie lautet Ihr Anliegen in einem Satz? In einem Wort?

Und was kommt nach dem Strahlen?

Lesen Sie nächste Woche über den „ultimativen“ Gradmesser von Erfolg, nämlich IMPACT. Die Macht, zu bewegen.

DEEP IMPACT – Success Story No 4: Samstag, 28.03.2015, 10.00

 BeMeUp – Der Erfolgsblog. Jeden Samstag um 10.00. http://www.bemeup.today

THE QUEST FOR SUCCESS

Success Story No1 – Intro: Was ist eigentlich Erfolg?

Erfolg in Zeiten wie diesen

„Stress is the base for success“ hieß es bei TED Vienna letzten November. Sehen Sie das auch so? In meinem Berufsleben sehe ich viele gestresste Menschen, ja gestresste Unternehmen. Teils jahrelang. Und ja, die meisten verdienen gut dabei. Aber führen sie deshalb ein erfolgreiches Leben? Etwas in mir weigert sich, neuronale Anregung und Arbeitsflow mit dem Begriff „Stress“ gleichzusetzen. Es sind genau diese Zustände, nämlich das wache, begierige Interesse und völlige „Reinkippen“ in eine spannende Tätigkeit, die zumindest für mich einen Tag erst richtig erfolgreich machen.

„Erfolg bezeichnet das Erreichen selbstgesetzter Ziele“ lautet eine gängige Erfolgsdefinition. Aber entspricht sie der gelebten Wahrheit? Sieht die Erfolgs-Praxis nicht anders aus? Wird mit „Erfolg“ nicht vielmehr das Erreichen von Zielen, die andere für erstrebenswert erachten, bezeichnet? Was wäre denn Ruhm ohne Bewunderer? Was wäre Anerkennung ohne das Bedürfnis danach? Was wären Reichtum ohne Konsum und Schönheit ohne Neider?

Ist ein wirklich selbstbestimmt erfolgreiches Leben nicht eines, in dem einem nichts mehr fehlt? Ein Leben ohne Leidensdruck? Ein Leben in zufriedener Ausgeglichenheit? Gezeichnet von Gefühlen des Ankommens in der eigenen Mitte, geprüft durch den nachhaltigen Zustand heiterer Gelassenheit? Herausgefordert durch widrigste Umstände innen und außen und doch stets früher oder später in ein tiefes Lächeln mündend?

Nein, klingt langweilig. Die Sache mit dem Loslassen von äußeren Zielen klingt doch etwas nach notgedrungener Altersweisheit oder weltfremden Meditierenden. Geld, Macht, Geschwindigkeit – das zählt. Oder Beziehung, Hochzeit, Familie – darum geht’s doch. Haus, Hund, Garten. Reisen, Genuss, Abenteuer. Oder alles zusammen.

Was uns „erfolgreich“ aussehen lässt unterscheidet sich, je nach sozialer Prägung. Bei aller Differenz, eines bleibt: Das Leben will ausgekostet, die Sinne wollen stets mehr gereizt als befriedigt werden. Schlichtweg weil das Leben sich so geiler anfühlt. Sinn? Ist anstrengend, gestehen die einen. Wird angesichts der unvermeidlichen Veränderlichkeit allen Wissens überbewertet, denken die zweiten. Macht keinen Spaß, denken die anderen. Ein sinnvolles Leben zu führen, ohne dabei sichtbar im Außen Erfolg zu haben, ist scheinbar in unserer Gesellschaft nicht viel wert. Die alternativen Spinner, die Selbstversorger oder Künstler, Bio-Freaks oder Sportfanatiker, die haben doch nicht wirklich Spaß im Leben, oder? Und die meint dieser Blog auch nicht. Ich wende mich an Menschen wie ich sie aus meinem beruflichen Umfeld kenne: wirtschaftlich sattelfest, eigenständig denkend, keine Heilslehre suchend und vom Lebensstil wohl eher als „normal“ zu bezeichnen. Und von ihnen kenne ich diese Frage, die sie aber nur selten klar und deutlich aussprechen, nur zu gut: Was ist Erfolg, wenn er einem nicht von anderen attestiert wird?

 Was ist Erfolg?

Dass „Erfolg“ nicht unbedingt etwas mit „Leistung“ zu tun hat, wissen wir seit der tragi-komischen Frage eines österreichischen Lobbyisten „Was war mei Leistung?“. Die Antwort darauf ist nicht wirklich wichtig, solange keiner nachfragt. Sie braucht nur halbwegs glaubhaft die Wanderschaft viel zu vieler Euros rechtfertigen und in den Algorithmen der Steuer keine Aufmerksam erregen. Das ist in der Wirtschaft und wohl auch der Politik scheinbar durchaus üblich. Aufträge, Positionen, Geld. Wer hat, der kann, nimmt und verteilt – und scheinbar fühlt sich niemand schlecht dabei. Und wenn doch, dann geben es die wenigsten zu (siehe österreichische Minister, EU-Abgeordnete, Banker oder auch deutsche Fußballmanager, die unschuldig, unwissend, „patschert“ oder ein Opfer zu sein vorgeben).

Das zu Verführerische liegt vielleicht daran, dass Erfolg, wie er im Allgemeinen verstanden wird, praktischer Weise sehr konkret sichtbar und messbar ist. Die Faktoren für klassischen Erfolg sind allein stehend oder kombiniert ja wenig überraschend:

  • präsentabler Besitz (Klunker oder Flunker, Bling Bling oder Understatement, je nach Belieben)
  • Entscheidungsbefugnis über andere, Geldflüsse, Prozesse etc. (vulgo „Macht“)
  • finanzielle Beweglichkeit (Banken wollen Ihnen Geld leihen, andere wollen Sie für was auch immer nur zu gern bezahlen)
  • überragende Ausnahmeleistungen (Sport, Wissenschaft, Verkaufszahlen: Sie stehen in den Rankings jedenfalls ganz oben)
  • attestierte Meinungsführerschaft (die Medien bezeichnen Sie als Experten, andere Experten wollen, dass Sie die Vorworte zu ihren Werken schreiben)
  • zertifizierter Expertenstatus (Titel, Positionen, Ehrungen, Medaillen)
  • mediale Präsenz (man kennt sie aus Film, Funk und Fernsehen – und wer liest auch aus den Printmedien. Oder anders: aus dem Netz)
  • körperliche Attraktivität (Six Pack, schelmisches Lächeln, tolle Anzüge. Oder zeitlose, durchtrainierte Schönheit, richtungsweisend oder stilvollst gekleidet)

Als erfolgreich gilt, wer obiges vorzuweisen hat und damit Wirkung erzielt und Einfluss nimmt. Dass Erfolg oder Geld nicht glücklich machen sagt der Volksmund. Der isst ja bekanntlich nicht mit dem goldenen Löffel. Die verlockende Karotte des sozialen Aufstiegs bzw. die Angst vor dem Abstieg hat wohl immer noch mehr Anziehungskraft als all die Schätze, die Mann und Frau so im eigenen Inneren heben könnten, die sich aber ach so schlecht vermarkten lassen. Außer man schreibt Bücher oder Blogs. Scherz beiseite. Entertainment rules, so viel steht fest.

Wie kann man unter solch glitzernd-blendenden Umständen von den anders Erfolgreichen erfahren? Jene oft übersehenen „Helden des Alltags“, die durch so Subtiles wie einzelne Blicke, unbeobachtete Taten oder überraschendes Denken elementare Weichen im Leben anderer stellen. Sind es nicht sie, die uns immer wieder, ganz still und heimlich Stück für Stück verändern? Langweilig, ich weiß.

 

BeMeUp!

Der Erfolgsblog ist all jenen gewidmet, die es leid sind, fremden Idealen hinterherzujagen. All jenen, die bereit sind, Erfolg auch woanders zu suchen, als in Geld, Macht und Ruhm. Was nicht heißt, dass Sie nicht zu Geld, Macht und Ruhm gelangen können! Es sind eben jene „anderen“ Wege, die ich Ihnen vorstellen möchte. Wo die denn zu finden sein sollen, fragen Sie sich vielleicht? In Ihnen, sage ich. Und das fern ab davon, langweilig zu sein. BeMeUp heißt dieser Blog nicht umsonst: Jeder von uns hat es in der Hand sein/ihr Held zu sein. Der Maßstab für Erfolg liegt im Auge des Betrachters, und der Betrachter Ihres Lebens sind zuallererst Sie selbst – nicht Ihr Umfeld.

Doch auch in uns sitzt ein scharfer Richter. Eine innere Stimme, die uns mahnt, beurteilt und bewertet, indem sie uns mit dem Blickpunkt der anderen, der Gesellschaft, der Öffentlichkeit, der Eltern vergleicht. Diese Instanz zu entmachten ist der erste Schritt in ein freies, selbstbestimmtes Leben. In ein Leben, das nach eigenen Maßstäben erfolgreich ist. Der Versuch, sich selbst – und seien es nur 5 Minuten am Tag – völlig wertfrei zu betrachten, ist ein spürbar lohnenswerter Start.

Hier am Beginn der Reise zu Ihrem maßgeschneiderten Erfolg stelle ich Ihnen nur die eine Frage: Ist es überhaupt möglich, dass Sie sich selbst vorübergehend nicht bewerten? Damit meine ich:  Ihren Körper nicht verurteilen, Ihre Leistung nicht schmälern oder aufzublasen, sich nicht größer oder kleiner als andere (und seien es nur „vorgestellte“ Figuren wie Superhelden oder verstorbene Eltern) machen.  Durch den Verzicht auf den Akt des Vergleichens wird eine immense Energie freigesetzt. Diese können wir hervorragend dazu nutzen, unser Leben in einem höchstpersönlichen Sinn (noch) erfolgreicher zu gestalten.

 

27 Secret Success Stories

BeMeUp Der Erfolgsblog, verspricht unübliche Wege zum Erfolg. Er erzählt von üblichen Herausforderungen, vom Stress, von Druck, von Geschwindigkeit, Machtmissbrauch, eben den „üblichen Verdächtigen“ im Spiel der Erwachsenen. Und er berichtet von realen aber ungewohnten Umgangsweisen mit dem alltäglichen Wahnsinn. Jede Woche samstags um 10.00 können Sie lesen, was Ihre Mitmenschen schlaflos macht, sie quält und reizt. Und Sie erfahren, wie Sie auf ungeahnte Weise dort Sinn und Sinnlichkeit erschaffen, wo andere verzweifeln…

 Lesen Sie nächste Woche mehr zum ersten Erfolgsthema LIFE LEADER SHIP: Welche Haltung begleitet eine erfolgreiche (Lebens-)Führung?

LIFE LEADER SHIP – Success Story No 2: Samstag, 14.03.2015, 10.00

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HELGA versus FRED

Teaser No 1 – über Erfolg zwischen Gut und Böse


Helgas Walkürenritt                                   

Helga stürzt sich auf ihn, den miesen Verräter. Scheinheilig ist er, der besserwisserische Schleimbeutel. Sein Leben stinkt zum Himmel. Und keiner kann ihn riechen. Aber es ist alleine ihr vergönnt dieses, sein wahres Gesicht glasklar zu sehen. Ein zweifelhaftes Vergnügen, auf das sie gut verzichten könnte. Wie auf ihn als Ganzen. Warum gibt es solche Menschen überhaupt, wer erlaubt ihnen zu existieren – und warum wird er dann auch noch befördert? Er, der nichts von allem weiß, was es braucht, um die Arbeit überhaupt zu verstehen, geschweige denn zu erledigen. Er, der unpassender Weise ihr „Kollege“ genannt wird. Sie erledigt alles, er ist ja unfähig zu so etwas Minderem wie „Arbeit“. Er streicht die Lorbeeren von oben ein und verteilt Tritte rundherum.

Doch so viel wollte sie nie wissen. Helga will nicht wahrhaben, wozu Menschen fähig sind, wenn es darum geht „aufzusteigen“, Karriere zu machen, erfolgreich zu sein. Welchen Wert hat ein solches verlogenes Leben, in dem jeder jeden benutzt? Wie glücklich kann einer werden, der nur für sich selbst kämpft? Fast hat sie Mitgefühl mit ihm, der so keine Ahnung hat vom Leben und der Liebe, von Freundschaft und Solidarität, von Pflichtgefühl, Hilfsbereitschaft oder ehrlicher Leistung. Doch jetzt ist sie nur wütend. Denn er wird für sein Verhalten auch noch belohnt! Befördert! Das kann ja alles gar nicht wahr sein. Womit hat er das verdient?

„Er“ ist Fred, das fiese Frettchen. Etwas schwabbelig in der Körpermitte, etwas kahl obenrum. Zu laute Bewegungen, zu aalglatt im Wesen. Er hat nichts Wirkliches zu sagen, nichts Sinnvolles beizutragen. Sein unsteter Blick lauert wie der eines Frettchens, ist ständig auf lecker Nahrung aus, obwohl er satt sein müsste. Gierig, listig, gnadenlos auf den eigenen Vorteil bedacht. Doch nur Helga sieht ihn, wie er ist. Für andere ist er unfassbarer Weise Fred der Friedliche oder, welch Irrwitz, Fred der Freundliche. Alles Schein, keine Spur von heilig. Sie verpasst ihm einen kräftigen Tritt in seine feigen Eingeweide. Und sie ist stolz darauf, sich endlich nicht mehr zurückzuhalten. Mit diesem Tritt rächt sie ganze Heerscharen ausgenutzter, zu kurz gekommener, ignorierter WohltäterInnen.

Fred, der Star vom Jupiter

Fred sieht sie kommen, Helga, dieses unscheinbare Staubkorn an seinem Boss-Anzug. Sie, die brav alles erledigt, was sie so gut kann. Die Welt ist dazu da, damit er seinen Platz an der Sonne bekommt. Der ihm ja zusteht, wem denn sonst? Die anderen sind ihm deutlich unterlegen. Wollen Gruppenkuscheln, gemocht werden, gelobt und getadelt wie die Kinder – welche Zeitverschwendung. Wie wenig effektiv, wenn es darum geht, zu siegen. Und darum geht es ja wohl. Denn wer oben ist, kann sich alles leisten. Muss sich nichts mehr sagen lassen. Er weiß, wie man anderen sagt, damit sie tun, was er will. Er weiß ihre Schwächen, ihr Bedürfnis nach Anerkennung zu nutzen – er sticht sie an wie einen Luftballon mit einer Nadel, damit sie in sich zusammenfallen und vor ihm liegen.

Ja, er liebt es zu manipulieren, er genießt es, wenn er sie dann trösten kann und aufbauen, wenn sie Wachs in seinen Händen sind. Das ist es, was er wirklich will. Das Gefühl, alles tun zu können: Die alten Könige hören auf ihn, erkennen, dass nur er sie ans Licht führen kann. Die jungen sehen auf zu ihm. Die Damenwelt will ihn. Da macht er keine Unterschiede, alle sollen ihn begehren, egal ob alt oder jung. Ausleben will er – fast – nichts von der Begehrlichkeit, zumindest nichts, was ihm gefährlich werden kann. Keine darf seine Ehe nicht fragwürdig aussehen lassen, keine soll etwas gegen ihn in der Hand haben. Er lacht über seinen eigenen Wortwitz.

Nur minimal unsanft holt ihn die noch-Realität aus seinem vorgestellten echten Leben. Ja, er sieht sie kommen, Helga, verzweifelt, weil er gewonnen hat. Wütend, weil er auf ihren Schultern reitet. Er-bosst, weil sie zum ersten Mal wirklich klar sieht und zugeben muss, dass er ihr haushoch überlegen ist. Abteilungsleiter, hah! Selbst wenn sie es wollte, sie könnte ja gar nicht führen, hat gar nicht das Zeug dazu. Keine Ahnung von Strategie, von Allianzen und von Deals, von Überlegenheit, Spielregeln und deren geschicktem Bruch. Wie kann man nur so naiv sein! Er empfindet mildes Gefühl in der Brust, es ist Mitleid. Wie schwach sie ist, sie, die an das Gute glaubt und an das Gesetz der Reziprozität. Sie, die ihm immer fleißig zugearbeitet hat, damit er reüssieren kann. Er liebt das Gefühl, andere manipulieren zu können, diese Macht und Überlegenheit. Er fühlt sich in dem Moment unbesiegbar, unverwundbar. Er lässt sie also kommen, sie kickt sich mit ihrem tätlichen Angriff selbst aus dem Rennen. Dann muss er auch nicht gegen ihre sinnlosen Versuche, ihn zu diskreditieren, ankämpfen. Er grinst breit, während sie ihm in den Bauch tritt. Als Abteilungsleiter braucht er sowieso nichts Alltägliches zu leisten, kann ganz offiziell andere befehligen. Er braucht sie nicht mehr. Es gibt genügend andere willige Arbeitstiere, die sich und ihre Güte beweisen wollen. Noch ein bisschen Schmerzensgeld und eine Kur, das wird ihm jetzt gut tun… Während er sich fallen lässt, revidiert er seinen Plan. Vielleicht doch nicht den Sessel kalt werden lassen, es könnte ja in seiner Abwesenheit jemand dran sägen.

Helga und Fred

Helga und Fred, unsere ersten beiden Stellvertreter für den alltäglichen Kampf zwischen Gut und Besser, stellen 2 Pole auf der Erfolgsleiter dar. Beide wollen für ihr Tun Anerkennung ernten. Ihre Motivationen, Zielvorstellungen, Werthaltungen und Methoden sind aber grundverschieden. Dabei geht es nicht um richtig oder falsch. Oder etwa doch?

Machen Werte wie Ehrlichkeit im Vertrauen im Berufsleben schwach?

Wer hat die Macht und die Verantwortung, die Erfolgreichen zu küren?

Welcher Weg zum Erfolg ist legitim?

Lesen Sie nächste Woche den 2. Teaser über die streitbaren Wege zum Erfolg

DIE WAHL – Teaser No 2: Samstag, 21.0.2015 – 10.00

IM ZWEIFELSFALL – Teaser No 3: Samstag, 28.02.2015 – 10.00

 BeMeUp – Der Erfolgsblog

Start der 27 Secret Success Stories: Samstag, 02.03.2015 – 10.00

 

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Wir sehen hin, zeigen auf und weisen hinaus aus den alltäglichen Fallen zum Erfolg.