Seven Strange Synchronicities: 3

Suchen, finden, überwinden. Ich versuche meinen ersten Roman zu schreiben. 100 Seiten sind schon da. Doch ich stecke. Ich suche nach dem perfekten, den idealen Zustand, um in Freude, Frieden und Freiheit weiterzuschreiben. Stattdessen ernte ich Hoffnung, Angst, Erwartungen aller Art – und Warten. Ich sehe mir beim Warten zu. Ich warte auf den Moment, an dem mir die Inspiration einen festen Tritt in den Allerwertesten schenkt. Nicht, dass mir die Ideen fehlten, nein, das Skript mit den Ideen ist voll. Es geht ums Einbauen in den bestehenden Text, diesen zu erweitert, zu vervollkommnen, zu ergänzen und abzurunden. Jedenfalls, die Wahrheit ist: ich warte. Auf den richtigen Moment.

Der Moment, ich kenne ihn gut, ist da, wenn mich das Bedürfnis überkommt wie eine Welle. Als würde mein Wesen die Worte und Bilder unwillkürlich, ungebremst durch mich – jetzt fällt mir kein besseres Wort ein – auskotzen. Aber angenehm, oder zumindest befriedigend. Es schreibt sich dann durch mich. Was auch immer da raus will. Ich warte also darauf, dass es wieder soweit ist. Jeglicher Zeitplan ist dadurch bei Teufel. Oder wo dasjenige halt zu Hause ist, das mich dann überkommt, wenn‘s kommt.

Beim Warten habe ich verschiedene Rituale und Gewohnheiten entwickelt, die das Plötzliche, das Magische anlocken sollen. Indem ich mich soweit ablenke, entspanne, anderweitig beschäftige, dass ich die Muse – oder wer eben immer es ist, der sich da durch mein Wesen manifestiert – nicht durch einen „Erledigungsmodus“ verschrecke. Denn ich weiss: Offenheit muss sein. Wenn ich arbeite, dann verkriecht sich die Muse, zieht sich zurück wie eine Mimose. Was tue ich also, um offen zu sein und mich dennoch beim Warten von der Erwartung des Ankommens des Musen-Tritts abzulenken? Ich putze, koche, wasche, räume herum. Meine Wohnung profitiert eindeutig. Auch die Menschen rundherum, bilde ich mir ein. Ich gehe einkaufen, sehe den Schneeflocken beim Tanzen zu, den Wellen beim Springen. Ich höre Musik. Ich träume und sinniere, ohne irgendwo haften zu bleiben. Ich übergebe mich dem Fluss der Dinge. Und küsst mich die Muse deswegen? Mitnichten. Die Muse lacht mich aus. Oder ignoriert mich. Oder tut, was Musen halt so tun, wenn sie nicht am Küssen sind.

Seit gestern versuche ich daher mir ein Ritual zusammenzubasteln, damit ich nicht immer meine Wohnung malträtieren muss. Ein Ritual der Offenheit, des reinen Möglichkeitsraumes, des Vernichtens von Hoffnungen und Erwartungen. Eines, das ich durchführe, bevor ich mein Manuskript öffne. Ich denke da an etwas Stretchen, Atmen und meine Steeldrum spielen. Vielleicht eine Kerze dazu? Anyway. Es soll ein wirksames Experiment werden, mich vor dem Schreiben zu konzentrieren, frei zu werden. Und was passiert?

Ich öffne vor 10 Minuten mein aktuelles Morgen-Buch, ein Buch, aus dem ich in der Früh immer wieder mal eine Stelle lese, um mich aufs Sein einzustimmen. Und was steht da? Die Antwort auf meine Frage nach dem richtigen Zustand (ohne, dass ich zuvor überhaupt vermocht hatte, die Frage richtig zu formulieren): „Spontaneity is unattainable through techniques or forced concentration. Goal-orientation is superfluous, ambition and apprehension dispensable. Spontaneity is pure being, here and now”. Na super, kann ich mir meine Rituale an den Hut stecken. Nichts zu suchen, nichts zu finden, nichts festzuhalten, nichts abzuweisen, nichts. Und das Alles ist da. Ganz spontan. Wie es immer schon war.

Die Insel der Seligen, die Quelle des Schaffens, das Ankommen im Formen – sie alle „verstecken“ sich wohl stets in all ihrer Pracht direkt vor aller Augen. Weit näher als vermutet, unmittelbar da, wo man gerade ist, wenn man nichts tut oder will. Weder Greifen noch Begreifen nötig. Ein Mysterium, das sich der Kontrolle entzieht. Ein Zustand, der sich dem Erkennen verweigert, während er sich durch einen (her)aus-drückt. Ob das alles helfen wird, mein Buch fertigzustellen? Weiß ich nicht. Aber mir selbst, dem Sein und dem Werden nicht durch irgendeine Art von Ver-Suchen im Weg zu stehen, könnte ein würdiger Wegweiser sein…

THE QUEST FOR SUCCESS

Success Story No1 – Intro: Was ist eigentlich Erfolg?

Erfolg in Zeiten wie diesen

„Stress is the base for success“ hieß es bei TED Vienna letzten November. Sehen Sie das auch so? In meinem Berufsleben sehe ich viele gestresste Menschen, ja gestresste Unternehmen. Teils jahrelang. Und ja, die meisten verdienen gut dabei. Aber führen sie deshalb ein erfolgreiches Leben? Etwas in mir weigert sich, neuronale Anregung und Arbeitsflow mit dem Begriff „Stress“ gleichzusetzen. Es sind genau diese Zustände, nämlich das wache, begierige Interesse und völlige „Reinkippen“ in eine spannende Tätigkeit, die zumindest für mich einen Tag erst richtig erfolgreich machen.

„Erfolg bezeichnet das Erreichen selbstgesetzter Ziele“ lautet eine gängige Erfolgsdefinition. Aber entspricht sie der gelebten Wahrheit? Sieht die Erfolgs-Praxis nicht anders aus? Wird mit „Erfolg“ nicht vielmehr das Erreichen von Zielen, die andere für erstrebenswert erachten, bezeichnet? Was wäre denn Ruhm ohne Bewunderer? Was wäre Anerkennung ohne das Bedürfnis danach? Was wären Reichtum ohne Konsum und Schönheit ohne Neider?

Ist ein wirklich selbstbestimmt erfolgreiches Leben nicht eines, in dem einem nichts mehr fehlt? Ein Leben ohne Leidensdruck? Ein Leben in zufriedener Ausgeglichenheit? Gezeichnet von Gefühlen des Ankommens in der eigenen Mitte, geprüft durch den nachhaltigen Zustand heiterer Gelassenheit? Herausgefordert durch widrigste Umstände innen und außen und doch stets früher oder später in ein tiefes Lächeln mündend?

Nein, klingt langweilig. Die Sache mit dem Loslassen von äußeren Zielen klingt doch etwas nach notgedrungener Altersweisheit oder weltfremden Meditierenden. Geld, Macht, Geschwindigkeit – das zählt. Oder Beziehung, Hochzeit, Familie – darum geht’s doch. Haus, Hund, Garten. Reisen, Genuss, Abenteuer. Oder alles zusammen.

Was uns „erfolgreich“ aussehen lässt unterscheidet sich, je nach sozialer Prägung. Bei aller Differenz, eines bleibt: Das Leben will ausgekostet, die Sinne wollen stets mehr gereizt als befriedigt werden. Schlichtweg weil das Leben sich so geiler anfühlt. Sinn? Ist anstrengend, gestehen die einen. Wird angesichts der unvermeidlichen Veränderlichkeit allen Wissens überbewertet, denken die zweiten. Macht keinen Spaß, denken die anderen. Ein sinnvolles Leben zu führen, ohne dabei sichtbar im Außen Erfolg zu haben, ist scheinbar in unserer Gesellschaft nicht viel wert. Die alternativen Spinner, die Selbstversorger oder Künstler, Bio-Freaks oder Sportfanatiker, die haben doch nicht wirklich Spaß im Leben, oder? Und die meint dieser Blog auch nicht. Ich wende mich an Menschen wie ich sie aus meinem beruflichen Umfeld kenne: wirtschaftlich sattelfest, eigenständig denkend, keine Heilslehre suchend und vom Lebensstil wohl eher als „normal“ zu bezeichnen. Und von ihnen kenne ich diese Frage, die sie aber nur selten klar und deutlich aussprechen, nur zu gut: Was ist Erfolg, wenn er einem nicht von anderen attestiert wird?

 Was ist Erfolg?

Dass „Erfolg“ nicht unbedingt etwas mit „Leistung“ zu tun hat, wissen wir seit der tragi-komischen Frage eines österreichischen Lobbyisten „Was war mei Leistung?“. Die Antwort darauf ist nicht wirklich wichtig, solange keiner nachfragt. Sie braucht nur halbwegs glaubhaft die Wanderschaft viel zu vieler Euros rechtfertigen und in den Algorithmen der Steuer keine Aufmerksam erregen. Das ist in der Wirtschaft und wohl auch der Politik scheinbar durchaus üblich. Aufträge, Positionen, Geld. Wer hat, der kann, nimmt und verteilt – und scheinbar fühlt sich niemand schlecht dabei. Und wenn doch, dann geben es die wenigsten zu (siehe österreichische Minister, EU-Abgeordnete, Banker oder auch deutsche Fußballmanager, die unschuldig, unwissend, „patschert“ oder ein Opfer zu sein vorgeben).

Das zu Verführerische liegt vielleicht daran, dass Erfolg, wie er im Allgemeinen verstanden wird, praktischer Weise sehr konkret sichtbar und messbar ist. Die Faktoren für klassischen Erfolg sind allein stehend oder kombiniert ja wenig überraschend:

  • präsentabler Besitz (Klunker oder Flunker, Bling Bling oder Understatement, je nach Belieben)
  • Entscheidungsbefugnis über andere, Geldflüsse, Prozesse etc. (vulgo „Macht“)
  • finanzielle Beweglichkeit (Banken wollen Ihnen Geld leihen, andere wollen Sie für was auch immer nur zu gern bezahlen)
  • überragende Ausnahmeleistungen (Sport, Wissenschaft, Verkaufszahlen: Sie stehen in den Rankings jedenfalls ganz oben)
  • attestierte Meinungsführerschaft (die Medien bezeichnen Sie als Experten, andere Experten wollen, dass Sie die Vorworte zu ihren Werken schreiben)
  • zertifizierter Expertenstatus (Titel, Positionen, Ehrungen, Medaillen)
  • mediale Präsenz (man kennt sie aus Film, Funk und Fernsehen – und wer liest auch aus den Printmedien. Oder anders: aus dem Netz)
  • körperliche Attraktivität (Six Pack, schelmisches Lächeln, tolle Anzüge. Oder zeitlose, durchtrainierte Schönheit, richtungsweisend oder stilvollst gekleidet)

Als erfolgreich gilt, wer obiges vorzuweisen hat und damit Wirkung erzielt und Einfluss nimmt. Dass Erfolg oder Geld nicht glücklich machen sagt der Volksmund. Der isst ja bekanntlich nicht mit dem goldenen Löffel. Die verlockende Karotte des sozialen Aufstiegs bzw. die Angst vor dem Abstieg hat wohl immer noch mehr Anziehungskraft als all die Schätze, die Mann und Frau so im eigenen Inneren heben könnten, die sich aber ach so schlecht vermarkten lassen. Außer man schreibt Bücher oder Blogs. Scherz beiseite. Entertainment rules, so viel steht fest.

Wie kann man unter solch glitzernd-blendenden Umständen von den anders Erfolgreichen erfahren? Jene oft übersehenen „Helden des Alltags“, die durch so Subtiles wie einzelne Blicke, unbeobachtete Taten oder überraschendes Denken elementare Weichen im Leben anderer stellen. Sind es nicht sie, die uns immer wieder, ganz still und heimlich Stück für Stück verändern? Langweilig, ich weiß.

 

BeMeUp!

Der Erfolgsblog ist all jenen gewidmet, die es leid sind, fremden Idealen hinterherzujagen. All jenen, die bereit sind, Erfolg auch woanders zu suchen, als in Geld, Macht und Ruhm. Was nicht heißt, dass Sie nicht zu Geld, Macht und Ruhm gelangen können! Es sind eben jene „anderen“ Wege, die ich Ihnen vorstellen möchte. Wo die denn zu finden sein sollen, fragen Sie sich vielleicht? In Ihnen, sage ich. Und das fern ab davon, langweilig zu sein. BeMeUp heißt dieser Blog nicht umsonst: Jeder von uns hat es in der Hand sein/ihr Held zu sein. Der Maßstab für Erfolg liegt im Auge des Betrachters, und der Betrachter Ihres Lebens sind zuallererst Sie selbst – nicht Ihr Umfeld.

Doch auch in uns sitzt ein scharfer Richter. Eine innere Stimme, die uns mahnt, beurteilt und bewertet, indem sie uns mit dem Blickpunkt der anderen, der Gesellschaft, der Öffentlichkeit, der Eltern vergleicht. Diese Instanz zu entmachten ist der erste Schritt in ein freies, selbstbestimmtes Leben. In ein Leben, das nach eigenen Maßstäben erfolgreich ist. Der Versuch, sich selbst – und seien es nur 5 Minuten am Tag – völlig wertfrei zu betrachten, ist ein spürbar lohnenswerter Start.

Hier am Beginn der Reise zu Ihrem maßgeschneiderten Erfolg stelle ich Ihnen nur die eine Frage: Ist es überhaupt möglich, dass Sie sich selbst vorübergehend nicht bewerten? Damit meine ich:  Ihren Körper nicht verurteilen, Ihre Leistung nicht schmälern oder aufzublasen, sich nicht größer oder kleiner als andere (und seien es nur „vorgestellte“ Figuren wie Superhelden oder verstorbene Eltern) machen.  Durch den Verzicht auf den Akt des Vergleichens wird eine immense Energie freigesetzt. Diese können wir hervorragend dazu nutzen, unser Leben in einem höchstpersönlichen Sinn (noch) erfolgreicher zu gestalten.

 

27 Secret Success Stories

BeMeUp Der Erfolgsblog, verspricht unübliche Wege zum Erfolg. Er erzählt von üblichen Herausforderungen, vom Stress, von Druck, von Geschwindigkeit, Machtmissbrauch, eben den „üblichen Verdächtigen“ im Spiel der Erwachsenen. Und er berichtet von realen aber ungewohnten Umgangsweisen mit dem alltäglichen Wahnsinn. Jede Woche samstags um 10.00 können Sie lesen, was Ihre Mitmenschen schlaflos macht, sie quält und reizt. Und Sie erfahren, wie Sie auf ungeahnte Weise dort Sinn und Sinnlichkeit erschaffen, wo andere verzweifeln…

 Lesen Sie nächste Woche mehr zum ersten Erfolgsthema LIFE LEADER SHIP: Welche Haltung begleitet eine erfolgreiche (Lebens-)Führung?

LIFE LEADER SHIP – Success Story No 2: Samstag, 14.03.2015, 10.00

BeMeUp – Der Erfolgsblog. Jeden Samstag um 10.00 auf http://www.bemeup.today