Special Screen Script 14: LEBENSLANGES LIEBEN

Lust auf lebenslanges Lieben?

Stellen Sie sich vor, Sie haben ein stolzes Alter erreicht, die Haare grau, der Rücken vielleicht schon etwas steif. Sie sitzen auf der Terrasse im Schaukelstuhl und wippen sanft vor sich hin. Doch Sie sind nicht allein: neben Ihnen quietscht ein zweiter Schaukelstuhl. Sie greifen rüber und halten Händchen – mit der Liebe Ihres Lebens…

Hand aufs Herz: Wer wünscht sich so etwas Ähnliches nicht? Mit der Liebe seines Lebens glücklich bis ans Lebensende zusammen sein. Miteinander durch Dick und Dünn gehen. Sich vertrauensvoll fallen lassen und immer wieder aufs Neue angenehm überrascht werden. Und wir stellen uns vielleicht die Frage: „Gibt es ganz bestimmte Zutaten für eine lebenslange Partnerschaft?

Das Geheimrezept

Und tatsächlich gibt es einen Kernfaktor, der Beziehungen nachhaltig erfüllend macht: Je höher die Qualität einer Beziehung ist, desto tiefer und länger währt das Beziehungsglück.

6 Bestandteile bestimmen die Beziehungsqualität

An allen 6 Bestandteilen können wir arbeiten, indem wir sie wie Stellschrauben auf die eigenen und partnerschaftlichen Bedürfnisse abstimmen:

  1. Liebe spüren: die Liebesfähigkeit steigern, indem man sich selbst lieben lernt
  2. Liebe leben: seine Gefühle nicht zurückhalten, sondern teilen – sie mitteilen und spürbar machen
  3. Raum lassen: die eigenen Bedürfnisse und Vorstellungen nicht immer durchsetzen oder immer hintenanstellen. Sich selbst, dem Partner und der Partnerschaft genügend Luft lassen, damit sich das Gemeinsame entwickeln kann
  4. Lebensweg gestalten: Sein berufliches und familiäres Leben so gestalten, dass die Liebe nicht ausgeschlossen wird. Zeit fürs Miteinander schaffen: fürs aufmerksame Miteinander und die genaue Wahrnehmung seiner selbst und des anderen. Zeit für intensiven Austausch auf gedanklicher, emotionaler und körperlicher Ebene
  5. Konflikte annehmen: Aus Reibungen für sich selbst und für die Partnerschaft lernen
  6. Übergangsphasen nutzen: Lebenskrisen gemeinsam bewältigen, ohne die Eigenverantwortung dabei der Beziehung oder dem Partner aufzubürden

Als Gradmesser für die Qualität der Beziehung, die Sie gerade erleben, können Sie sich fragen: Fühle ich mich absolut sicher, während ich mein Innerstes mit dem anderen teile? Kann ich mich völlig entspannen, wenn ich bin, wie ich bin? Und nicht zu Letzt: Schätze ich den anderen, so wie er ist?

Den ORF-Beitrag zum Thema können Sie in der TV-Thek unter „Daheim in Österreich“ vom 11.06.2018 eine Woche lang nachsehenhttps://tvthek.orf.at/profile/Daheim-in-Oesterreich/13887572/Daheim-in-Oesterreich/13979518/Lebenslange-Partnerschaft-Tipps-von-der-Expertin/14314676

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Special Screen Script 12: ZEIT ZUM LOSLASSEN

Nicht klammern – loslassen

Bekommen Sie nur spät oder gar keine Antworten mehr auf Ihre Nachrichten? Haben Sie das Gefühl, dass Ihr Partner und Sie auseinanderdriften? Dann stellen Sie sich wahrscheinlich auch die Frage, ob Ihre Beziehung vielleicht schon zu Ende ist. Sie zu beantworten fällt sicherlich nicht leicht. Vor allem, wenn nicht klar ist, ob einfach nur Zeit für mehr Freiraum angesagt ist, oder ob Sie tatsächlich die Beziehung beenden sollten. Diese Entscheidung ist besonders schwer zu fällen, solange Sie nicht wissen, was in Ihrem Partner vorgeht und warum er/sie sich von Ihnen etwas distanziert. Ein direktes Ansprechen dieses heiklen Themas kann auf der anderen Seite aber recht schnell zu einem „Aus“ der Beziehung führen, denn Ihr Partner sucht ja – aus ihrer/seiner Sicht – nicht grundlos etwas Abstand zu Ihnen.

Unter den folgenden Umständen, sollten Sie aber auf jeden Fall den Rückwärtsgang einlegen und sich klar abgrenzen!

3 Anzeichen, dass es Zeit für einen Rückzug aus der Beziehung ist:

  1. Abwehr: Wenn Sie sich gegenseitig nur noch auf die Nerven gehen. Wenn Streiten die Form von reinen Schuldzuweisungen annimmt, ohne echte innere Auseinandersetzung und ohne dem Willen, einander wirklich zu verstehen
  2. Abwertung: Wenn andere gelobt werden oder mit den Blicken verschlungen werden, Ihnen aber keinerlei Wertschätzung mehr entgegengebracht wird. Wenn einer vom anderen permanent runtergeputzt wird, gar beschimpft wird. Wenn schamlos gelogen und rücksichtslos betrogen wird
  3. Aufmerksamkeit: Wenn Funkstille herrscht, keine fruchtbare Kommunikation stattfindet, kein waches Zuhören, kein interessiertes Nachfragen, keine liebevollen Nachrichten, keine warmen Berührungen, kein geistiger Austausch vorhanden sind. Wenn Hilfe und Unterstützung verweigert werden, etwa im Krankheitsfall. Wenn alles und jeder andere wichtiger ist als Sie und auch die Freizeit ohne Sie geplant wird

Im Allgemeinen ist eine direkte Auseinandersetzung mit genug Zeit und Raum für ein tiefgehendes Gespräch angesagt, wenn Sie das Vertrauen in Ihren Partner und in Ihre Beziehung verloren haben, spätestens wenn die negative Seite die positiven Gefühle über einen bedeutsamen Zeitraum hinweg bei weitem überwiegt.

Stellen Sie in diesem Gespräch Ihr Gegenüber nicht einfach zur Rede und machen Sie vor allem keine Vorwürfe. Stellen Sie sich vielmehr schon im Vorneherein innerlich darauf ein, sie/ihn loszulassen. So wie in dem schönen Song von Sting/Police: „If You Love Somebody Set Them Free”. So machen Sie keinen zusätzlichen Druck auf den anderen, auf die sie/er soundso mit Abwehr reagieren würde. Sie können sich auf diese Weise in aller gebotenen Ruhe mit den Ursachen für die existierende Beziehungskrise auseinandersetzen und ausloten, welche Zukunftsperspektiven Sie beide noch haben.

Den ORF-Beitrag zum Thema können Sie in der TV-Thek unter „Daheim in Österreich“ vom 14.05.2018 eine Woche lang nachsehenhttp://tvthek.orf.at/profile/Daheim-in-Oesterreich/13887572/Daheim-in-Oesterreich/13976780/Nana-Walzer-Rueckzug-aus-der-Beziehung/14299774

 

Special Screen Script 10: THE PERFECT MATCH

Ein echtes Traumpaar

Eine Möglichkeit um herauszufinden, ob Ihr Gegenüber wirklich zu Ihnen passt ist, sich besonders die schwierigen Situationen und kritischen Momente miteinander ganz genau auszusehen. In diesen Augenblicken wird klar, ob Sie beide auch unter Stress und widrigen Bedingungen zusammenhalten. Diese Stressresistenz ist zudem ein guter Gradmesser für die längerfristige Belastbarkeit einer Beziehung. Durchleuchten Sie dazu die folgenden

5 Meilensteine einer gelingenden Beziehung:

  1. Streitkultur: Können Schwierigkeiten offen angesprochen werden? Können Sie miteinander streiten, ohne dass tiefe Verletzungen geschehen? Können Sie Missverständnisse aufklären? Sind Sie beide willens und im Stande, nach einer Diskussion, einem kritischen Feedback oder einem Streit in sich selbst hineinzuhören und zu hinterfragen, was Ihr Anteil daran war? Sind beide fähig, etwaige Fehleinschätzungen oder ein Fehlverhalten nicht nur vor sich selbst, sondern auch vor dem anderen einzugestehen und sich ernsthaft zu entschuldigen? Können Sie beide aus dem Geschehenen lernen und ziehen Sie gemeinsam Ihre Schlüsse fürs nächste Mal?
  2. Wertschätzung: Begegnen Sie einander auf Augenhöhe, also ohne dass der eine oder andere dauernd kritisiert, heruntergemacht oder sonst irgendwie abgewertet wird? Zeigen Sie einander Ihre gegenseitige Wertschätzung? Auch und vor allem während und nach einem Streit? Will keiner den anderen verändern und verlangt aber für sich selbst, so genommen zu werden, wie er ist?
  3. Machtverhalten: Zeigt eine Seite hingegen ein ausgeprägtes Dominanzverhalten, so kann sich dies nicht nur in abwertendem Verhalten äußern. Auch Gefühle können unkontrolliert ausbrechen, ohne dass dafür die Verantwortung übernommen wird. Das kann soweit gehen, dass es im Krisenfall zu verbaler, emotionaler oder sogar körperlicher Gewalt kommt. Ebenso können Ignoranz oder abwehrendes Verhalten deutliche Anzeichen für ein Bedürfnis nach Überlegenheit sein. Auf der anderen Seite der Machtfrage steht hingegen ein stark konfliktvermeidendes Verhalten – quasi die „Sucht nach Harmonie“ – bei dem die Verantwortung für die Lösung eigener und gemeinsamer Probleme und damit für die Entwicklung der Beziehung nicht übernommen wird.
  4. Selbstsicherheit: Dieser Punkt ist besonders spannend. An sich ist eine Partnerschaft, in der beide Partner stark und souverän sind, wünschenswert. Manchmal kommt es aber anders und das muss nicht schlecht sein, sondern kann sich auf den langfristigen Beziehungsverlauf vorteilhaft auswirken: Ist etwa einer der Partner sehr selbstkritisch oder unsicher, dann bleibt er mit höherer Wahrscheinlichkeit selbst in schwierigen Phasen in der Beziehung. Nichtsdestotrotz sollte das Entwicklungsziel die „gleiche Ebene“ sein, denn ein solches Ungleichgewicht bringt wiederum ein ganz eigenes Konfliktpotenzial mit sich.
  5. Das Nähe-Distanz-Verhältnis: wollen Sie mehr Nähe und sterben vor Sehnsucht und „Er“ oder „Sie“ hält Sie hin? Oder klebt sie/er an Ihnen und Sie bekommen keine Luft mehr zum Atmen? Das funktioniert auf Dauer nicht und führt zu Frustration. Hier ist es angesagt, dass beide sich über ihr eigenes Nähe-Distanz-Bedürfnis klar werden und darüber austauschen. So sollte etwa die Angst vorm Verlassenwerden oder vor einem Kontrollverlust von jedem Partner klar erkannt werden. In der individuellen Auseinandersetzung damit kann sich dann auch das Verhältnis zu einander entspannen.

Zusammengefasst stehen die Zeichen für Ihre Beziehung gut, wenn Sie miteinander streiten können, einander dabei wertschätzen und auf Augenhöhe begegnen, die Verantwortung für die eigenen schwierigen Gefühle übernehmen, ein gesundes Maß an Selbstsicherheit und ein passendes Nähe-Distanz Verhältnis haben.

Den ORF-Beitrag zum Thema können Sie in der TV-Thek unter „Daheim in Österreich“ vom 30.04.2018 eine Woche lang nachsehen: http://tvthek.orf.at/profile/Daheim-in-Oesterreich/13887572/Daheim-in-Oesterreich/13975266/Beziehungstipps-von-Expertin-Nana-Walzer/14292653

Special Screen Script 6: BEZIEHUNGSFORMEN & BEZIEHUNGSFALLEN

Warum es manchmal einfach nicht klappen will

Eine Möglichkeit, warum Menschen auf Dauer (also nach der ersten Zeit der Verliebtheit) nicht miteinander können, sind zu große Unterschiede in den Erwartungen, Vorstellungen und Bedürfnisse. Um diese auseinanderklaffenden Differenzen schnell erkennen zu können, hilft es, sich möglichst bald in der werdenden Beziehung Klarheit darüber zu verschaffen. Fragen Sie sich selbst und den anderen, welche der 3 Beziehungsformen Sie beide sich vorrangig wünschen. So können Sie erkennen, ob sich Ihre Vorstellungen decken. Stellen Sie sich dazu die folgenden Fragen:

Wollen Sie mit Ihren Partner vor Allem den Alltag meistern, wollen Sie hauptsächlich Ihre Bedürfnisse stillen oder wollen Sie sich aneinander und miteinander weiterentwickeln?

Eine Beziehung, die auf gemeinsamen Zukunftsvorstellungen und dem gemeinsamen Funktionieren in der Welt beruht, ist eine Funktionsgemeinschaft. Sie suchen dann vielleicht die Mutter/den Vater ihrer zukünftigen Kinder, wollen eine Familie aufbauen, „Haus und Hund“ oder auch nur ein gesichertes und funktionierendes tägliches Leben miteinander teilen.

Wenn Sie viel mehr die schönen Seiten des Lebens mit einem Partner teilen wollen, also etwa gemeinsam Essen, Trinken, Spaß haben, Unterhaltung, Kunst, Kultur, Reisen, Sex etc. genießen möchten, dann suchen Sie so etwas wie einen Spielgefährten fürs Leben. Dies ist eine Bedürfnisgemeinschaft, weil vorrangig gemeinsam körperliche, emotionale und geistige Bedürfnisse gestillt werden.

Wollen Sie vielleicht alles das, aber im Grunde noch viel mehr: miteinander durch Dick und Dünn gehen, das Abenteuer „Leben“ gemeinsam erleben, sich selbst dabei verändern und zugleich miteinander wachsen? Dann suchen Sie eine Entwicklungsgemeinschaft. Hier werden etwa Streit und Spannung zum aneinander Lernen genutzt. Das braucht viel Reflexion und den Willen zur Auseinandersetzung. Manchen Menschen ist aber genau das, dieses gemeinsame Auseinandersetzen mit dem Beziehungsleben, das „Darüber-Reden“ und auch das eigene Selbstreflektieren ein Gräuel…

Hier nochmals die 3 Beziehungsformen im Überblick:

  1. Eine Funktionsgemeinschaft (Alltag teilen)
  2. Eine Bedürfnisgemeinschaft (Bedürfnissen stillen)
  3. Eine Entwicklungsgemeinschaft (sich selbst und miteinander weiterentwickeln)

Stellen Sie fest, welche Form von Beziehung Sie selbst vorranging wollen bzw. in welchem Mischungsverhältnis der drei Formen eine Beziehung für Sie so gut passt, damit sie diese als erfüllend empfinden. Dann können Sie leicht und rechtzeitig verstehen, warum ein anderer nicht, noch nicht – oder vielleicht auch nicht mehr – zu Ihnen passt.

 

SUPER SIMPLE SOLUTION No 26 – BeziehungsWeiser

In der Beziehungsfalle

Es gibt viele Anzeichen dafür, dass eine Beziehung einfach nicht klappen will. Ständige Missverständnisse, unangenehme Unverbindlichkeit, lästiges Misstrauen oder berechenbare Unzuverlässigkeit sind nur einige davon. Auch am Menschen selbst kann man die fehlende Begeisterung für eine Beziehung leicht erkennen: Auf der geistigen Ebene gibt es dann kaum Fragen, kaum Austausch, kaum Interesse für den anderen. Auf der Gefühlsebene zeigt sich eine gewisse Kälte, eine dauerhafte Distanz, jeder bleibt in seinem geschützten Eigenraum. Die Partner freuen sich nicht von Herzen darauf, einander zu sehen. Es wird nicht über die eigenen Gefühle gesprochen und es werden kaum gefühlvolle Zeichen gesetzt oder zweisame, romantische Aktivitäten geplant. Auch im Körperlichen gibt es dann wenig einfühlsame Begegnungen, selten liebevollen Körperkontakt, kaum ein echtes Lächeln oder tiefe Augen-Blicke.

Die Grundfrage: Was will ich eigentlich?

Eine Möglichkeit, warum Menschen einfach nicht langfristig miteinander können, sind ihre unterschiedlichen Erwartungen. Die einen suchen vielleicht die/den Mutter/Vater ihrer Kinder, wollen eine Familie aufbauen, quasi das „ganze Paket“, bis zum gemeinsamen „Haus und Hund“. In diesem Fall müssen die Vorstellungen beider über die gemeinsame Zukunft zusammenpassen. Tun sie dies nicht, dann „funkt“ es einfach nicht langfristig. Da können sich zwei Menschen noch so gut verstehen. Eine solche Beziehung, die auf gemeinsamen Zukunftsvorstellungen und dem gemeinsamen Funktionieren in der Welt beruht, nenne ich Funktionsbeziehung.

Andere wollen eher die schönen Seiten des Lebens mit einem Partner teilen: Essen, Trinken, Sex, Spaß, Unterhaltung, Kunst und Kultur, Reisen etc. Sie suchen dann so etwas wie einen Spielgefährten fürs Leben. Ich nenne diese Form der Beziehung eine Bedürfnisgemeinschaft, weil gemeinsam die eigenen Bedürfnisse gestillt werden.

Und Dritte wollen vielleicht alles das – und mehr: Sie wollen miteinander durch Dick und Dünn, wollen sich selbst verändern und miteinander wachsen können. Diese Menschen möchten eine Entwicklungsgemeinschaft. Hier werden etwa Streit und Spannung zum aneinander Lernen genutzt. Solche Partner machen mit einander einen Prozess durch und werden durch die Erfahrungen letztlich reifer. Auch das Gefühl der Verbundenheit steigt, während sich jeder einzelne mit den anstehenden Themen auseinandersetzt und die Verantwortung für seine Handlungen und Gefühle übernimmt.

Manch anderen ist aber genau das, dieses „Darüber-Reden“ oder das Selbstreflektieren ein Gräuel. Manche wollen keine Familie gründen, ja nicht einmal zusammen wohnen. Dritten ist das „nur Spaß miteinander haben“ einfach „zu wenig“.

Wissen wir, welche Form von Beziehung wir selbst wollen, so können wir besser erkennen, warum ein anderer nicht zu uns passt. Oft suchen wir in einem Partner auch einen „alten“ Typus Mann oder Frau zu finden, einen, den wir unseren Eltern gewünscht hätten oder der gar ähnlich wie ein Elternteil ist. Wenn uns die unterschiedlichen Erwartungen an eine Beziehung bewusst werden und wir uns von alten, nicht mehr passenden Vorstellungen lösen können, fangen wir an, für andere Menschen offener zu werden, die eher unserem Innersten entsprechen. Voraussetzung dafür ist auch, dass wir in Anwesenheit des anderen zu 100% wir selbst sein können – und es auch sind.

Ist es der/die Richtige? Ein Tipp für alle Fälle

Sollten Sie sich nicht sicher sein, ob es mit Ihrem aktuellen Partner „nicht doch noch etwas wird“, so suchen Sie am besten zunächst nach Gemeinsamkeiten in ihren Vorstellungen und Bedürfnissen (siehe die drei Gemeinschaftsformen oben: will der andere eine Funktions-, Bedürfnis- oder Entwicklungsgemeinschaft – und was wollen Sie?). Sind gemeinsame Ziele nur marginal vorhanden, dürfte es auf Dauer schwierig miteinander werden. Finden Sie jedoch eine gewisse Basis an ähnlichen Werten und Wünschen, dann sehen Sie sich genau an, welche prinzipiellen Unterschiede in ihren Vorstellungen vorhanden sind. Nicht, um sie zu ändern, sondern um sie zu nutzen. Beispielsweise, indem Sie vorhandene Differenzen als wiederkehrenden Grund für Spannungen und Aufregungen anerkennen. Auch Reibungswärme lässt sich nutzen, am einfachsten ist sie durch körperliche Nähe abzubauen. Aber auch die Erweiterung des eigenen Horizonts durch geistigen Austausch bietet sich an, wobei nicht das Recht-haben, sondern das Verstehen im Mittelpunkt stehen sollte. Respektieren Sie die Vorlieben des anderen auch in Bezug auf seine Nähe- und Distanzbedürfnisse (etwa wenn der andere „seine Ruhe“ möchte und Sie seine Nähe suchen). Wenn Sie all das getan haben, fragen Sie sich: Will ich ganz ich selbst sein in dieser Beziehung, will ich mich öffnen und zeigen, was in mir vorgeht?

Sehen Sie, ob dieses auf-den-anderen-Eingehen Sie einander vertrauter macht und sich die Beziehung vertieft – oder ob Ihr Gefühl und Ihr Körper Ihnen signalisieren, von der Beziehung Abstand zu nehmen, weil Ihre Vorstellungen, Bedürfnisse oder Entwicklungswünsche zu kurz kommen…

Kleine Werbeeinschaltung

Sind Sie bereit für eine gelingende Beziehung und spannend-entspannende Begegnungen?

Wünschen Sie Menschen in Ihrem Umfeld ein besseres Miteinander, eine wunder-volle Partnerschaft?

Dann wird es Zeit für eine Super Simple Solution!

Nana Walzer: „Die Kunst der Begegnung“. ISBN 978-3-99100-171-3. Erhältlich auch als Hörbuch. Versandkostenfrei lieferbar auf http://www.kuppitsch.at/list?quick=nana+walzer