SPECIAL SCREEN SCRIPT 21: Von der Zukunft der Demokratie in Europa

Demokratie auf dem Prüfstand

Ja, gegen Polen und Ungarn laufen EU-Verfahren, weil die demokratisch gewählten Vertreter dieser Staaten sich ihre nationalen Systeme so zurechtbiegen, dass dabei die Grund- und Menschenrechte, die Rechtsstaatlichkeit und die Demokratie unter die Räder kommen. Die Bevölkerung sieht dabei machtlos zu – und wird mit jeder Maßnahme weiter entmachtet. Warum uns das etwas angehen sollte? Weil diese Entwicklung mit verführerischem (Rechts-)Populismus begonnen hat. Und weil ebendieser für immer mehr Menschen in ganz Europa alltagstauglich zu werden scheint. Das muss uns zu denken geben, denn wenn wir nicht darüber nachdenken beißt uns das Toleranz-Paradoxon in den Allerwertesten: Wer nämlich der Intoleranz gegenüber tolerant ist, der stärkt aktiv die Intoleranz – auch und gerade wenn er gar nichts tut. Davon war schon Sir Karl Popper zurecht überzeugt.

Wie Demokratie zur Demontage der freien Gesellschaft führen kann

Die Gleichgültigkeit den Intoleranten gegenüber hat – gepaart mit etwa massiven Wirtschaftskrisen und sozialer Ungerechtigkeit – bereits in den 1930ern dazu geführt, dass demokratisch gewählte Führungsfiguren sich die Welt so gemacht haben, wie sie ihnen gefällt. Und damit eben nicht „dem Volk“ gerecht werden, wie sie zunächst behaupten. Zu Beginn tun sie so, als ob sie für „das Volk“ stehen, danach herrschen sie über „das Volk“. Sie werden von Opfern der „bösen“ Eliten, Medien oder Migranten etc., die angeblich den Schutz von starken Männern brauchen, schrittweise zu entmachteten Untergebenen, die zu tun haben, was ihnen befohlen wird.

Eine Übertreibung, die uns heute nicht betrifft? Nur, wenn wir aktiv werden und uns für die Gesellschaft einsetzen, in der wir tatsächlich leben wollen.

Es ist Zeit aufzuwachen.

Der Populismus verführt all jene, die Lust auf heiße Emotionen haben, auf grelle Feindbilder, die ihren Vorurteilen entsprechen und ihre Bedürfnisse befriedigen. All jene werden wie die Motten zum Licht gezogen, die sich und ihre Gewohnheiten zu bestätigen suchen. Es ist die Suche nach Selbstwertgefühl und nach Aufwertung, die Suche nach einem besseren Gefühl, die sie auf den glänzenden Hoffnungsschimmer in Form der Verkörperung von aalglatten „Gewinnertypen“ mit patriarchalem Charm hereinfallen lassen. Populisten verführen jene, die einer Zugehörigkeit zu den „Starken“ bedürfen, um sich geschützt zu fühlen. Sie sprechen all jene an, die „zurück zur Normalität von früher“ wollen. Nur dass es niemals wieder „normal“ zugehen wird. Dass diese scheinbar Starken auf die echten Fragen unserer Zeit keine Antworten haben ist dabei keine Neuigkeit. Wo die Entscheidungsträger weniger auf kompetente Sachlichkeit zum möglichst Besten aller und vielmehr auf emotionale Zugkraft und eigene Vorteile achten, ist die freie Gesellschaft in Gefahr.

Warum antidemokratische Kräfte attraktiv sind

Die vox populi, die „Stimme des Volkes“, wirkt offenbar sukzessive immer stärker auf immer mehr Menschen. Die mittig-Rechten, mitunter sogar die Linksorientierten, geben sich dem Opportunismus hin und surfen auf dieser Welle. Die sanfte Stimme der Mitte zersplittert zusehends weiter in viele Fragmente der Uneinigkeit. Sie ist in ihrer Gesamtheit dadurch mittlerweile so leise, dass sie nicht mehr gegen die platten Parolen der Lauten ankommt. Eine wachsende Menge an Menschen gibt sich den frohen Hoffnungen, die der Populismus predigt, hin. Wer genau diese Menschen sind? Sie sind gut untersucht und wurden vielfach dargestellt: die wirtschaftlich und digital durch die Globalisierung Abgehängten, die Alleingelassenen im ländlichen Raum, die schlecht ausgebildeten Männer, die aussichtslosen Jugendlichen, die Abstiegsgeängstigten der Mitte. Diese Klassifizierungen scheinen mir trotz einer fast spürbaren Nachvollziehbarkeit für all jene, die diesen Gruppen nicht angehören, zu kurz zu greifen.

Vom gemütlichen Früher über das holperige Heute zum mysteriösen Morgen

Schauen wir tiefer in die vielschichtigen Veränderungen, die unsere Gesellschaft seit einiger Zeit schon durchmacht, so finden wir faszinierender Weise gleich mehrere Themenfelder, die diesen Umbruch markieren. Wobei die Wandlung eine deutliche Richtung und eigentlich auch eindeutig erkennbare Ziele hat. Aber der Weg in die Gesellschaft der next generation bzw. der next dimension wird kaum professionell begleitet, weder durch politische noch durch zivilgesellschaftliche Integrationsfiguren. Es fehlt das klare Bild einer gelingenden Gesellschaft von morgen, also wie eigentlich genau das Zusammenleben funktionieren soll, wenn wir die Veränderungen dann irgendwann einmal endlich durchstanden haben. Ohne dieses Zukunftsbild, ohne vertrauenswürdige Leitfiguren sowie ohne glaubwürdige, leitende Medien als Wegbegleiter, ist der Stress der Unsicherheit dieser heftigen Umbruchszeiten so groß, dass der Regress, der Rückzug, die Abwehr, die Ignoranz – oder aber die Aggression, die Gewalt, der Kampf ungemein attraktiv werden. „Kopf in den Sand, „Zurück zum Alten“ oder „Kampf dem Neuen“ lauten dann die Devisen…

Was sich gerade ändert und wohin die Reise geht

Dass Menschen und Regionen, Kulturen und Staaten zudem auf unterschiedlichen Entwicklungsstufen dieser Umbruchsphase stehen und unterschiedliche Prioritäten haben macht die Sache nicht leichter. Verständlich werden dadurch jedoch die ganz Europa ergreifenden Grabenkämpfe. Sobald man die Entwicklungslinien, die im nächsten Abschnitt dargestellt sind, ansieht, wird sonnenklar, wer warum wofür und wogegen kämpft. Manche wollen an der linken Spalte festhalten („die gute alte Welt“), andere wollen endlich in der rechten Spalte („die gute neue Welt“) ankommen. Kombiniert mit den Stress-induzierten Handlungsalternativen von Ignoranz, Abwehr oder Aggression ergibt sich überraschend schnell ein Abbild der Positionen von Menschen, gesellschaftlichen Interessensgruppen oder auch Parteien. Das Dilemma Europas ist, dass kaum jemand den Wechsel von „vorher“ zu nachher“ deutlich anspricht, ihn koordiniert, begleitet und den Menschen dabei hilft sich und die Gesellschaft schrittweise weiter zu entwickeln. Ein zweites Dilemma ist, dass Populisten die vorhandenen Klüfte absichtlich nach dem Motto „teile und herrsche“ vertiefen, sodass die Gesellschaft auseinanderzudriften scheint anstatt zusammenzuwachsen und gemeinsam zu Wachsen.

Entwicklungslinien und Bruchstellen der Europäischen Gesellschaft

  • Analoge Welt                                                       –>  Digitale Welt
  • Glaube an ewiges Wirtschaftswachstum      –>  Nachhaltige Wirtschaft
  • Nationale Gesellschaften/BürgerInnen         –> International verflochtene Gesellschaft(en)/Europäische BürgerInnen/Global-Gesellschaft
  • Institutionell-religiös Orientierung               –>  Individuell-spirituelle Orientierung
  • Glauben(ssysteme)                                            –> Wissen(schaft)
  • Patriarchal Führende                                       –>  Gleichberechtigt Führende
  • Autoritäre Systeme                                            –>  Demokratische Systeme
  • Mono-ethnische Gruppen                                 –>  Multi-ethnische Gruppen
  • Monokulturell geprägte Regionen                  –> kulturell vielfältig geprägte Regionen
  • Exklusive, starre Identität                                –> Inklusive und liquide Identität
  • Konkurrenz                                                         –> Kooperation

Wir bewegen uns mit unserer Lebenswelt schon seit Längerem von links nach rechts (im Sinne der obigen Aufzählung). Aber manchen geht das einfach zu schnell. Andere haben das Gefühl, die Basis ihrer Identität zu verlieren, fühlen sich angegriffen, wissen nicht mehr wer sie in der neuen Welt sein sollen – ohne sich die befreiende Frage zu stellen, wer sie eigentlich sein wollen. Dritte wiederum sehen nicht, wie die Zukunft aussehen kann. Vierte nutzen all dies aus und versprechen das Gewohnte aus dem Hut der verklärten Vergangenheit in die vorgestellte Gegenwart zu zaubern.

Dabei wäre alles so einfach. Wir verändern gemeinsam die in sich abgeschlossenen, inkompatiblen und Andere exkludierenden Systeme in eine Gemeinschaft, die mit Hilfe eines transkulturell-systemischen Rahmens (= Grund- und Menschenrechte, Demokratie, Rechtsstaatlichkeit, Säkularität) für das friedvolle Zusammenleben in aller Vielfalt sorgt.

Was die Demokratie der Zukunft schon heute braucht

Es sind vor allem demokratiefähige und -willige Europäische BürgerInnen, die unsere Gesellschaft heute schon braucht um morgen miteinander leben zu können. Wir brauchen Führende, die klar wissen, warum und wie wir alle gemeinsam, wenn auch vielleicht zeitversetzt, in der oben rechterhand angegebenen Spalte ankommen. Wir brauchen Medien, die emotional verantwortlich, sachlich kompetent und einfühlsam diesen Weg begleiten und das Ziel dabei nicht aus dem Augen verlieren. All dies verlangt Menschen, die wissen, was sie wollen – nicht für sich, sondern im Sinne der Menschheit, also im Sinne aller Menschen. Die mitgestalten wollen, aber nicht um der Macht, sondern um des Ergebnis Willen. Die einander erkennen und miteinander in einer Kooperationsgesellschaft diskursive Überzeugungsarbeit leisten können und wollen.

Es ist letztlich der Diskurs, der darüber entscheiden wird, ob wir miteinander leben lernen. Es gilt dabei der oftmals praktizierten pro-kontra-Logik, wie sie etwa im EU-Bashing in einer Reduktion auf „Ja oder Nein zur EU“ üblich wurde, eine Absage zu erteilen. Es ist das verstehende und einfühlende „sowohl-als-auch“, das unter dem Dach des „größeren gemeinsamen Ganzen“ aus Irritationen zunächst Informationen und letztlich Innovationen machen kann. Jeder einzelne zählt in diesem Prozess. Jeder Dialog ist ausschlaggebend.

Demokratie heißt aktiv mitreden und mitgestalten

Dazu können Gespräche zuhause oder auf der Strasse genauso beitragen wie Diskussionsrunden oder Medienaktivitäten. Private Postings sind dabei genauso wichtig wie Führungskräfte und andere gesellschaftliche role models und Meinungsmachende. Wo ein Wille, da ein Weg in eine gelingende Zukunft. Ich wünsche uns allen den Mut zum Willen und die Kraft, auf dem Weg zu bleiben, auf dass wir alle gemeinsam in einer rundum lebenswerten Zukunft ankommen.

Auszug aus meinem Beitrag zur ORF-Podiumsdiskussion „Der Auftrag: Demokratie“, aufgezeichnet im Radiokulturhaus am 06.11.2018

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Surprising Salon Session No 11: On the Road Again

Die Welt ist nicht genug

Ich gestehe, ich bin ein Trekkie irgendwie. Damals, als das Fernsehen noch aus 2 Kanälen bestand und meine Kindheit in Schwarz Weiss abgespeichert wurde, da hatten abenteuerliche Figuren eine immense Anziehungskraft. Old Shatterhand war die erste dieser Verkörperungen vom großen Abenteuer, mit der ich mich identifizierte. Mann? Egal. Wilder Western? Ja bitte – bloss schön weit weg. Dort, woanders, war das Leben voller Aufregung, voll duftender Verlockung. Es waren sinn- und ehrenhaften Aufgaben, die zu weiten Reisen und unberechenbaren Kämpfen anspornten. Es waren auch zeitlich begrenzte, episodenhafte, heute würde man sagen: projektbezogene Aufgaben, die dem Suchen der Beteiligten eine situativ gültige Richtung gaben. Vor dem Hintergrund ihrer lebenslangen ungelösten Fragen, die sie überhaupt erst auf diesen, ihren Weg brachten. Vordergründig suchten sie dabei nichts anderes als Neues, Ungeahntes, Unerforschtes – sie wollten einfach immer nur das Richtige tun, je nach Anforderung des Momentes. Old Shatterhand, wie auch Cpt. James T. Kirk, war die eigene Welt nicht groß genug, es galt Neuland zu betreten und sich zu beweisen, nicht die Liebe zu finden. Warum ist aber gerade das Neuland so anziehend? Weil wir nicht wissen, was passieren wird. Weil wir uns auf uns verlassen müssen, um im Unbekannten zu überleben. Weil wir uns beweisen können, dass wir etwas schaffen, was garantiert noch niemals jemand vor uns jemals getan hat. Aber gibt es solche, fremde Welten auch hier bei uns – oder nur in der Literatur, im Film, im Kopfkino?

Alles außer irdisch

Wo beginnen die Spannung, der Spaß und das Spiel so richtig aufregend zu werden? Dort, wo die Grenzen der bekannten Welt endgültig überschritten werden. Weit jenseits des Rollenspiels, tief im Ernst des gefährlich unwissenden Überlebens. Zumindest theoretisch. Denn, seien wir uns ehrlich: Wer möchte denn wirklich Old Shatterhands oder Cpt. Kirks Leben führen? Beim einen keine Hygiene, Schlafen im harten, kalten Freien. Beim anderen ein Leben auf dem ewigselben Raumschiff mit den ewig selben Leuten. Bei beiden ständige Gefahren und niemals irgendwo ankommen.  Eigentlich ein unbequemes, unerfreuliches Leben, das vor Entbehrungen nur so strotzt. Doch was wirkt dann so stark auf uns? Ich behaupte es wirkt, dass beide Reisende sind, die ihr innerer Kompass auf Linie hält. Keine Regeln außer den eigenen, denen es zu folgen gilt. Doch die eigenen sind glasklar, die des moralisch integeren Freiheitsliebenden und des kreativ-kraftvollen Sternenflottenoffiziers. Klare Rollen mit eindeutigen Lebenswegen, die hier vorgelebt werden: Der ewige Abenteurer und Entdecker, der Held und Beschützer, Retter und nur gelegentlich Liebende – all das sind archetypische Grundfiguren, die uns in ihrer Reinheit und Eindeutigkeit ansprechen. Ideal im Selbstverständnis, konsequent in den Entscheidungen. Notfalls bis in den Tod für die eigenen Werte und Ansichten gehend. Alles für “das Richtige” riskierend. Doch Otto Normalbürger ist nun mal ein Irdischer, ein Mensch den die Komfortzone fest im Griff hat, der sich nicht allzusehr hinauslehnen will ins Unbekannte. Den der alltägliche Überlebenskampf schon fest genug im Griff hat. Da bleibt keine Überschussenergie ürbig, um noch mal schnell die Welt zu retten. Aber warum ist unser Überlebenskampf den um so viele unendliche Grade weniger spannend als jener der Helden und Heldinnen aus Star Trek und Co?

(Lass die) Fantasie los

Berechenbar, planbar, überschaubar, kontrollierbar, mit einem Quäntchen angenehmer Überraschung und vielen Glücksmomenten gewürzt – so haben wir’s gern. Nur in unseren Tagträumen sind wir Superstars, Helden und strahlende Ritter. Aber was brauchen wir, was bräuchten wir eigentlich, damit unser Alltag filmtauglich wird? Einen Zaubertrank, der uns unbesiegbar macht? Eine blaue Pille, die uns der Illusion beraubt, im Konsum Zufriedenheit zu finden? Von beiden etwas: Das Selbstvertrauen, dass egal was kommt, wir uns auf uns verlassen können, unseren Weg finden werden. Und den Mut, der Wirklichkeit ins Auge zu sehen, egal wie nackt, kalt und unwirklich sie auf uns wirkt. Um neue Wege zu gehen brauchen wir zum einen unseren inneren Kompass, das Wissen, was wir für wirklich wichtig halten, und zum anderen eine allumfassende Offenheit nach Außen hin, den Willen, das wahrzunehmen, was tatsächlich da ist und nicht was wir sehen wollen oder wovor wir uns zu fürchten glauben. Die knallharte Realität ist um unendliche Welten skurriler, als wir uns das auch nur ansatzweise vorstellen können. Und wir selbst sind um Äonen stabiler und heldenhafter wenn es darauf ankommt, als in unserer erwartungsvollen Sicherheitszone. Worauf warten wir denn dann noch? Auf geht’s. Oder? Hält uns vielleicht doch noch etwas fest? Ein “altes Leben”, das aufrechtzuerhalten wir uns verpflichtet fühlen?

Ein Leben jenseits der Rolle

Meine Identifikationsfigur bei “Next Generation” war Deanna Troi, der Schiffscounselor mit der verantwortungsvollen Fähigkeit, die Emotionen anderer lesen zu können. Irgendwie bin ich ihr, meinem fiktiven Rollenmodell, über die Zeit ähnlich geworden. Statt auf Raumschiffen wurde ich Berater für Firmen und Führungskräfte, ein kommunikativer Transformator für innere Konflikte und äußere Widerstände. Und jetzt? Wird es Zeit für neue Rollen und Aufgaben, Zeit für die “Next Dimension”. Und falls jemand unter Euch an der K(l)ippe steht und sich überlegt, das Altbekannte hinter sich zu lassen: Lassen wir uns nicht einengen durch all das, was bisher gut funktioniert hat. Lassen wir uns nicht einschüchtern durch all das, was noch nie irgendwohin geführt hat. Seien wir schlicht und einfach unendlich neugierig, wo uns unser Weg hinführen wird, wenn wir nur mehr unserem inneren roten Faden folgen. Das Abenteuer unseres Lebens wartet…

 

SUPER SIMPLE SOLUTION No 9 – Krieg und Frieden

Umbruch – Abbruch – Aufbruch

So kann es nicht weitergehen“, hört man diese Tage allerorts. Wirtschaft, Arbeitsmarkt, Bildung, Sozialwesen, Gesundheitswesen, Pensionen etc. – lauter offensichtlich weder einfach noch schnell zu klärende Dauerbaustellen. Und im Verweilen inmitten eines scheinbar ewigen Prozesses, der ebenso scheinbar niemals zur Kraft einer notwendigen Erneuerung findet, klopft schon  ab und an die Frage an: Können systemisch notwendige Weichenstellungen überhaupt herbeigeführt werden, solange hauptsächlich systemerhaltende Kräfte an der Macht sind?

Doch braucht es tatsächlich ein „blaues Wunder“, das einer Kriegserklärung an die Vernunft und Menschlichkeit gleichkommt, um frisches Wasser auf die stockenden Mühlen der sukzessiven Veränderung zu gießen?

Noch pointierter gefragt: Brauchen wir unbedingt die Emotionen von Hass und Angst, um dem real vorhandenen Frust in der Bevölkerung, dem medial geschürten Eindruck der Hoffnungslosigkeit und vor allem der generell zu beobachtenden Orientierungslosigkeit lautstark Ausdruck zu verleihen?

Wer hat Macht?

Brauchen wir wirklich eine Art gewalt(tät)igen „Reset-Button“?

Eine solche Frage in Zeiten wie diesen zu stellen, klingt für viele leider gar nicht utopisch. Und das macht die Frage an sich durchaus gefährlich, was unseren lieben Frieden betrifft. Aber wäre eine alternative „sanfte Revolution“ ausreichend, um jene Funktionsweisen der auf kurzfristigen Profit ausgerichteten Finanzwelt und des auf kurz- und mittelfristigen Wählergewinn ausgerichteten Politzirkus, effektiv und grundlegend in Richtung Nachhaltigkeit und Menschlichkeit umzuformen? Es darf gezweifelt werden…

Im Zweifel jedoch liegt eine oft unbeachtete Kraft: Die Kraft zu hinterfragen, in welchen Händen die Macht liegt und liegen sollte. Liegt sie dort, wo sie bisher war, können viele davon ausgehen, dass ihre Interessen durch jene, die die Strukturen so wie sie sind mit aufgebaut und erhalten haben, gewahrt bleiben – und sich daher nicht allzu viel verändert. Logisch. Man kann nicht beides haben – alt und neu. Der Vorteil des „alten Systems“ liegt auch noch auf einer anderen Hand: Man darf darauf hoffen, dass sich die „alten Hasen“ auskennen, wie unser Staat denn so funktioniert und was daher „geht“ und was nicht. Viele bezweifeln aber zugleich und berechtigter Maßen, dass die seit Jahrzehnten schon als notwendig erachteten Reformen unter solcher Führung tatsächlich angegangen, geschweige denn umgesetzt werden. Der liebe Friede schürt also den brodelnden Kriegswillen.

Was anders wird, wenn nichts anders wird

Wenn es bloß so bleibt wie jetzt“ lautet die ängstliche Einstellung derer, denen es recht gut geht. „Frieden um jeden Preis!“ heißt für viele zwischen Optimismus und Pessimismus Unentschlossene das prinzipielle Motto, an dem sie sich orientieren. Für wiederum andere zeigt aber das Zünglein an der Waage zwischen Vertrauen und Aggression eindeutig nach rechts. Wenn nichts anders wird, werden diese Menschen mehr. „Jetzt ist Schluss!“ fordern sie, die nach Veränderung hin zu mehr Sicherheit und Klarheit streben. Aber welche Veränderung vermag diese Resultate zu erzielen? Zurück zur „guten alten Zeit“? Eine Illusion. Zeit läuft nicht rückwärts. Diese Menschen wollen eigentlich ein Gefühl von Sicherheit, und das um jeden Preis. Aber womit sie sich zufriedengeben ist leider bereits das Versprechen von Sicherheit. Denn es funktioniert auf der Gefühlsebene. Der Kopf allerdings kann nur schütteln: Ein solches Versprechen in veränderungsintensiven, wenig planbaren Zeiten! Reine Bauernfängerei. Oder? Starre Ideologien geben die entsprechenden Heilsversprechen ab – und sie können durchaus Systeme verändern. Hin zu weniger individueller Freiheit, weniger demokratischer Mitbestimmung, weniger Mitmenschlichkeit. Freiheit, Gleichheit und Mitmenschlichkeit sind keine relevanten Größen totalitärer Weltanschauungen. Sicherheit durch Kontrolle, Planbarkeit durch Ausgrenzung und Orientierung basierend auf Abwehr hingegen schon.

Daumen hoch für Daumenschrauben

Und obwohl viele wissen, dass die neuen alten Kräfte des blauäugigen Nationalismus oder des grünäugigen Weltverbessertums  neben frust-entlastenden Emotionen und vielversprechenden Grundsatzforderungen nur selten alltagstaugliche, praktikable Lösungen liefern, nutzen sie ihre Macht, den alten Nicht-Veränderern durch ihre Stimme zu drohen. Das ist ihr gutes Recht. Und es zwingt sogar alteingesessene Regierende in die Knie. Niemand kann sagen, wo uns das hin führt. Krieg oder Frieden?

Revolution und Evolution

Wo ist also eine Lösung in Sicht? Erst da, wo wir eine Lösung auch tatsächlich suchen. Jede Problemstellung braucht zunächst eine Zielvorstellung, um von beiden Punkten ausgehend einen Weg zur Lösung zu finden. Die Frage, die sich uns Wählern diese Tage stellt lautet weniger: „Blau oder Grün?“ In dieser Frage finden sich weder praktikable Zielvorstellungen, geschweige denn alltagstaugliche Lösungen.

Kehren wir also zunächst zum Ausgangspunkt zurück, indem wir fragen: „Was ist das Problem?“ Und auf einmal liegt die Antwort klar auf der Hand: Unsicherheit, Hoffnungslosigkeit und Orientierungslosigkeit. Erlebt etwa am Arbeitsmarkt, geschürt vor allem durch das Feuer der Medien.

Daran anschließend stellt sich die entscheidende Frage: „Wie können wir in unserer Gesellschaft Stabilität, Aussichtsreichtum und klare Ausrichtung entwickeln?“ Ohne dazu das Blaue vom Himmel zu versprechen.

Wenn das Problem der vermeintliche Stillstand in allen eingangs erwähnten  Feldern ist – liegt dann das Ziel nicht erst recht in einer spürbaren Weiterentwicklung? Nicht im Rückschritt, nicht im Festhalten, sondern im lösungsorientierten Weiterdenken und Weitergehen? Aber wo sind sie, die Vordenker, die Systemwandler, die „gesellschaftsgenetischen Mutanten“ – die zugleich wissen, „wie der Hase läuft“? Wo sind die tatkräftigen Visionäre mit Systemerfahrung, die energiegeladenen „Start-ups“, geleitet von den „Business-Angels“ unserer Gesellschaft?  Sie existieren, aber oft sind sie Einzelkämpfer oder medial wenig beachtete Organisationen, jedenfalls nur selten öffentlich sichtbar in politischen Parteien oder Interessensverbänden organisiert.

Zukunftssicherung durch Vergesellschaftung

Wir miteinander!“ sollte nicht nur das Motto all jener lauten, die unsere Gesellschaft zum nachhaltig Besseren im Sinne der Menschlichkeit verändern möchten. Sie mögen sich zusammenschließen, medialen Einfluss gewinnen und politische Strukturen formen – vielleicht eine Art Zukunftsministerium gründen, in dem Arbeitskreise aus praxiserprobten nachhaltig-visionären Experten vereint und verschränkt arbeiten. Ein think- und do-tank. Hier können die notwendigen systemischen Veränderungen strategisch geplant werden. Notwendige Veränderungen sind jene, die zu mehr Menschlichkeit, mehr Gleichberechtigung und mehr Miteinander führen. Ein besseres Leben für alle ermöglichen. Sozial-ökologisch-ökonomischer Fortschritt. Und von dieser Positionierung aus sollte auch die Umsetzung konsequent inhaltlich und kommunikativ begleitet werden. Von unseren Politikern und Medien. Und das alles geschieht unter Einbezug der zur Mitgestaltung willigen Bevölkerung. So würden wir die manchmal kriegerisch anmutende Lust auf Veränderung in die friedliche Kraft der Erneuerung zum Besten aller kanalisieren. Simpel? Solutions!

MOTIRECTION

Secret Success Story No 15 – über die Lebenskraft aus Leidenschaft

In The Still Of The Heat

Der Sommer war heiß, indeed. In der Hitze scheint vieles still zu stehen. Der Druck, etwas zu verändern, verdunstet in der Bewegungslosigkeit. Der Weg und das Ziel verschmelzen im Hier und Jetzt, es ist schlichtweg zu heiß für große Sprünge oder kleinen Zweifel. In der Hitze regiert das Sein. Nur unter dem kühlen Hauch einer Klimaanlage springen die Lebensgeister wie eh und je von Sinn und Richtung zu In-Frage-Stellen und  Mehr-oder-Anders-Wollen.

Jetzt ist es wieder kühler und das Drängen nach Neuem schlägt sich mit der Übermacht des Alltags herum. Die Ehrlichkeit des Notwendigen besiegt den Keim von Hoffnung oder Leidensdruck: Ersehnte Veränderungen punktgenau anzupeilen und kraftvoll durchzuziehen – das ist der Stoff von Ratgebern (menschlichen oder literarischen), viel zu selten entspricht er der Realität. Viel zu verlockend ruft uns das altbekannte eigene Lied und wir bleiben dem heimischen Sumpf von „geht nicht“, „war schon immer so“, „kann nicht“, „darf nicht“, „wenn ich nur…“ etc. treu. Vorher war die Hitze da, der Urlaub und das Abschalten. Jetzt ist es der Alltag, jene allzu heimtückische Überforderung durch Fremdbestimmungen aller Art.

In den Passion-Drive schalten

Verstehen wir „Erfolg“ jedoch als die Erfüllung unserer größten Träume und tiefsten Sehnsüchte, als die Verwirklichung unserer eigenen Vorstellungen von uns selbst und der Welt, dann bleiben wir auf oben geschilderte Art und Weise wohl ewig erfolglos. Stellen wir uns die ernstgemeinte Frage, wie wir aus dem nebeligen Irrgarten des Altbekannten ins blühende Hochland des Neuen oder zumindest zur vielversprechenden Weite des tatsächlich Möglichen finden, so sollten wir uns nicht länger vormachen, dass Reden und Lesen, Planen und Wünschen, Nachdenken und Vorstellen jemals dafür ausreichen. Es geht vielmehr darum, den eigenen Weg aus der Quelle der eigenen Leidenschaft heraus zu beschreiten. Es gilt, unseren Drive aus dem Inneren zu generieren, unseren Weg aus pulsierender Passion heraus zu bauen und ihn, von derselben Passion in Bewegung gehalten, mit schlafwandlerischer Sicherheit ganz von allein, im wahrsten Sinne von selbst zu gehen. Das Außen wird quasi von innen heraus umgewandelt. Nennen Sie es The Secret, wenn Sie wollen. Doch es ist eigentlich kein Geheimnis, dass die Kraft der Passion, die in vielen von uns noch schlummert, nicht nur uns selbst sondern auch unsere Umgebung zu verändern vermag.

Die Gretchen-Frage

Was rumort derart tief in uns drinnen, auf dass wir willig die allzu eingetretenen oder allzu offensichtlich vor uns liegenden Pfade verlassen? Welcher Ruf in unserem Inneren öffnet uns die Flügel? Was gibt uns den letzten Kick, uns von der Klippe der Sicherheit ins Unbekannte des zutiefst Eigenen fallen zu lassen?

Success is what you define it is“ schreibt Richard St. John in seinem Buch „8 Traits Of Successfull People“, für das er hunderte weltweit Erfolgreiche nach ihren Rezepten und Prinzipien interviewt hat. Allen Erfolgsfaktoren voran steht dort die Passion, gefolgt von der Arbeit, diese Leidenschaft in die Welt zu bringen. Fokus, Druck, Ideen, Verbesserungen, Dienen und Durchhalten sind die weiteren Ingredienzien des Erfolgreichwerdens. Aber all diesen verständlichen Punkten, die sich mit der Umsetzung befassen, voran steht eben die Passion. Leidenschaft heißt nicht umsonst Leiden-Schaft. Es ist ein inneres Leiden, eine ewige Sehn-Sucht, der fast unangenehm starke Druck, der gleich einer Geburt etwas in die Welt setzen möchte, etwas erleben oder bewegen will. Und dieser Prozess ist nicht immer angenehm. Viele von uns streben jedoch Glück oder Zufriedenheit als höchsten Entwicklungszustand an. Für andere ist Liebe das Lebensziel.

Liebe zwischen Sehnsucht und Vergnügen

In Anlehnung an den niederländischen Psychologen Paul Verhaeghe könnte man die Liebe zu etwas oder jemandem so beschreiben: Sie wird aus zwei Tunnel gespeist, die sich von beiden Seiten eines Berges auf einander zu bewegen. Der eine Tunnel ist die Sehnsucht (desire), der andere das Vergnügen (pleasure). Beide schließen einander prinzipiell aus. Der Widerspruch aus Sehnsucht (das Sehnen nach dem Abwesenden) und Vergnügen (die Einlösung der Sehn-Sucht) begründet das Paradox der Liebe. Entweder wir begehren oder wir genießen. Der Genuss ist das Essen der Frucht, das Begehren ist das Wollen derselben. Liebe begehrt und genießt – im süß-schmerzvollen Wissen, dass es nie genug ist, dass immer eine Seite fehlt, denn wenn wir je genug hätten, hätte sich die Quelle der Passion erschöpft. Gerade die nicht zu stillende Sehnsucht speist die mentale Überzeugung, den emotionalen Überschwang, den tatkräftigen Überschuss, der den Liebenden letztendlich unabhängig vom Objekt oder Subjekt seiner Begierde macht und es oder ihn/sie zum Projekt, zur Projektionsfläche werden lässt. Bis „über den Tod hinaus“ vermag die Sehnsucht ihre Wirkung zu zeigen. Lacan beschreibt das Paradoxon passend „Love means giving what you don’t have“.

Unzufriedenheit als Zugpferd

Enjoy! Lautet das Credo unserer Zeit. Die Sehnsucht nach erfreulichen Erlebnissen dominiert unsere Freizeit. Konsum! Lautet der Wahlspruch unserer Wirtschaft. Das Genießen der Kompensationen für unsere Arbeit in Form von Gütern oder Dienstleistungen ist unsere Belohnung für das Voranstellen der Fremdvorstellungen vor unsere eigenen. Parallel zu Vergnügen und Konsum fordern heute etwa Flüchtlingsmassen, Klima oder wirtschaftliche Unberechenbarkeit ein Umdenken. Viele nehmen diese Zeichen wahr und reflektieren, handeln, geben, helfen. Andere wiederum suchen die Defensive, den Rückzug, wollen nichts Veränderliches wahr haben. Zufrieden wollen wir jedoch alle sein. Das Problem mit der Zu-Frieden-Heit ist nur, dass sie im Kern nicht durch Konsum, Genuss, Besitz oder sogar Liebe erreicht werden kann. Zu-Frieden ist jemand, der mit sich und der Welt im Frieden ist. Doch wer akzeptiert sich selbst schon zu 100% so wie er ist und wer sieht nicht, dass diese Welt voller Ungerechtigkeit und Ungleichheit zu Taten drängt? Aus diesem Gefälle, dem Gefälle zwischen erwünschtem Selbstbild und momentan wahrgenommenem, dem Unterschied zwischen erwünschtem Weltbild und momentan vorhandenem, ergeben sich diverse Handlungsaufträge, die lautstark oder subtil nach uns rufen. Sie fordern uns auf, ihnen zu folgen. Doch sind diese drängenden Aufforderungen zu Handeln wirklich eins mit unserer Passion?

Die Verantwortung uns selbst gegenüber

Ist es egoistisch, unseren eigenen Weg zu gehen? Sollten wir nicht alle vielmehr wie Mutter Theresa oder Bill Gates sein und unsere Fähigkeiten bzw. unsere Mittel in das Besser-Ergehen anderer, weniger Begünstigter, stecken? Die Frage, wieviel Verantwortung wir für die Welt, in der wir leben, haben ist keine leicht zu beantwortende. Ja, wir haben – so viel steht fest. Doch sollten wir uns selbst zugunsten des Wohlergehens anderer aufgeben oder vergessen? Lieber die selbstlose Demut statt selbstzentrierte Visionen in uns pflegen? Sollten wir nicht dem großen Ganzen dienen anstelle unserer Passion zu folgen?

Statt eines entweder-oder Gedankens bietet sich hier ein sowohl-als-auch an. Zugleich klingt in diesem Vorschlag der schale Vorgeschmack auf einen müden Kompromiss an. Ein bisschen Konsum, etwas Vergnügen, gewürzt mit ein paar Spenden oder ehrenamtlichen Tätigkeiten. Ist das Passion?

Was treibt uns an?

Mit Passion ist hier auch nicht „Trieb“, also das Drängen nach der Erfüllung körperlicher, emotionaler oder geistiger Bedürfnisse, gemeint. Mit dem Titel Motirection, einer Wort-Kombination aus Motivation und Direction, wird jene Quelle der Ausrichtung unseres Lebens in uns adressiert, die unsere Gedanken, Gefühle und Tatkraft speist, ohne dass wir uns verbiegen, anpassen oder verstellen. Peter Handke hat in „Über die Dörfer“ die Richtung, die aus uns selbst kommt, sowie eine Art Anleitung, wie diese freizulegen ist, folgendermaßen beschrieben:

Spiele das Spiel. Gefährde die Arbeit noch mehr. Sei nicht die Hauptperson. Such die Gegenüberstellung. Aber sei absichtslos. Vermeide die Hintergedanken. Verschweige nichts. Sei weich und stark. Sei schlau, lass dich ein und verachte den Sieg. Beobachte nicht, prüfe nicht, sondern bleib geistesgegenwärtig bereit für die Zeichen. Sei erschütterbar. Zeig deine Auge, wink die anderen ins Tiefe, sorge für den Raum und betrachte einen jedem in seinem Bild. Entscheide nur begeistert. Scheitere ruhig. Vor allem hab Zeit und nimm Umwege. Lass dich ablenken. Mach sozusagen Urlaub. Überhör keinen Baum und kein Wasser. Vergiss die Angehörigen, bestärke die Unbekannten, bück dich nach Nebensachen, weich aus in die Menschenleere, pfeif auf das Schicksalsdrama, missachte das Unglück, zerlach den Konflikt. Bewege dich in deinen Eigenfarben, bis du im Recht bist und das Rauschen der Blätter süß wird. Geh über die Dörfer. Ich komme dir nach.“

Der Rote Faden unseres Lebens

Wir sind weder unsere Geschichte noch unsere Vorstellung von uns. Wir sind auch nicht das Bild, das andere von uns haben. Passion ist jene Schwingung, die jeden von uns auf seine eigene Art zum Klingen bringt und jedes Atom in uns vibrieren lässt. Spüren wir jene Momente, die uns in aller Klarheit offenbaren, was uns kraftvoll strahlen lässt. Verfolgen wir diese Spur. Setzen wir unsere Prioritäten, indem wir Entscheidungen treffen, die unser Leben entlang ebendieser Spur verlaufen lassen. Mit einer solchen inneren Ausrichtung einher geht unbändige Lebensfreude, jenes untrügerische Zeichen dafür, dass wir die unerschöpfliche Quelle unserer Lebenskraft freigelegt haben.

Sind Sie etwa einer von jenen Menschen, denen alles zu langsam geht und die noch viel schneller ans Ziel kommen wollen? Haben Sie keine Zeit zum Austeigen (aus dem Bisherigen), Umsteigen (auf etwas Anderes), Absteigen (vom toten Pferd)? Sind Sie der Meinung, dass die Karotte zum Essen da ist, und nicht zum vor-die-Nase-hängen? Ja: Warum das Ziel nicht in sich, statt vor sich haben? Dann lesen Sie nächste Woche mehr über die Fastcination – Trieb Kraft Geschwindigkeit. Success Story No 16: Samstag, 19.09.2015, 10.00