Surprising Salon Session No 3: WENN DER STEIN VOM HERZEN FÄLLT

Wie schwer wiegt die Liebe?

Da liegt ein großes, schweres Trumm aus Stein in meinem Heim. Es schallt im Stillen lauthals vor sich hin: Die Große Liebe! Es gibt sie! So sicher wie die Unverwüstlichkeit, die Unsterblichkeit, die Leblosigkeit selbst – eben wie: das Ewige am Stein. Das Herz aus Stein ist ziemlich groß, nicht zu übersehen, nicht leicht zu tragen. Nimmt man ihn auf, so zieht er einen runter.

Was sagt uns das?

Die Große Liebe

Ja, es gibt sie. Doch sie sie zu finden ist nicht leicht, sagt schon das Märchen und lehrt das Leben. Obwohl es das doch eigentlich sein sollte, seien wir uns mal ehrlich: Wie schön wäre ein Leben in liebevoller Verbundenheit, wo jeder Mensch glücklich mit anderen verbunden ist. Garten Eden, oder? Die Schwierigkeit, also das Schwere daran ist, dass die Große Liebe für jeden von uns gravierend anders aussieht. Die unüberbrückbare Unterschiedlichkeit unserer Vorstellungen zieht uns im Alltag des Erlebens runter. Wir wissen, dass es, das Große Lieben, möglich ist. Aber irgendwie will‘s nie so richtig passen. Ja sind denn alle rund um uns ver-rückt? Oder gar aus Stein? Nein!

Wonach wir suchen, und warum wir nicht finden

Die einen haben Idealvorstellungen und finden daher – völlig folgerichtig – die  Große Liebe nur in jemandem Unerreichbaren, Perfekten, Erträumten. Das ist ein Mensch (?), der den Traum durch seine lebendige Präsenz nicht zerstört. Indem er/sie nicht wirklich Da ist, kann er/sie ewig und drei Tage König, Königin unseres Luftschlosses bleiben. Mit einer solchen schönen Vorstellung lebend kann man ungestört von jeglicher öden Realität und vom lähmenden Alltag gem-einsam alt werden. Das Subjekt der Begierde braucht nicht einmal von seiner „Auserkohrenheit“ zu wissen. Praktisch eigentlich. Nur ein bisschen einseitig vielleicht ab und an…

Für die anderen ist die Große Liebe ein Mensch auf der gleichen Wellenlänge. Er/sie hat die gleichen Wertvorstellungen oder ähnliche Probleme oder gleiche Interessen. Solange sich nichts an dieser gleichen Ausrichtung und an den ähnlichen Prioritäten im Leben verändert, kann so eine Beziehung ein Leben lang halten. Dass sich aber tatsächlich in einer Lebensspanne nichts ändert, ist höchst unwahrscheinlich. Schweren Herzens schlägt das Erkennen der tiefen Kluft zwischen gewohnheitsmäßiger Erwartung eines ewigen „Wir“ und alltäglicher Einsamkeit der „jeder tut, was ansteht“ irgendwann mit aller Macht zu. Wir ist eine Illusion, sobald der Bezug zum Ich verloren geht und die beiden Dus einander nicht mehr begegnen.

Dritte wiederum ergänzen einander in ihren Bedürfnissen und Mustern. So ist einer vielleicht bestimmend, der andere lässt sich bestimmen. Auch das kann sehr befriedigend sein und lange Zeit einen großen Reiz ausüben. Man passt zusammen, wie zwei Hälften ein Ganzes ergeben. Bis andere Bedürfnisse auftauchen oder die Persönlichkeiten sich wo anders hin entwickeln…

Der Stein, der auf dem Herzen liegt

Der Stein lebt ewig, er harrt so vor sich hin. Er ist. Auch wir sind. Und wir warten. Wir leben in Erwartung. Er-warten vielleicht die Liebe auf den ersten Blick, ein Gefühl, als würde, „der Blitz einschlagen“. Oder auf den Einen Seelenverwandten „da draussen“, auf jemanden mit dem wir in alle Ewigkeit untrennbar tief verbunden sind. Andere warten darauf, zu Zweit endlich Eins zu sein. Aber ganz egal, welche Vorstellung jemand von der Große Liebe hat: Sie ist jedenfalls exklusiv, geschieht nur selten und wenn man sie gefunden hat, dann ist die Suche vorbei. Dann sind wir angekommen und es beginnt der „Ernst des Lebens“…

Irgendwie nicht sehr verlockend, oder? Was ist, wenn das Suchen mehr Spaß macht, als das Finden? Was ist, wenn das Gefundene nicht Das Richtige war? Was ist, wenn das Warten mehr ewige Wahrheit verspricht als das…ja was ist eigentlich das Gegenteil von Warten? Das Tun? Das Sein? Das Werden? Klingt dann doch irgendwie anstrengend. Warten und Tee trinken, träumen und sehnsüchteln. Hach, ungetrübte Freuden des Lebens. Sie können nicht enttäuscht werden. Nur mit der Einsamkeit gilt es ab und an noch umzugehen. Wem es gelingt, dem fällt ein Stein vom Herzen. Oder?

Wahre Liebe

Wenn der Stein, der hier in meinem Salon mit seinen Assoziationswelten so gemein schwer vor sich hin wiegt, seine zeitlose Wahrheit spricht, so flüstert er hinein ins Unbewusste: Liebe. Ja! Groß. Gerne! Aber Vorsicht: Harte Schale. Das Herz gibt’s nur als Form. Der Inhalt? Ist aus Stein.

So ist das mit der Großen Liebe, der Vorstellung und der Erwartung. Schöne Form, lebloser Inhalt. Es wird Zeit für eine neue Deutung der Großen Liebe. Zeit, die Zeichen lebhafter, lebbarer zu deuten. Nicht herzlos, schwer und belastend soll die Liebe sein. Vielmehr herzlich, lebendig und leicht – das ist es doch, worum es geht. Es gilt, die Liebe aus ihrem engen, unbeweglichen Korsett unserer Hoffnungen und Ängste heraus zu entlassen. Damit sie echt, wahr, wirklich werden kann. Damit wir sie atmen können wie Luft, anstatt sie in eine Form zu pressen, sie in Stein zu meisseln.Es wird Zeit für die Wahre Liebe.

Der Funke Wahrheit

Das Zeichen der Wahren Liebe ist nicht das Miteinander-Funktionieren oder das gegenseitige Erwartungen-Erfüllen und auch nicht das gemeinsam Bedürfnisse-Befriedigen. Sondern, dass Es Funkt. So ein Funke fährt uns durch und durch, aktiviert unseren Körper, berührt unser Herz, inspiriert unseren Geist. Entweder nur auf einer dieser Ebenen (Körper, Gefühl oder Geist). Oder der Funke bringt doch glatt unser gesamtes Wesen, also alle Ebenen zusammen zum Aufflackern und zum Lodern.

Das Schöne hierbei ist: Die Kunst des Funkenflugs kann gelernt werden. Bleiben Menschen sich selbst verbunden und in Bewegung (körperlich, emotional und geistig), so können sie das Feuer zwischen einander auch immer wieder entzünden, über die Zeit hinweg. Und noch eine frohe Botschaft: Auf diese Weise müssen und können wir nicht nur Den Einen Menschen lieben. Selbst im Angesicht von Treuegelöbnissen und anderen schwer wiegenden Gewissensfragen können wir die Funken auf Herzens- und  Geistesebene getrost weiter fliegen lassen. Wer sagt, dass die Liebe in unserem Herzen, wenn wir einander wirklich vertrauen, tief im Inneren berühren, uns zu Tränen bewegen oder freudvoll stimmen, nur auf einen Menschen beschränkt sein muss? Warum im Himmels Willen (wessen Wille das auch immer sein mag), soll die Liebe des Lebens nicht mit vielen lieben und des Liebens fähigen Menschen teilbar sein?  Da geht es nicht ums Körperliche. Sondern eben ums Herz und den Geist. Und wenn es geistig „funkt“, dann inspirieren, verstehen oder erweitern wir einander in unseren Horizonten. Warum sollte diese Form des Leichter L(i)ebens nur mit einer Person geschehen oder machbar sein? Wozu ist das Leben denn da, wenn nicht, um die Kunst der Liebe auf allen Ebenen zu lernen und zu leben?

Eben. Und schon fällt er, der Stein vom Herzen…

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Super Simple Solution No 4 – Der Sinn des Lebens

Warum wir verwirrt sind

Halten wir Anerkennung oder Gemocht-Werden für ein Anzeichen von Erfolg, so suchen wir vielleicht auch den Sinn unseres Lebens im Außen. Veräußern wir aber unsere ureigene Sinnsuche, so werden wir zu anderen, als wir eigentlich sind. Das Verstellen, Verbiegen, sich-selbst-Verlassen manifestiert sich früher oder später in Unstimmigkeit. Im Innen wie im Außen. Wir haben uns ver-irrt, wir sind verwirrt.

Wo ist das Licht am Ende des Tunnels?

Bis zu diesem Punkt haben wir nach der Leitlinie gehandelt: Welche Entscheidungen und welches Verhalten versprechen die meisten scheinbaren, also „mich anscheinenden“ Resultate? Wodurch stelle ich mich ins „rechte“ Licht? Diese Haltung verlängert den Tunnel. Fragen wir uns hier: Welchem Licht wollen wir an dieser Stelle unseres Lebens weiter folgen?

Mein Vorschlag: Suchen und folgen wir dem aus uns selbst kommenden Licht. Entwickeln wir die uns eigene Strahlkraft. Leben wir unsere tatsächliche Eigenfarbe. Sie kommt erst dann zum Vorschein, wenn wir ganz wir selbst sind. Ohne Rücksicht auf Verluste und ohne Hoffnung auf Zustimmung. Ohne Angst vor Kritik. Erwartungslos unseren Weg gehen, unserer inneren roten Leitlinie folgen…. DAS macht Sinn. Aber wie finden wir uns selbst, unser eigenes Licht?

Wer bin ich?

Die Antwort darauf offenbart sich überraschenderweise, sobald uns klar wird, wer wir nicht sind. Indem wir die Vorstellungen darüber, wer wir sein sollten oder müssten loslassen, gewinnen wir den Raum für die reine Selbst-Erkenntnis. In dieser formlosen Offenheit kristallisiert sich heraus, was immer schon da war. Wir sind, wer durch unsere Augen sieht und durch unsere Ohren hört. Unser Gewahr-Sein. Alles andere ist Interpretation.

Worum es wirklich geht…

… zeigt sich uns besonders deutlich in den spannenden Übergangsphasen unseres Lebens, in denen wir in die Offenheit katapultiert werden oder in manchmal als leidvoll erfahrenen Veränderungsprozessen, in denen wir Unsicherheit erfahren. Spätestens in der direkten Konfrontation mit dem Tod oder gegen Ende unseres Lebens wird klar ersichtlich und eindeutig spürbar, was wirklich zählt. Menschen mit solchen Grenzerfahrungen1, die unser Leben ins “rechte Licht“ rücken, formulieren die 3 Kernfragen des Lebens in etwa so:

  • Lebe ich?
  • Liebe ich?
  • Bewege ich jemanden/etwas?

Leben, lieben, bewegen

Aber leben wir nicht alle? Nein, viele funktionieren vor sich hin oder warten auf bessere Zeiten, manche verwechseln  das Leben mit „so tun als ob“ sie irgendwer oder etwas anderes als einfach nur Menschen wären.

Lieben wir nicht alle? Nein, viele sehnen und wünschen bzw. beklagen sich eher, anstatt die Quelle der Liebe in sich selbst zu entdecken.

Bewegen wir nicht alle irgendetwas oder jemanden? Nein, nicht so, wie wir könnten. Natürlich strahlt jeder von uns hinaus in seine Welt. Aber die wenigsten achten darauf, was sie ausstrahlen und was sie daher wie oder warum bewegen.

Viele Menschen könnten schon allein dadurch mehr im Sinne von Leben und Lieben bewegen, indem sie schlicht nicht tun, was sie „normalerweise“ so ausstrahlen…

Und wieviel mehr und anderes können wir bewirken, wenn wir uns bewusst dafür entscheiden, alles Mögliche zu tun, was zu mehr Leben und Liebe führt… Ein solches Verhalten muss gar nicht Gandhi-like von Selbstaufgabe oder moralischem Heilsanliegen begleitet werden. Ganz im Gegenteil: Ein derartig auf Leben und Liebe ausgerichtetes Verhalten verändert unser eigenes Erleben auf höchst sinnliche und erfreuliche Art und Weise.

Glück und Zufriedenheit

Viele Untersuchungen2 zeigen, dass in der Qualität unserer Beziehungen der Schlüssel

  • zum kurzfristigen Glück (etwa durch Hormonausschüttungen bei gemeinsamen Höhenflügen verschiedenster Art)
  • zur langfristigen Zufriedenheit (durch die Umgestaltung neuronaler Prozesse und damit der Gewohnheiten in unserem Gehirn)
  • sowie zu dauerhafter Gesundheit (u.a. durch die Stärkung des Immunsystems und den Abbau von Stress) liegt.

Jeder Schritt auf unserem Lebensweg, der uns in Richtung hochqualitative Begegnung – mit uns selbst und anderen – führt, ist daher besonders sinnvoll.3

Sinn und Sinnlichkeit

Erleben wir hochqualitative Begegnungen auf körperlicher, emotionaler und geistiger Ebene, erfüllt dies unser Leben in aller Sinnlichkeit. Und wir strahlen. Unser Strahlen bewegt unsere Umwelt, wie beeinflussen andere durch unsere Lebendigkeit, wir lehren sie alleine schon durch unsere Präsenz das Leben zu lieben. Und der Sinn? Liegt direkt am Weg. Wir ent-wickeln uns – und andere.

Live, Love, Matter.

What else?

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1 beispielsweise die bewegende Geschichte von Brendon Burchard, der sich in der schwierigsten Phase fragte: Did I live?, Did I love?, Did I matter?

2 vgl. etwa der schöne TED Vortrag „The Good Life“ von Robert Waldinger über die „longest runnig study on happyness“, die seit den 1930ern von der Harvard University durchgeführt wird

3 Mehr darüber, wie das eigene Leben auf hochqualitative Begegnungen ausgerichtet werden kann, in: Die Kunst der Begegnung. Vom Ich zum Wir. Der Weg zu einer erfüllenden Beziehung. Braumüller Verlag 2016.

Super Simple Solution No 1: Love Love Love

Short Intro: Was ist schon super simple?

Die Blogbeiträge dieses Jahres stehen unter dem Motto “Super Simple Solutions“. Nicht, weil die Welt einfach wäre, sondern weil sie Klarheit braucht. Komplexität, Gleichzeitigkeit, Pluralismus von Lebenswelten, Ambivalenzen und Widersprüche, Orientierungslosigkeit – sie alle kennzeichnen unser Leben derzeit. Entscheidungsfindung scheint schwer zu fallen, die Richtung geht vielen verloren. Angst und Verwirrung nehmen sich den Platz, den eigentlich die gemeinsame friedliche Lösungsfindung einnehmen sollte. 2016 steht dieser Blog unter dem Motto des „Machbaren im Unmöglichen“: Die Super Simple Solutions präsentieren Sichtweisen, die scheinbar unüberschaubare Dilemmata auf realistisch gangbare Handlungsweisen reduzieren und uns dadurch vom allgegenwärtigen Leidensdruck zurück in die Freude des Seins führen sollen…

Liebe als Urgrund

In der Liebe sprechen die Boten des Geheimnisvollen zu Dir.“ Rumi

Die Liebe ist das Schönste, das uns passieren kann. Sie macht das Leben – und jedes Leiden darin – lebenswert, liebenswert. Aber worin besteht eigentlich das „Problem mit der Liebe“? Meiner Ansicht nach darin, dass sie in ihrer Ungreifbarkeit die größte aller Projektionsflächen für uns Menschen liefert. Das Geheimnisvolle, das Unergründliche, das Unkontrollierbare kann mit Ängsten und Hoffnungen, mit Erwartungen – und Enttäuschungen aufgefüllt werden. Kaum jemand lässt die Liebe einfach Liebe sein. Wir wollen und suchen, halten fest und verteidigen, streiten und leiden. Alles für und wegen und um der Liebe Willen. Oder? Wie viele Kämpfe mit uns selbst und anderen sind letztendlich „der Liebe“ geschuldet? Wahrscheinlich tun wir letztendlich alles aus Liebe. Auch hassen. Und nicht-Fühlen. Liebe ist der Ursprung, der Anfang und das Ende. Ist Liebe damit zugleich der Tod? Ja, zumindest der Tod des Egos, der Tod der Einsamkeit, der Tod der Sinnlosigkeit. Liebe als Urgrund des Daseins. Glaube, Hoffnung – oder Realität?

All you need is…

… ja, aber was denn jetzt? Wenn die Liebe Quelle und Motivation für ebenso viel Gegen- wie Mit-Einander ist, was brauchen wir dann tatsächlich für ein erfülltes und zufriedenes, freudvolles Leben? Vielleicht eine andere, eine  Art „entrümpelte“ Sichtweise auf „Die Liebe“…

Zugegeben, ich glaube nicht an die Liebe. Jede Vorstellung, jedes Sehnen, jeder Glaube an… schränkt ihre tatsächliche, faktische Größe ein, versucht sie in die begrenzte Form unseres Vorstellungsvermögens zu pressen. Die Liebe ist groß. Nein: größer. Als jeder Glaube, als Hoffnung – als Erwartung. Aber ist sie auch größer als die Angst? Ich behaupte ja. Denn sie vermag das Unmögliche zu vollbringen, nämlich die Widersprüche unseres Lebens zu verbinden und dort Einheiten zu schaffen, wo es eigentlich gar keine geben können dürfte.

Liebe ist schlichtweg göttlich menschlich. Herrlich dämlich. Strahlend dumpfsinnig. Das Schönste und Vernichtendste. In der Liebe begegnen sich die Gegensätze und verwandeln Zwei in Eins. Spürbar.

Das Problem mit der Liebe nimmt eigentlich in ihrer unendlichen Schönheit seinen leidigen Anfang. Mit der Vergänglichkeit dieser schönsten aller Schönheiten, der Liebe, beginnt das alltägliche Drama. Dem (befürchteten) Ende der Liebe entspringt die Quelle aller Angst und Hoffnung(slosigkeit).

Das Wunder der Liebe

Die super simple Lösung:

Liebe sein, statt sie erwarten oder ihr nachtrauern.

Liebe leben, statt ihre Absenz zu zelebrieren oder ihren drohenden Verlust zu verfolgen.

Doch wie wird man derart un-abhängig liebe-voll?

So manch Neurowissenschaftler könnte vielleicht einem Alchemisten gleich einen entsprechenden Hormoncocktail, quasi den „Stein der Liebenden“ mixen. Die „richtige Chemie“ für das Gefühl von „Liebe“ setzt sich aus diesem Blickwinkel etwa aus einer Mischung von glücklichmachendem Serotonin, fröhlichen Endorphinen, belohnendem Dopamin, einem aufregenden Schuss Adrenalin, sowie etwas entspannendem Kortisolabbau und geborgenheitsspendendem, vertrauensseligen Oxytocin zusammen. Die Umstände, die eine eben solche Hormonausschüttung fördern, inkludieren beispielsweise viel Bewegung, frische Luft (und tiefe, regelmäßige Atmung), gesunde und ausgewogene Ernährung, viel Sonnenlicht, emotionale Verbundenheit, körperliche Berührung, geistige Herausforderung und Phasen der Entspannung.

Aber wollen wir überhaupt derart simpel liebesfähig werden? Oder möchten wir lieber abhängig bleiben von anderen, von den Umständen, vom Mysterium? Diese Entscheidung liebt in jedem von uns.