LIFE LEADER SHIP

Secret Success Story No 2 – Was führt zum Erfolg? 

Die Kunst der Führung

„Kunst kommt von Können“, höre ich in meinem Kopf. Und „Übung macht den Meister“. Dass ich nicht lache. Vielleicht ist das im Ballett oder der Musik so, Bereiche in denen es klare Regeln und handwerkliche Fähigkeiten zu meistern gilt. Aber in meiner Führungstätigkeit sieht jeder Tag anders aus, weht der Gegenwind stets aus neuer Richtung. Sind die Hürden und Täler, die es morgen zu überwinden gilt heute noch nicht einmal vorhanden.

Die wahre Kunst des erfolgreichen Führens liegt doch nicht im Wiederholen von Handlungsmustern! Wie viele Bücher und Seminare habe ich nicht schon über Leadership gelesen und besucht. Was dort gelehrt wird hilft mir in der Praxis nur selten. Am Reißbrett lassen sich die Ressourcen „Zeit“ und „Mensch“ gut planen. Die Techniken zur Konfliktbewältigung oder zum Umgang mit Veränderungen mögen ja gut und schön sein. Letztendlich gilt, was ich sage. Und es verändert sich was ich sage mit den Umständen. Für mich beginnt echte Führung dort, wo das Training aufhört – ja vielleicht niemals hinkommt. In der Spontaneität des Momentes, in der Aktion. Vielleicht kommen die Begriffe Inspiration, Intuition und Improvisation meinem Führungsstil näher als eine „klassische“ Führungs-Typologie dazustellen vermag, die etwa autoritäre, kooperative oder patriarchale Stile unterscheidet. Ich will fair bleiben: Eine Zeit lang waren solche Leadership-Konzepte und ihre Handlungs-Rezepte durchaus als Reflexionshilfen brauchbar, haben mein Selbstbewusstsein gehoben und Horizonterweiterung oder einfach die Gelegenheit zum Atemholen und Austauschen mit Kollegen geboten.Training und Coaching haben mir andere Sichtweisen und unbekannte Methoden eröffnet. Vielleicht haben sie mich ein Stück weit offener gemacht und mir in schwierigen Phasen den Rücken gestärkt. Aber was bleibt unterm Strich? In der Praxis hilft keine graue Theorie. Dafür ist keine Zeit.

Diese Zeit ist meine Zeit. Und sie verlangt nach mehr. Nach mir.

Der Mensch und das Meer

Der Unplanbarkeit jeden Tages begegne ich so wie ich bin. Ich blocke Unnötiges ab, scanne jede Minute nach Nützlichem, schmiede Brücken in eine tragfähige Zukunft, spanne ein Netzwerk gegenseitiger Verbindlichkeit. Ich entscheide, was geschieht. Das „Wie“ und das „Umsetzen“ überlasse ich anderen. Meine Aufgabe ist es, dieses Schiff sicher durch das unergründliche Meer des Lebens zu manövrieren. Das Meer gibt die Wellen vor, Strömung und Wind helfen oder bremsen. Ich steuere Schatzinseln an, lege an Werften an, nehme Proviant auf. Halte die Mannschaft bei Laune, gebe den Kurs vor und erzähle Geschichten von lohnenswerten Mühen, um verheißungsvolle Ziele zu erreichen. All das verlangt nach Kreativität. Ich kreiere Bilder einer Wirklichkeit, die vorher nicht da waren. Das Meer, der Wind, die Werften sind vorhanden. Weg, Ziele und Schätze male ich wie Landschaften in ein blaues Bild. Menschen, die mir andere Geschichten erzählen, höre ich an – bis ich weiß, ob darin eine Pointe liegt, die ich für die Verfeinerung meines Werkes verwenden kann. Menschen, die andere Bildern verfolgen oder von Unstimmigkeiten in meinem Bild fantasieren, Menschen die nicht in der Lage sind, mein Werk überhaupt zu sehen, will ich nicht um mich haben. Ich brauche Leute, die umsetzen, die tun. Die willens und fähig sind, in meinem Bild die Kraft der Wirklichkeit zu spüren und die es dann durch ihre Arbeit wirklich werden lassen. Ich verstehe gut, warum man „an der Spitze einsam ist“. Bist Du menschlich, wirst Du von den Seeungeheuern, die Dich umgeben und Dir unheimlicher Weise unheimlich nahe stehen, zum Frühstück gefressen. Die Menschen in meiner Umgebung sind keine Jammerer, greifen durch, treiben an und wehren ab. Es sind erfahrene Seeleute, abgehärtet, unerschütterlich, dickhäutig. Das ist es, was ich suche, das ist es, was ich brauche. Da zählt nur die Erfahrung, da hilft schon lange kein Training mehr.

Natural Born Leader

Ja, wir Erfolgreichen halten unseren Kurs zwischen unseren Bedürfnissen und den Notwendigkeiten. Wir wollen genießen, uns umgeben mit wem wir wollen, uns erleben als wen wir wollen. Daneben sind die Kinder standesgemäß zu versorgen, die Häuser zu erhalten, die Verbindlichkeiten zu bedienen. Für die optimale Kursführung ist essenziell, den Schein des Gewinnens überzeugend zu wahren, die Story des Erfolges überwältigend zu erzählen. Natürlich zählen auch die Zahlen – doch wie man von ihnen erzählt, ist ausschlaggebend für die eigene Erfolgsgeschichte. Was für mich noch zählt? Dass mir niemand etwas erzählen kann. Dass meine Geschichten so erzählt werden, wie ich es will. Meine Erfahrung ist der Schild gegen die zahlenmäßig stets steigende Übermacht der Jugend. Ich umschiffe Klippen, die ihnen zum Verhängnis werden, weil ich weiß, wo sie sind und wie man das Schiff steuert. Ich platziere die eine und die andere Seemine. Ich gerate nicht in Untiefen, weil ich sie schon von Weitem erkenne, ich bin ja schon einige Male aufgelaufen, weit in der Vergangenheit. Ich habe einen gesunden Respekt aber keine Angst vor Stürmen und weiß jede Windrichtung zu nutzen. Ich nehme jeden Anflug von Meuterei an der Haltung meiner Mannschaft wahr, an ihren Gesichtsausdrücken. Ich weiß, welche Knöpfe ich drücke, um sie bei Laune zu halten.

Was für mich von Wert ist? Mir diese Frage nicht erst stellen zu müssen, da ich bereits lebe, was mir wichtig ist. Anderen kann ich jederzeit eine eloquente Antwort darauf geben, je nachdem was gerade im Vordergrund steht. Ich führe ja nicht nur Mitarbeiter, ich bin ein Vor-Bild der Gesellschaft. „Je mehr Freiheit, desto mehr Verantwortung“ pflege ich immer zu sagen…

Und wie viel Führungs-Kraft steckt in Ihnen?

In dieser Blogstory geht es um erfolgreiche Führung aus dem Blickwinkel der Praxis. Die Aussagen basieren auf Gesprächen mit Führungskräften – wohlgemerkt Entscheidern, nicht operativ tätigen Managern – aus verschiedenen Branchen. Es handelt sich um eine Zusammenfassung von Aussagen internationaler Unternehmensführer, Gründer weltweit bekannter Firmen bis hin zu Chefs mittelständischer Betriebe. Die Wertfreiheit in der Formulierung dient dem optimalen Nachvollzug. Das Thema ist die Haltung eines Führenden: Zu Steuern ist sein Leben, er stellt seine Rolle nicht in Frage – sie ist die Basis seines Seins.

Lesen Sie nächste Woche mehr über RADIATOREN: Das sind die mit der Strahlkraft, die Erfolg schafft.

Success Story No 3 – RADIATOR: Samstag, 21.03.2015, 10.00

BeMeUp – Der Erfolgsblog. Jeden Samstag um 10.00 auf  http://www.bemeup.today

 

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IM ZWEIFELSFALL

Teaser No 3 – über Erfahrung und Misstrauen

Erfolg und Führung: Eine Hassliebe

Sie gehen ihm maßlos auf die Nerven. Dauernd ist was „Dringendes“, das sich nur als Befindlichkeit und unnötige Zeitverschwendung entpuppt. Ständig wollen sie etwas von ihm: Am liebsten Jammern. Darüber, was alles nicht passt und dass alles so nicht geht. Lösungen wollen sie nicht hören, wollen nur loswerden, wie arm sie nicht sind und wer nicht alles daran die Schuld trägt. Sie wollen, dass er ändert, wie es ihnen geht und wie es bei ihnen zugeht. Wollen, dass er ihre Streitigkeiten schlichtet, ihre Entscheidungen trifft, ja wahrscheinlich sogar, dass er ihre Arbeit macht. Angestellte: ultramühsam, soviel steht fest. Wo sind die guten Leute, sprühend vor Energie, mit viel Erfahrung und dennoch offen für Vorschläge, fähig zur Flexibilität angesichts sich täglich ändernder Umstände? Nein, es ist nicht seine Schuld, wenn sich in unregelmäßigen, unvorhersehbaren Abständen – und in den Augen seiner Untergebenen kommt das viel zu oft vor – die Vorgaben ändern. Nein er kann sie nicht früher kommunizieren und nein, es macht keinen Sinn, seine Belegschaft von halbfertigen „vielleicht-Änderungen“ zu unterrichten. Am liebsten würden sie alles wissen – und sich gerade dann am meisten über die Unsicherheiten des Nicht-Endgültigen, nicht-Planbaren aufregen.

Nicht nur muss er die finanziellen Konsequenzen seines Handelns den Geldgebern und Eigentümern gegenüber rechtfertigen. Er muss auch noch die für den Erfolg des Unternehmens notwendigen Schritte seinen Leuten schmackhaft machen. Er ist so müde. Der Spagat zwischen dem Tun, was ansteht und dem Erzählen, wie toll es doch sein wird, laugt ihn aus. Diese Übersetzungsarbeit von „muss“ in „will“ verbraucht zu viel seiner Zeit und Konzentration. Der Widerstand von unten zehrt seinen Willen zum Verständnis für sie und zum Bauen eines gemeinsamen Weges aus. Kurze klare Vorgaben, das können sie haben. Den Rest wimmelt seine rechte Hand ab. Das hat er eben beschlossen. Komme was und vor allem wer wolle, er muss sich schützen, sonst schmeißt er den Hut drauf. Und Aufgeben kommt nicht in Frage. Sollen doch die anderen untergehen oder endlich Schwimmen lernen. Was geht ihn das an?

Erfolg und Vorbilder: Ein Wunschtraum

Er soll zu seinem Wort stehen. Haltung beweisen, Rückgrat haben, Stärke zeigen. Und für uns da sein. Uns verstehen, für uns eintreten. Wofür schuften wir denn sonst, wenn nicht für ihn? Für die Firma? Wofür möchte er unsere Loyalität, wenn wir ihm egal sind? Es soll gefälligst die Arbeit verstehen! Wie kann es sein, dass man ihnen einen Branchenfremden vor den Latz geknallt hat? Er hat keinerlei Ahnung vom Business, von der eigentlichen operativen Tätigkeit des Unternehmens. Vielleicht kann er rechnen und kennt ein paar Leute. Mag schon sein. Aber kennt er unser Produkt überhaupt? Sieht er unsere laufenden Innovationsleistungen, die rechtlichen Grenzen, den speziellen Absatzmarkt, die anspruchsvollen Kunden? Versteht er, was wirklich wichtig für den Erfolg ist? Welcher Aufwand nötig ist, dass wir überhaupt liefern können? Nein. Das zeigt er mit jeder Nicht-Antwort, mit jedem Nicht-Erscheinen, mit jedem abgesagten Meeting. Oder bei den seltenen Sitzungen, wenn er sich selbst und seine Pläne, die sich ständig ändern und völlig unrealistisch sind, zelebriert. Am liebsten hört er nur sich selbst reden. Er hat Angst vor uns, vor unseren Fragen, vor unseren berechtigten Einwänden. Nur wenn wir ihn gemeinsam in die Mangel nehmen können wir an ihn heran kommen, in ihm Betroffenheit auslösen, ihn dazu zwingen, auf uns zu hören, uns wahrzunehmen, uns wichtig zu nehmen. Denn ohne uns geht gar nichts! Das hätte er wohl gerne: austauschbare Nummern, die schweigend alles machen, was er will. Aber wir sind Menschen, mit Rechten, nicht nur Pflichten. Soll er beweisen, dass seine Entscheidungen etwas wert sind, soll er mal zeigen, dass er sich Mühe gibt. Bis dahin lassen wir ihn anrennen, noch nicht offen und direkt – aber wenn er so weiter macht…

9 Aspekte erfolgreicher Führung: Ein Praxisbericht

Über das erfolgreiche Führen hört und liest man viel. Dort ist dann von soft skills und hard acts, von der guten Stimmung und dem konsequenten Handeln, die Rede. Ja, klare Zielsetzungen und Kommunikation sind essenziell für ein starkes Miteinander. Was noch so auf die Liste der theoretischen Erfolgsbringer gehört und leider im Alltag des „everyday business“ viel zu oft untergeht:

  1. Realistische Zielsetzungen: die Ziele sind prinzipiell erreichbar, eindeutig messbar, klar verständlich und im besten Fall gemeinsam entwickelt. Sie verkörpern Meilensteine am Weg der Unternehmens-Vision, setzen die Unternehmens-Mission um, lassen sich unter Einhaltung der Unternehmens-Werte erzielen und erfüllen die Mitarbeiter mit Stolz und Optimismus
  2. Realistische Ressourcenplanung: die „Human Ressource“, also die Mitarbeiter, ist/sind in ausreichendem Maß vorhanden, sowie fähig und willens, die vereinbarten Ziele zu erreichen
  3. Realistische Budgetierung von Zeit und Geld: „realistisch“ bedeutet hier, einen Puffer von zumindest 20% für Unvorhergesehenes mit einzukalkulieren
  4. Visionsfähigkeit, Engagement, sowie Erfahrung im Umgang mit emotionaler Verunsicherung von Mitarbeitern: gerade in veränderungsfreudigen Zeiten punkten Führungskräfte mit „Leuchtturm-“ und „Fels-in-der-Brandung“-Qualitäten bei gleichzeitiger Ansprechbarkeit und Präsenz
  • Im „echten Leben“ versagen an diesen ersten 4 Punkten bereits viele Leader, vor allem in Zeiten wie diesen, in denen Veränderungen an der Tagesordnung sind
  • Noch mehr Führungsverantwortliche scheitern an diesen Faktoren, an denen sie selbst nicht unbeteiligt sind:
  1. Verständnis der Belegschaft für den kontinuierlichen Wandel von Umständen, Zielen, Aufgaben, Handlungsweisen, Erfolgskriterien, Mitarbeitern, Teams etc.
  2. Prozessorientierte Einstellung: Erfolg ist kein Berggipfel, den es durch sportliche Leistung zu erringen gibt – er gleicht eher einem Fluss mit schwankenden Wellen-Höhen und -Tälern, die entlang es mit der Balance eines Wellenreiters zu surfen gilt
  3. Breit gefächerte Erfolgskriterien (d.h. Umsatz, Wachstum, Gewinn und ROI ergänzend): Innovationskompetenz, Wandlungsfähigkeit, Adaptionsgeschwindigkeit, Lösungsorientierung, Resilienzvermögen, Mitarbeiterfluktuation, Eigeninitiative, Verantwortungsgefühl, Zusammenhalt, stringentes Image nach Innen und Außen, markenkonformer Führungsstil, markenüberzeugte Mitarbeiter, stimmige Unternehmens-Kultur, etc. – im Unternehmen klar dargestellt, messbar gemacht und letztendlich in ein den Prioritäten entsprechendes umfassendes Erfolgsbild gegossen
  4. Flexibilität in den Methoden der Zielerreichung: nein, es führt nicht nur ein Weg – der Weg der Vergangenheit – nach „Rom“, sprich: zum Erfolg. Aber über das wie streiten oft „alte“ und „neuere“ Mitarbeiter – v.a. wenn die Führungskraft „neuer“ ist. Offenheit statt „Recht haben“, auf beiden Seiten. Respekt für Erfahrung aber auch Augen für andere Möglichkeiten
  5. Erfolg als Gemeinschaftsleitung: „Erfolge“ (siehe Punkt 7) gemeinsam definieren, gemeinsam messen und gemeinsam zelebrieren

Lesen Sie ab nächster Woche mehr über bewährte und ungeahnte Wege zum Erfolg!

BeMeUp – Der Erfolgsblog. 27 Secret Success Stories zum Erfolgsfall

Start nächsten Samstag, 07.03.2015, 10.00 mit  THE QUEST FOR SUCCESS

http://www.bemeup.today

Der Blog über ungewöhnliche Perspektiven zum Erfolg