Special Screen Script 12: ZEIT ZUM LOSLASSEN

Nicht klammern – loslassen

Bekommen Sie nur spät oder gar keine Antworten mehr auf Ihre Nachrichten? Haben Sie das Gefühl, dass Ihr Partner und Sie auseinanderdriften? Dann stellen Sie sich wahrscheinlich auch die Frage, ob Ihre Beziehung vielleicht schon zu Ende ist. Sie zu beantworten fällt sicherlich nicht leicht. Vor allem, wenn nicht klar ist, ob einfach nur Zeit für mehr Freiraum angesagt ist, oder ob Sie tatsächlich die Beziehung beenden sollten. Diese Entscheidung ist besonders schwer zu fällen, solange Sie nicht wissen, was in Ihrem Partner vorgeht und warum er/sie sich von Ihnen etwas distanziert. Ein direktes Ansprechen dieses heiklen Themas kann auf der anderen Seite aber recht schnell zu einem „Aus“ der Beziehung führen, denn Ihr Partner sucht ja – aus ihrer/seiner Sicht – nicht grundlos etwas Abstand zu Ihnen.

Unter den folgenden Umständen, sollten Sie aber auf jeden Fall den Rückwärtsgang einlegen und sich klar abgrenzen!

3 Anzeichen, dass es Zeit für einen Rückzug aus der Beziehung ist:

  1. Abwehr: Wenn Sie sich gegenseitig nur noch auf die Nerven gehen. Wenn Streiten die Form von reinen Schuldzuweisungen annimmt, ohne echte innere Auseinandersetzung und ohne dem Willen, einander wirklich zu verstehen
  2. Abwertung: Wenn andere gelobt werden oder mit den Blicken verschlungen werden, Ihnen aber keinerlei Wertschätzung mehr entgegengebracht wird. Wenn einer vom anderen permanent runtergeputzt wird, gar beschimpft wird. Wenn schamlos gelogen und rücksichtslos betrogen wird
  3. Aufmerksamkeit: Wenn Funkstille herrscht, keine fruchtbare Kommunikation stattfindet, kein waches Zuhören, kein interessiertes Nachfragen, keine liebevollen Nachrichten, keine warmen Berührungen, kein geistiger Austausch vorhanden sind. Wenn Hilfe und Unterstützung verweigert werden, etwa im Krankheitsfall. Wenn alles und jeder andere wichtiger ist als Sie und auch die Freizeit ohne Sie geplant wird

Im Allgemeinen ist eine direkte Auseinandersetzung mit genug Zeit und Raum für ein tiefgehendes Gespräch angesagt, wenn Sie das Vertrauen in Ihren Partner und in Ihre Beziehung verloren haben, spätestens wenn die negative Seite die positiven Gefühle über einen bedeutsamen Zeitraum hinweg bei weitem überwiegt.

Stellen Sie in diesem Gespräch Ihr Gegenüber nicht einfach zur Rede und machen Sie vor allem keine Vorwürfe. Stellen Sie sich vielmehr schon im Vorneherein innerlich darauf ein, sie/ihn loszulassen. So wie in dem schönen Song von Sting/Police: „If You Love Somebody Set Them Free”. So machen Sie keinen zusätzlichen Druck auf den anderen, auf die sie/er soundso mit Abwehr reagieren würde. Sie können sich auf diese Weise in aller gebotenen Ruhe mit den Ursachen für die existierende Beziehungskrise auseinandersetzen und ausloten, welche Zukunftsperspektiven Sie beide noch haben.

Den ORF-Beitrag zum Thema können Sie in der TV-Thek unter „Daheim in Österreich“ vom 14.05.2018 eine Woche lang nachsehenhttp://tvthek.orf.at/profile/Daheim-in-Oesterreich/13887572/Daheim-in-Oesterreich/13976780/Nana-Walzer-Rueckzug-aus-der-Beziehung/14299774

 

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Special Screen Script 8: PRINZ ODER FROSCH?

Verlieben ist einfach, doch was danach kommt…

…ist mitunter mehr als ernüchternd. Auf den Rausch der Sinne, auf den Höhenflug des Verliebtseins folgt nur allzu oft der tiefe Fall. Wie schön wäre es, wenn wir das vermeiden könnten! Ein Grund für das immer wieder einsetzende schale Gefühl der Enttäuschung ist die Annahme, dass wir bis in alle Ewigkeit so intensiv verliebt sind und glücklich bleiben. Gegen diese verführerische und hoffnungsgeladene Selbsttäuschung hilft, offenen Auges anzuerkennen, dass die erste Verliebtheitsphase garantiert einmal zu Ende geht. Und zwar nach durchschnittlich 6 Monaten bis etwa 1,5 Jahren. Die Hormonstürme flauen langsam ab und der Alltag kehrt statt dessen Stück für Stück ein. Jetzt lernen wir den anderen und auch uns selbst in dieser Beziehung genauer kennen, und alle Macken und Eigenarten treten vor allem in Stresssituationen deutlich hervor. Niemand kann sich auf Dauer von seiner Schokoladenseite zeigen. Doch damit kommen neue Herausforderungen auf die Beziehung zu. Um Enttäuschungen vorzubeugen, schauen Sie sich am besten so früh wie möglich die häufigsten Verursacher von späteren Schwierigkeiten an.

Achten Sie auf die 5 Beziehungskiller

  1. Der Egofaktor: Wenn Ihr Partner nur auf sich selbst schaut, auf seine Hobbies, seine Freunde, seinen Beruf etc. dann sollte Ihnen klar sein, dass Sie keine zentrale Rolle im Leben des anderen spielen und mit höchster Wahrscheinlichkeit auch nie spielen werden
  2. Die Unsicherheitsfaktor: Wenn fehlendes Commitment Ihres Partners ein ständiges Zweifeln und Grübeln erzeugt und Sie sich einfach nicht sicher sind, ob die Beziehung jemals „etwas wird“. Auch Überlebensnöte wie finanzielle und berufliche Sorgen können eine Beziehung massiv belasten
  3. Der Familienfaktor: Wenn das Miteinander zum Tauziehen wird. Wer macht hauptsächlich den Haushalt? Wer kümmert sich ständig um die Kinder? Wie sehr mischt sich die Schwiegerfamilie ein? Gibt es eine verfahrene Patchworksituation? All das kann frustrieren und zum nächsten Punkt führen:
  4. Der Unlustfaktor: Wenn das Liebesleben, die Lebenslust und das Lustige mit der Zeit unter die Räder kommen. Wenn im stressigen Alltag keine Zeit mehr für die Liebe oder für die traute Zweisamkeit bleibt
  5. Der Vertrauensfaktor: Wenn sich herausstellt, dass Treue, Gleichwertigkeit und Offenheit nicht von beiden gleich verstanden werden. Also wenn einer fremdgeht, ein Parallelleben führt, sich verstellt, den anderen nicht akzeptiert oder als gleichwertig anerkennt. All dies kann uns zutiefst enttäuschen.

Erkennen Sie die ersten Anzeichen für Beziehungskiller schon frühzeitig, so können Sie aktiv damit umgehen, gegensteuern oder Ihre Grenzen ziehen und werden nicht erst im Nachhinein ent-täuscht! Dadurch wird es (selbst im Falle vergangener negativer Erfahrungen) möglich, mit offenen Augen und offenem Herzen das Verliebtsein gleich doppelt zu genießen.

Den ORF-Beitrag zum Thema können Sie hier nachsehen: 

http://tvthek.orf.at/profile/Daheim-in-Oesterreich/13887572/Daheim-in-Oesterreich/13973770/Beziehungsweise-in-Oesterreich-mit-Nana-Walzer/14285092