MIRACLEMEN

Secret Success Story No 25 – über das Mirakel im Mann

Es kann nur Einen geben

Sind Sie alt genug, um den Highlander noch zu kennen? Den Film meine ich. „Es kann nur Einen geben“. Wer ihn kennt weiß: Alle anderen sind entweder öde Sterbliche oder es gehört ihnen der Kopf abgeschlagen. Manchmal denke ich mir: Ja, so funktioniert die Männerwelt. Und nein, ich kann es im selben Atemzug (immer noch) nicht glauben. Das kann es doch nicht sein? Alle sind de facto so lange Konkurrenten, bis sie zu Verbündeten, Untergebenen oder klaren Feinden werden. Die Unwichtigen kommen gleich gar nicht vor. Nur als Zahlen (Mitarbeiter, Bevölkerungen, Flüchtlinge). Nein. Hier regt sich meine tief verwurzelte Männerfreundlichkeit wieder: Das kann wirklich nicht alles sein. Ich mag euch ja. Aber was wollt ihr? Eigentlich und wirklich. So vom Leben, meine ich…

Das MiracleMen-Projekt

Um dieser Frage nach männlichen Erfolgsbildern nachzugehen und alternative Vorstellungen zu obiger Schilderung in der Realität zu erforschen, entwickelte ich – mit männlicher Unterstützung, danke Alex! – ein ganz spezielles Seminar: Das MiracleMen-Weekend.

Das Seminar beginnt damit, der „Männlichkeit“ auf die Spur zu kommen. Wann ist ein Mann ein Mann?, wie schon Herbert Grönemeyer so schön sang… Offenbar reicht ja die reine Anatomie nicht ganz aus. „Wahre Männer“ sind den Aussagen von Seminarteilnehmern nach Männer, die „Es“ geschafft haben. „Es“ hat dabei viele Bedeutungen: erfolgreich im Business, glückliche Familie, beeindruckendes Haus, beeindruckende Frau(en). „Es“ bedeutet, dass sie stark sind oder zumindest angesehen. Männer, auf die man sich verlässt. Führungsfiguren. Echte Männer stehen zu ihren Ansichten und dafür auch ein. Sie stehen ihren Mann. So einiges in ihrem Leben muss jedenfalls bereits (felsenfest)stehen. (Ja, das lass ich jetzt mal so stehen.) Große Männer kämpfen für die gute Sache. Sie sind souverän und überlegen. „Es“ sind Männer, zu denen man aufschauen kann, mit denen man befreundet sein will, die man um Rat fragen kann, die mit Taten glänzen, wenn es darum geht. Geradlinig, ehrlich, unschlagbar.

Kann es denn jemals zwei geben?

Nein. Von Männern als wirklich erfolgreich angesehene Männer sind in ihrem Gebiet einzig und unerreicht. Man(n) beachte die Wortwahl: in ihrem Gebiet. Revier, um nicht zu sagen. Da kommt keiner ran. Territorial gesehen kann es nur jeweils Einen geben. In Allianzen lassen sich die Machtverhältnisse dann ausweiten, die Reviergrößen weiter verhandeln, die Grenzen  noch umfassender stecken. Dabei sind die anderen bloss eine notwendige Verlängerung des eigenen Arms, dienen der Absicherung des eigenen Reiches…

Auf die Frage nach realen „erfolgreichen“ Männern wurden in den Seminaren Vorbilder wie Steve Jobs, Marc Zuckerberg, Jack Welch, Jesus, Cäsar, Alexander der Große etc. genannt. Nun ja, zumeist waren es Wirtschaftsgiganten oder Kriegsherren. Mal abgesehen von den obligaten Glaubensführern. Von denen es wohlgemerkt auch immer nur Einen gab, der vorne stand.

Ein Mirakel wären mehrere

Miteinander erfolgreich sein. Das wäre mal ein männliches Mirakel, weil ein substanziell anderes Erfolgsziel. Das setzte voraus, Erfolg nicht daran zu bemessen, dass andere weniger verdienen, weniger Aufmerksamkeit bekommen, weniger geniale Ideen haben (oder Mann selbst eben mehr). Das setzte Vertrauen voraus. Zu vertrauen scheint aber im Alltag erfolgs-kontraproduktiv zu sein.

Andere Verhaltensmuster herrschen vor, allen voran die Orientierung an der Macht. Wer hat die Macht und wie bekommt Mann mehr davon? Zu versuchen, die Kontrolle durch Überlegenheit zu gewinnen soll helfen, der Angst vor der Enttäuschung, dem Versagen vorzubeugen. Selbst wenn Mann dies bereits weiß und da nicht mehr „mitspielen“ wollte, sebst wenn Mann sich und anderen nichts mehr beweisen will: Was tun, wenn es in der Wirtschaftswelt und der Politik von intriganten Sesselklebern und noch intriganteren Sesselbein-Sägern nur so wimmelt? Oder sehe ich das zu schwarz? Will Mann einfach nur überleben und tut daher, was schlichtweg notwendig ist? Ist das Streben nach Erfolg in Form von Macht, Geld, Karriere, Besser-Sein überlebens-notwendig? Und wenn dem so sein sollte: welche Mittel und Methoden sind dabei zulässig?

Kann Mann überhaupt mit anderen gemeinsam erfolgreich sein, ohne herausstechen, sie ausstechen zu müssen?

Miteinander statt Gegeneinander

Es wäre wirklich ein wahres Mirakel, wenn das Vergleichen und Beurteilen ein Ende hätte. Wenn Projekte nach ihrem nachhaltigen Nutzen für die Menschheit und nicht nach Vierteljahresberichten wertgeschätzt würden. Ja, das wäre ein miraculum, ein „Wunderding“, mit dem Mann sensationell die Menschheit unterhalten könnte (siehe die Wortdefinition von Mirakel). „Unterhalten“ kann dabei auch im wörtlichen Sinne verstanden werden, nämlich als: Erhalten. Wenn statt Geld der Grad an Lebenswert-Aufbau und -Erhalt zählte. (Kleines Kommentar an dieser Stelle: Natürlich ist die Existenz von Mirakel-Damen ebenfalls höchst wünschenswert, die WonderWomen waren jedoch letzte Woche dran. Diese Woche heißt es men only.)

The 1 Million Dollar Question

Wenn Sie 1 Million Dollar (gern auch Euro) gewinnen würden und sich einen Job aussuchen könnten, an dem Sie den Rest Ihres Lebens arbeiten – wofür würden Sie sich entscheiden? Was würden Sie mit dem Rest Ihres Lebens tun?“ Dies ist eine altbekannte Frage im Coaching und ähnlichen Prozessen zur Findung der eigenen Berufung. Stellen Sie sich vor, Sie müssten niemandem beweisen, was für ein toller Hecht Sie sind. Stellen Sie sich vor, Sie könnten tun, was Ihnen Spaß macht und was Sie für sinnvoll erachten – und Sie würden sich großartig dabei fühlen. Was würden Sie tun? Würden Sie sich vielleicht dennoch beweisen wollen? Warum? Was sagt das über Ihr Selbstbewusst sein aus?

Wo ist mein Platz?

Irgendwie scheint es vielleicht doch archaisch im Mann verankert zu sein. Der tiefe Wunsch danach, seinen Platz einzunehmen. Ein Haus zu bauen, einen Baum zu pflanzen, sich fortzupflanzen. Der Wunsch nach Zugehörigkeit und Geborgenheit, nach zuhause und dem Großen Ankommen, der ist ja nicht den Männern alleine vorbehalten. Aber dort dann der Chef sein zu wollen (und damit ist nicht, gemeint die Entscheidungen zu treffen oder Verantwortung zu tragen, sondern als Boss, als Oberhaupt angesehen werden zu wollen)… Hm. Schon irgendwie, oder? Warum? Warum ist es so wichtig, ganz oben in der Hierarchie anzukommen, wenn es darum geht erfolgreich zu sein? Es ist verständlich, dass Mann seine Freiheit will und eigenständig entscheiden können will. Aber geht das nur in einem hierarchischen System? Geht das nicht auch ohne „oben-unten“-Denken. Eben mit einander?

Ich will aber nicht!

Auf diese Frage habe ich oft gehört „Nein!“. Es geht nicht. Weil es sonst die anderen tun. Und Mann (bis hin zum Untergang des Abendlandes) dann unterjocht würde. Verstehen Sie mich bitte nicht falsch: Es gibt viele, die es sich irgendwo in der Mitte einer Hierarchie gemütlich gemacht haben. Die kein Erfolgsstreben an den Tag legen, die ein friedliches Miteinander sehr schätzen. Aber in diesem Blog geht es um das Thema Erfolg. Und um Antworten, die Männer auf die Frage geben, wann ein Mann wirklich erfolgreich ist. Bisher habe ich in den Seminaren noch nie gehört „Wenn jemand mit sich im Reinen ist, einfach zufrieden mit dem Moment“. Ich habe noch nie gehört, dass es erstrebenswert wäre, wenn Menschen für ihren Beitrag zum besseren Miteinander-Sein, für ihr selbstbewusst-umsichtiges Wesen geschätzt würden. Jetzt können Sie sagen: „Was haben Sie denn für Teilnehmer in Ihren Seminaren?“ Ganz normale Männer aller Altersstufen, zumeist aus dem Wirtschaftsleben. Ja, vielleicht sind die privat ganz anders… Aber zumeist wird Erfolg über das Berufsleben definiert. Und dort getraut sich offenbar niemannd so schnell und öffentlich, die klassischen Erfolgskriterien von Geld, Macht und Karriere in Frage zu stellen.

Erfolg – mal anders

Was wäre, wenn die Wirtschaft anders funktionieren würde? Wenn es nicht um Geld und Posten, um Macht und Gewinn ginge. Um dies zu erreichen: müssten dazu Männer anders denken? Oder die Gesellschaft umdenken? Oder gleich das ganze Wirtschaftssystem umgebaut werden? Ist der konstruktive Journalismus eine Lösung? Wofür wird jemand gelobt und gerühmt? Wir alle können viel dazu beitragen, dass erfolgreiche Männer und natürlich erfolgreiche Menschen, in Zukunft anders definiert werden, als es heute noch größtenteils der Fall ist. Aber wir müssen dies selbst tun. Im Kleinen wie im Großen. Bei der Kindererziehung (ist Leistung wirklich alles?) wie im Unternehmen (wer wird Mitarbeiter des Monats? Wer bekommt wofür Boni?), in der Presse wie am Stammtisch. Sind wir bereit dafür?

Das Wunder Mann – MiracleMen

Keine Frage: Männer sind wunderbar. Weil sie Dinge bewegen und bauen, erschaffen und behauen wollen. Weil sie stark und zärtlich sein können, weil sie schnell im Denken und gut im Kontrollieren ihrer Gefühle sein können. Männer werden großartig, wenn sie erkannt haben, dass sie Menschen sind. Menschen, die nicht durch ihren Körper oder ihre Vorstellungen begrenzt sind. Und sie bewirken Wunder, wo sie dasselbe in anderen, vor allem auch in Frauen sehen. Menschen sind wunder-voll, wenn sie einander als das sehen, was sie sind: Als Wesen, die durch die Augen sehen und durch die Ohren hören. Es sind dies Wesen, die nicht durch ihre Form, ihr Aussehen begrenzt werden. Wesen, die versuchen schlicht das Beste draus zu machen. Lasst uns das gemeinsam tun. Das Beste draus machen.

Let’s be MiracleHuMen.

 

Mirakulöse Männer, wundervolle Frauen – was bleibt uns noch zu tun? Magische Momente miteinander zu erleben! Success Story No 26: Masters of Magic Moments – über die Kunst des Eins-Seins. Am Samstag, 05.12.2015

Advertisements

WONDERWOMEN

Secret Success Story No 24 – über Weibliche Wunderwirksamkeit

Weib und Wunder

Während der männliche Erfolgstrieb zumeist in Richtung „größer, höher, weiter, schneller, stärker“ geht, und damit im Generellen zur Leistung mahnt, stellt sich der weibliche „Erfolgstrieb“ als erstaunlich wenig greifbar oder generalisierbar dar. Klar, es gibt sie, die Vorstellungen von einer erfolgreichen Frau. Entweder sie steht ihren „Mann“, im Sinne der obigen Erfolgskriterien (Geld, Macht, Karriere) oder… naja, sie ist halt völlig „Frau“. Will heißen: Kinderkriegen, Heim und Herd, hübsch begehrenswert, verlässlich mütterlich, für ihre Lieben da. Immer. Da sein für andere als Erfolgskriterium eines erfüllten Frauenlebens.

Liebe Frauen: Wollt ihr das? Wollt ihr Variante 1. die klassische männliche Leistungsshow? Oder wollt ihr lieber  Variante 2. die klassische weibliche Dienstleistungsshow?

Und was ist, wenn beide Varianten gar nicht wunder-voll genug wirken? Wenn sie schlicht nicht anziehend, nicht erfolgsversprechend, nicht ausreichend sind, um das weibliche Leben tatsächlich und spürbar zu s (statt bloß auszufüllen)? Und damit stellt sich die Frage Wenn die Varianten 1 und 2 nicht wirklich erfolgsversprechend sind: Was will Frau eigentlich? Welches Leben würde sie jenseits von Leistung und Dienstleistung leben wollen?

Weibliches Wollen

Dürfen Frauen denn überhaupt etwas anderes wollen, als sich für andere aufopfern? Dass es Frauen in Führungspositionen schwer haben ist ja nichts Neues. Aber die Frage, ob Frauen „Männerrollen“ übernehmen sollen, dürfen oder wollen, steht hier nicht im Vordergrund. Spezifisch weibliches Führungsverhalten gilt es nach wie vor zumeist erst noch zu entwickeln. Ebenso wie die praktizierte Selbstverständlichkeit von Frauen an Führungsspitzen unserer Realität noch fern liegt. Doch wie gesagt, diese Themen stehen nicht im Zentrum dieses Blogs.

Es bewegt diesen Blog vielmehr die Frage: Was tun, wenn weder männliche noch weiblich Erfolgsbilder Frau dazu bringen (können), ihre eigene Größe zu verbergen. Wenn sie sich weder der Karriere noch der Familie verschreiben. Vielleicht wollen Frauen ja in Freiheit und Beziehung leben: Der Freiheit, ihrer Sinnlichkeit zu fröhnen und einen Sinn in ihrem Leben zu stiften. Beziehungen zu leben, die bereichern und beschützen, um nicht zu sagen: beglücken. „Ja klar“, werden Sie sagen. Ich frage Sie: Wie oft ist dies tatsächlich der Fall? Was passiert, wenn Frau eine solche Wahl trifft, sich darin 120% präsent zeigt und mit aufrechtem Gang, geradem Blick, lauter Stimme kraftvoll ausdrückt, was sie für richtig hält? Und damit nicht der gesellschaftlichen Frauen- oder Männerrolle entspricht…

Größe zeigen – Kritik ernten

In meinen Seminaren zum Thema Female Potency kommt besonders ein Einwand bedenklich oft: Auf die Frage „Was passiert, wenn Sie sich in Ihrer vollen Größe zeigen?“ herrscht vor allem die Angst und/oder Erfahrung „Dann werde ich gleich wieder kleingemacht!“ (runtergemacht, zusammengestutzt, v.a. kritisiert). Angst dominiert die weibliche Welt – vor allem die Angst, nicht gemocht, abgewertet, ausgestoßen zu werden. Frauen sind in überwiegendem Maß Beziehungswesen, wollen Teil einer Gemeinschaft (und wenn sie nur aus 2 Personen besteht) sein, wollen von ihr anerkannt werden. Dabei ist ihnen oft wichtiger, als Mensch angenommen zu werden, als für die eigenen Gedanken geschätzt zu werden. Liebhaben oder Begehrtwerden geht meist über Bewundertwerden. Darin unterscheiden sich ganz prinzipiell viele Frauen von Männern. Will Frau wichtiger Bestandteil eines größeren gemeinsamen Ganzen sein, so will Mann einen möglichst hohen Platz in der Hackordnung einnehmen. Frau: „Ich für andere“. Mann: „Ich oder andere“ (bei gleichzeitigem Aufrechterhalten jener Nutz-Netzwerke, die helfen, höher in der Hackordnung aufzusteigen bzw. sich dort oben zu halten).

Sie können mit Fug und Recht bemerken, dass diese Schilderung des weiblichen Erfolgsstrebens und seiner Grenzen zu plakativ, zu provokativ, zu einseitig formuliert ist. Und dass es Ausnahmen gibt, vielleicht sogar, dass Sie, werte Leserin, ganz und gar nicht so sind. Sie machen sich nicht für die Gruppe oder fürs Gerngehabtwerden – oder für den lieben Frieden – kleiner als Sie sind! Und Sie wollen auch nicht nach oben in der gesellschaftlichen Hackordnung.

Wirklich nicht?

Was wollen Sie dann? Und wie erreichen Sie es? Und verhalten Sie sich wunder-voll dabei? Erleben Sie wahre Wunder auf Ihrem Weg?

Wunder Wirken

Ja, Frauen können das Wunder Leben wirken. Sie können Leben schenken – und müssen es dann beschützen, bemuttern, ihm zu eigenständigem Leben verhelfen. Und dann? Oder stattdessen? Können sie nicht auch noch anders wunderwirksam werden?

An dieser Stelle drängt sich eine kleine Begriffsdefinition des Wortes „Wunder“ auf: Ein Wunder ist ein Ereignis, dessen Zustandekommen man sich nicht erklären kann, so dass es Verwunderung oder Erstaunen auslöst. Ich behaupte, eine un-abhängige Frau, bei klarem Verstand, für ihre Gefühle selbst verantwortlich und selbst-bewusst in ihrem Verhalten, erzeugt bei den meisten Menschen noch immer ein Gefühl der Verwunderung. Wenn Wunder-Wirksamkeit bedeutet, Erstaunen in anderen auszulösen, so kann dies vielleicht leichter geschehen, als man zunächst meint.

Ein solches Wunder können wir noch im selben Atemzug mit der voll bewussten Entscheidung, nicht gefallen zu wollen und nicht dazugehören zu müssen, bewirken. Doch Vorsicht: Diese Entscheidung bedeutet nicht, nicht gefallen zu wollen und damit zugleich provozieren zu müssen. Das wäre nur eine wenig funktionelle Gegenhaltung, die erfolgreich Abwehr in anderen, aber wohl kein Erstaunen auslösen würde. Deshalb wirkt die Protestbewegung unter den Frauenbewegungen oft so unsympathisch: Weil sie es drauf anlegt, zu provozieren und eben nicht zu gefallen. Ist ihr gutes Recht, keine Frage. Doch von so einer Haltung spreche ich hier nicht. Wenn ich sage „frei davon, gefallen zu wollen“, heißt das nur, sich von der Fremdmeinung un-abhängig zu machen. Das heißt nicht, dass man sich nicht selbst gefallen darf, in der eigenen Haut nicht wohlfühlen darf, keine Sinnlichkeit zeigen darf, seine Weiblichkeit verstecken muss. Ganz im Gegenteil. Wenn die eigene Form der Weiblichkeit Erstaunen erzeugt und das mögliche Abwehrverhalten (etwa eben die Kritik) der angepassten anderen ausgehalten wird, dann steht dem Ausdruck der eigenen Größe nichts mehr im Weg. Und höchstwahrscheinlich finden sich recht bald andere eigen-willige Menschen in Ihrem Resonanzfeld ein…

Körperlichkeit versus Geistlichkeit?

Warum sollten Sinn und Sinnlichkeit eigentlich einander ausschließen? Wer kam auf die Idee, diese Grenze zu ziehen (ich nehme an, Sie haben dazu eine Theorie – aber auch um einen patriarchal motiviert vorgestellten Gott und seine potenzielle Sichtweise geht es hier nicht)? Und wozu ist eine solche gegenseitige Ausschließung gut, wenn nicht dazu, das Leben und sein Potenzial zu beschneiden?

Warum sollten Frauen ihre Vorstellungen eines erfolgreichen Lebens nicht aus sich selbst schöpfen? Körper, Emotion und Geist: Findet einen Weg, Euch unzensuriert in Eurer eigenen Form, Größe und Fülle, Schönheit und Weisheit auszudrücken – findet Euren Weg! Ein Weg, der nicht über andere oder zu anderen führt, sondern ein Verhältnis zu sich selbst und dem Großen Ganzen, dem Universum, dem/der Göttlichen herstellt. Frauen! Warum gibt es so wenige unter Euch, die sich liebevoll ernst nehmen, sich hoch schätzen, sich verehren? Ist es die Angst vor der Einsamkeit oder wirklich nur die Furcht davor, als Egoist(in) abgestempelt zu werden. Müssen wir nicht alle helfende Hände im Gesamtwerk der Gesellschaft sein? Müssen wir?

Dein Weg voller Wunder

Was können Sie besonders gut und machen Sie besonders gern, das nichts mit anderen zu tun hat? Was schätzen Sie an sich besonders? Wie drücken Sie diese Qualitäten und Ihre Wertschätzung dafür aus? Gehen und stehen Sie aufrecht ohne steif zu sein, erlauben Sie Ihrem Atem, Sie völlig zu durchströmen, langsam und tief. Gestatten Sie Ihrer Stimme, ihr ganzes Volumen auszukosten, fliegen Sie mit Ihren Gedanken dahin. Sehen Sie andere in ihrer Eigenwelt und versuchen Sie nicht dazuzugehören. Mischen Sie sich nicht sein. Bleiben Sie ganz Sie selbst. Leben Sie aufrecht ohne sich zu verbiegen. Und Sie sind ein Wunder. Und wirken.

 

Das Wunder Mann – MiracleMen

Nicht nur zwecks der Gleichbehandlung geht es nächste Woche um Männer, die Mirakel sind. Der lateinische Begriff „miraculum“ bezeichnet ein „Wunderding“ und meint damit sensationelle (ein Publikum unterhaltende) Dinge, v.a. außergewöhnliche menschliche Leistungen. Wie es auch gehen kann, ein Mirakel zu sein, ohne sich der Leistungsmaschinerie zu verschreiben: Success Story No 25: MiracleMen – über das Mirakel im Mann. Am Samstag, 28.11.2015

FREIHEIT FRIEDEN FRANKREICH

auf Grund der erschütternden Ereignisse in Frankreich schweigt dieser Blog heute aus Mitgefühl und Solidarität.

Das Leben ist zu kurz, um es dem Hass zu widmen.

Das Leben ist zu kostbar, um es dem Hass zu opfern.

Das Leben ist zu einzigartig, um es im Hass zu vergleichgültigen.

Mögen wir Menschen zueinander finden und beginnen, weltumspannend MITEINANDER statt gegen einander zu denken, zu fühlen und zu handeln.