Super Simple Solution No 4 – Der Sinn des Lebens

Warum wir verwirrt sind

Halten wir Anerkennung oder Gemocht-Werden für ein Anzeichen von Erfolg, so suchen wir vielleicht auch den Sinn unseres Lebens im Außen. Veräußern wir aber unsere ureigene Sinnsuche, so werden wir zu anderen, als wir eigentlich sind. Das Verstellen, Verbiegen, sich-selbst-Verlassen manifestiert sich früher oder später in Unstimmigkeit. Im Innen wie im Außen. Wir haben uns ver-irrt, wir sind verwirrt.

Wo ist das Licht am Ende des Tunnels?

Bis zu diesem Punkt haben wir nach der Leitlinie gehandelt: Welche Entscheidungen und welches Verhalten versprechen die meisten scheinbaren, also „mich anscheinenden“ Resultate? Wodurch stelle ich mich ins „rechte“ Licht? Diese Haltung verlängert den Tunnel. Fragen wir uns hier: Welchem Licht wollen wir an dieser Stelle unseres Lebens weiter folgen?

Mein Vorschlag: Suchen und folgen wir dem aus uns selbst kommenden Licht. Entwickeln wir die uns eigene Strahlkraft. Leben wir unsere tatsächliche Eigenfarbe. Sie kommt erst dann zum Vorschein, wenn wir ganz wir selbst sind. Ohne Rücksicht auf Verluste und ohne Hoffnung auf Zustimmung. Ohne Angst vor Kritik. Erwartungslos unseren Weg gehen, unserer inneren roten Leitlinie folgen…. DAS macht Sinn. Aber wie finden wir uns selbst, unser eigenes Licht?

Wer bin ich?

Die Antwort darauf offenbart sich überraschenderweise, sobald uns klar wird, wer wir nicht sind. Indem wir die Vorstellungen darüber, wer wir sein sollten oder müssten loslassen, gewinnen wir den Raum für die reine Selbst-Erkenntnis. In dieser formlosen Offenheit kristallisiert sich heraus, was immer schon da war. Wir sind, wer durch unsere Augen sieht und durch unsere Ohren hört. Unser Gewahr-Sein. Alles andere ist Interpretation.

Worum es wirklich geht…

… zeigt sich uns besonders deutlich in den spannenden Übergangsphasen unseres Lebens, in denen wir in die Offenheit katapultiert werden oder in manchmal als leidvoll erfahrenen Veränderungsprozessen, in denen wir Unsicherheit erfahren. Spätestens in der direkten Konfrontation mit dem Tod oder gegen Ende unseres Lebens wird klar ersichtlich und eindeutig spürbar, was wirklich zählt. Menschen mit solchen Grenzerfahrungen1, die unser Leben ins “rechte Licht“ rücken, formulieren die 3 Kernfragen des Lebens in etwa so:

  • Lebe ich?
  • Liebe ich?
  • Bewege ich jemanden/etwas?

Leben, lieben, bewegen

Aber leben wir nicht alle? Nein, viele funktionieren vor sich hin oder warten auf bessere Zeiten, manche verwechseln  das Leben mit „so tun als ob“ sie irgendwer oder etwas anderes als einfach nur Menschen wären.

Lieben wir nicht alle? Nein, viele sehnen und wünschen bzw. beklagen sich eher, anstatt die Quelle der Liebe in sich selbst zu entdecken.

Bewegen wir nicht alle irgendetwas oder jemanden? Nein, nicht so, wie wir könnten. Natürlich strahlt jeder von uns hinaus in seine Welt. Aber die wenigsten achten darauf, was sie ausstrahlen und was sie daher wie oder warum bewegen.

Viele Menschen könnten schon allein dadurch mehr im Sinne von Leben und Lieben bewegen, indem sie schlicht nicht tun, was sie „normalerweise“ so ausstrahlen…

Und wieviel mehr und anderes können wir bewirken, wenn wir uns bewusst dafür entscheiden, alles Mögliche zu tun, was zu mehr Leben und Liebe führt… Ein solches Verhalten muss gar nicht Gandhi-like von Selbstaufgabe oder moralischem Heilsanliegen begleitet werden. Ganz im Gegenteil: Ein derartig auf Leben und Liebe ausgerichtetes Verhalten verändert unser eigenes Erleben auf höchst sinnliche und erfreuliche Art und Weise.

Glück und Zufriedenheit

Viele Untersuchungen2 zeigen, dass in der Qualität unserer Beziehungen der Schlüssel

  • zum kurzfristigen Glück (etwa durch Hormonausschüttungen bei gemeinsamen Höhenflügen verschiedenster Art)
  • zur langfristigen Zufriedenheit (durch die Umgestaltung neuronaler Prozesse und damit der Gewohnheiten in unserem Gehirn)
  • sowie zu dauerhafter Gesundheit (u.a. durch die Stärkung des Immunsystems und den Abbau von Stress) liegt.

Jeder Schritt auf unserem Lebensweg, der uns in Richtung hochqualitative Begegnung – mit uns selbst und anderen – führt, ist daher besonders sinnvoll.3

Sinn und Sinnlichkeit

Erleben wir hochqualitative Begegnungen auf körperlicher, emotionaler und geistiger Ebene, erfüllt dies unser Leben in aller Sinnlichkeit. Und wir strahlen. Unser Strahlen bewegt unsere Umwelt, wie beeinflussen andere durch unsere Lebendigkeit, wir lehren sie alleine schon durch unsere Präsenz das Leben zu lieben. Und der Sinn? Liegt direkt am Weg. Wir ent-wickeln uns – und andere.

Live, Love, Matter.

What else?

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1 beispielsweise die bewegende Geschichte von Brendon Burchard, der sich in der schwierigsten Phase fragte: Did I live?, Did I love?, Did I matter?

2 vgl. etwa der schöne TED Vortrag „The Good Life“ von Robert Waldinger über die „longest runnig study on happyness“, die seit den 1930ern von der Harvard University durchgeführt wird

3 Mehr darüber, wie das eigene Leben auf hochqualitative Begegnungen ausgerichtet werden kann, in: Die Kunst der Begegnung. Vom Ich zum Wir. Der Weg zu einer erfüllenden Beziehung. Braumüller Verlag 2016.

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Super Simple Solution No 3 – Der Europäische Frühling

Genug vom Europäischen Winter!

Das Wetter ist scheußlich. Im buchstäblichen wie im übertragenen Sinn. Es wird höchste Zeit für Wärme und Licht. Wenn ich aus dem Fenster sehe – und wenn ich auf Europa blicke. Daher fangen wir heute zur Abwechslung gleich mit der Lösung des Problems an:

Europa im Frühling

Wie kann ein Europa aussehen, das de facto aufblühend aus all seinen Krisen hervorkommt? Kann es das überhaupt geben? Sind wir nicht dem sicheren Untergang geweiht?

Nein. Wir erleben schlichtweg in jedem Augenblick das, was wir aus unserer Situation machen. Jeder von uns bestimmt die Richtung, in die wir uns bewegen, mit. Durch unsere Einstellung, unsere Sprache, unser Handeln verändern wir unsere Welt mit jedem Atemzug. Nichts ist tatsächlich so, wie in unseren Erwartungen (seien sie nun durch Angst oder von Hoffnung gespeist).

Alles ist wie es ist – und zugleich haben wir die Macht, durch unser Tun das Werden zu verändern.

Was gilt es also zu tun, wenn wir jetzt und in Zukunft ein friedliches und konstruktives Miteinander in aller Vielfalt und trotz aller Krisen erleben wollen?

Die Antwort ist überraschend einfach: Seien wir genau jetzt, im Angesicht der offenen Entwicklung in eine noch nicht feststehende Zukunft, jene Menschen, mit der wir unsere Welt bevölkert sehen wollen. Hier liegt die Lösung: Entscheiden wir uns für ein gemeinsames Europa. Leben wir, und zwar jeder einzelne von uns, Frieden, Freiheit, Freundschaft und Gerechtigkeit vor. Hier und jetzt – für alle sichtbar, weltweit.

Sie fragen sich vielleicht: Wie und warum? Hier kommen einige praktische Ansätze:

Europa im Umbruch

In Zeiten anhaltender Krisen (Finanz, Wirtschaft, destabilisierte Staaten, und ja, drängende Flüchtlingsfragen) gilt es, einen klaren und sinnvollen Weg einzuschlagen. Ein solcher ergibt sich aus einem gemeinsamen Ziel, welches die Frage zu beantworten vermag: Quo vadis Europa?

Was sich derzeit im Umbruch befindet ist vor allem das Selbstverständnis, mit dem wir Europäer (die wir uns selten als solche begreifen, außer wir sind im nicht-europäischen Ausland) die Privilegien der ersten Welt für uns beanspruchen. Ja, es sind unsere Selbstverständlichkeiten, die derzeit in Gefahr scheinen: unsere Sicherheit (Arbeit, Einkommen, Pensionen, Wohlstand und Wohlgefühl) und unser Wachstum (die berechenbar positive Entwicklung von Wirtschaft oder die Güte unserer Bildung) – ganz generell gesagt: unser lieber Frieden und die schönen Aussichten stehen derzeit auf dem Prüfstand.

Bricht Europa auseinander?

Die einen sagen: Früher war alles besser. Naja, kommt darauf an, wie viel früher. Das ist definitiv eine Generationenfrage. An den letzten Krieg denken möchte dann doch keiner.

Einen ähnlichen aber in Zukunft zu vermeiden, daran zeigen besonders jene kein Interesse, die derzeit zurück zur vermeintlichen Stabilität der 80er, 90er und 2000er wollen. Eine egogetriebene Stabilität, die in weiten Teilen die aktuellen Krisen mitverursacht hat. Die Vorgehensweisen der Gewinnmaximierung durch etwa (un)wahrscheinlichkeits-berechnete Spekulation oder die Hoffnung auf ewiges Wirtschaftswachstum haben wohl vielen den Blick auf nachhaltig sinnvolle, weil langfristig stabile Strukturbildungen verstellt. Schnelle, weil krisenbedingte Strukturänderungen stellen jedoch für Menschen, die ihre Notwendigkeit nicht sehen, weil sie an „der guten alten Zeit“ und ihrer scheinbar ruhigen Vorhersehbarkeit hängen, eine schwere Irritation dar. Schock und Abwehr sind die Folgen. Angst greift um sich. Allesamt Emotionen, die das Gegeneinander schüren und Probleme vergrößern, anstatt im und durch das Miteinander Lösungen zu suchen, zu finden und umzusetzen.

Europa im Aufbruch

Worüber wir uns zumeist einig sind: Aufhetzen und Panikmachen sind keine effizienten Wege zu effektiven Lösungen. Negative Emotionalisierung nährt die Abwehr und das Verurteilen, um nicht zu sagen das Vor-Urteilen. Fühlen wir uns angegriffen, folgt eine Stressreaktion: fight or flight, wie es so schön heißt. Aber Flüchten geht derzeit nicht gut, nicht einmal in die Unterhaltung oder den Genuss (wie es unsere Konsumgesellschaft ja schon so lange recht erfolgreich mit dem Verdrängen der Probleme dieser Welt tut). Flüchten bringt nichts, schon gar keine Hoffnung – das führen uns die vielen Flüchtlinge momentan nur allzu offenbar vor Augen.

Bleibt also das Kämpfen. Aber wollen wir nicht gegen etwas sein (wie kämpft man gegen Finanz- und Wirtschaftskrise oder gegen destabilisierte soziale Systeme?), dann stellt sich die Frage: Wofür? Wofür wollen wir kämpfen?

Oder gibt es vielleicht noch andere Handlungsalternativen? Wohin bitteschön, sollen und können wir mit all dem individuellen und kollektiven Stress, der uns Europäer aktuell aufmischt?

Die Macht unserer Wahl

Flucht, Kampf oder Stressabbau. Das sind scheinbar unsere drei Wahlmöglichkeiten.

Um die bestmögliche Wahl punktgenau und kräfteschonend zu treffen, ist es hilfreich, zuvor eine Grundsatzentscheidung zu treffen. Die kann meiner Meinung nach nur ein „Ja zu Europa!“ sein. Denn am derzeitigen Scheideweg der Geister und Handlungen gibt es nur ein Ja oder Nein. Klar, über Form und Struktur Europas kann man dann wieder streiten. Aber eines sollte klar sein: Europa steht als demokratischer Verbund für Frieden, Freiheit und Gerechtigkeit. Und das soll so bleiben. Am besten im Angesicht der Krisen noch wesentlich profunder verwirklicht werden! Ab dieser prinzipiellen pro-Europäischen Entscheidung liegen wieder unsere 3 Wahlmöglichkeiten vor uns: der Kampf, die Flucht und der Stressabbau.

Handlungsvariante 1: Der Kampf

Für ein solches Ziel, für ein solches Europa wollen und können wir tatsächlich guten Gewissens kämpfen. Auf so viele Arten und Weisen: Im täglichen Gespräch mit allen möglichen Menschen, in (social) medialen Diskussionen, in Demonstrationen, in Hilfsaktionen. Wenn wir uns unserer prinzipiellen Einstellung und leitenden Motive bewusst sind, dann nimmt der Kampf eine proaktive Haltung ein, keine streitende, aggressive. Wir sind dann bedingungslos FÜR Frieden, Freiheit und Gerechtigkeit. Und zwar ALLER Menschen.

Bleiben als Alternativen die Handlungsvarianten 2 + 3:

Flucht und Stressabbau

Beginnen wir mit dem Stressabbau: Eine gute Verbindung zu Mitmenschen ist erwiesenermaßen (siehe mein Buch „Die Kunst der Begegnung“) ein Garant für nachhaltigen Stressabbau: Das intensive Gespräch, das einander-Halten, das für einander Da Sein – ob wir das Gegenüber nun kennen oder nicht – führt zu Wohlgefühl, zu innerer Stabilität, zu Selbstvertrauen und Weltvertrauen. Und wenn das Gegenüber nicht will? Dann gibt es genügend andere, mit denen wir eine vertrauensvolle Stimmung aufbauen können. Und das braucht Europa derzeit wirklich: Vertrauen in uns als seine Bürger, in unsere Gegenwart und Zukunft. Nein, die Politik ist nicht an allem Schuld. Ja, wir können Verantwortung tragen und dazu beitragen, dass unsere Gegenwart und Zukunft menschlicher, wärmer, hoffnungsvoller und ganz real angenehmer und stabiler wird. Jeder Mensch, der sich selbst stabil und zugleich offen hält, ist ein Beitrag zu jener Zukunft, die es an uns liegt, derzeit zu gestalten.

Und die Flucht? Lassen wir die Ablenkung mal außen vor. Reine Ablenkung, Verdrängung und Ignoranz setzt selten aktiv Veränderung in Gang. Man kann natürlich darauf hoffen, dass alles einfach vorbei geht und wir unbeschadet davon kommen.

Eine etwas andere Art der Realitätsflucht sind gute Bücher, aufbauende Filme, aber auch Sport, Genuss, Natur. Statt Fluchtpunkte bieten sich hier eher Kraftquellen, die wir uns gerade in dieser aufreibenden Zeit gönnen sollten. Jedenfalls solange, wie wir die Balance aus Realität und Fiktion dazu nützen können, unsere Welt in eine anstrebenswerte Wirklichkeit zu verwandeln.

Wir haben die Wahl. In jedem Moment. Abwehr oder Offenheit, Zurückziehen oder Stress abbauen. Alles ist möglich. Wissen wir, wofür wir selbst stehen, fällt die Entscheidung, was in jedem Augenblick am sinnvollsten zu tun ist, nicht schwer. Die Folgen eines solchen Handelns sind weitreichend.

Wir können uns sogar ein blühendes Europa vorstellen!

Wie kann so ein Europa aussehen? Es ist ein Europa mit gleichen Rechten und Pflichten für alle, die hier miteinander leben. Ein Europa, das dadurch letztendlich auch als Vorbild für ein friedliches und gerechtes Miteinander in globalem Ausmaß dienen kann. Feiern wir unsere Tradition und denken wir weiter als nur bis zum nächsten Vorteil oder zu den Herausforderungen des Alltags. Stellen wir uns weiterhin den Herausforderungen des Menschen und der Menschheit an sich. Entwickeln und etablieren wir heute Lösungen, die das Potenzial dazu haben, eine Zukunft für alle zu sichern. So weit muss Krisen-Management gehen. Danach sollte sich die Führung in Krisenzeiten und durch Krisen orientieren.

Die Vision eines gemeinsamen Europas hat die Macht, unsere täglichen Entscheidungen, seien sie politisch und menschlich, zu leiten. Eine solche Vision hat auch die Kraft, dem Abendland einen Frühling zu bescheren. Und das nicht auf Kosten anderer, sondern zum Vorteil aller.

Super Simple Solution No 2: Große Frauen

Ein Bild von einer Frau!

Ja, aber was für eines? Das Bild der idealen Frau ist heute widersprüchlicher denn je. Wobei das Wunschbild der „eierlegenden Wollmilchsau“ überwiegt. „Sie“ soll alles können: schön sein, klug sein, verständnisvoll sein, Karriere machen, Kinder haben. Jung sein und jung bleiben, wissen was sie will und es verfolgen, zugleich da sein für alle, sich versprühen, sich hingeben und die Kontrolle behalten. Und bloß keine Szenen machen. (Der Klischee-)Mann wünscht sich seine persönliche Variante von „Heilige-Mutter-Geliebte“, die nur ihm zu Diensten ist. Eine solch mild-nachgiebig-einsichtige, koch-putzend-kinderhütende Wahnsinnige im Bett widerspricht wohl dem, was Frau selbst sich unter authentischer Weiblichkeit, geschweige denn unter einer „Großen Frau“ oder einer Grande Dame vorstellt.

Ist hier Weibsvolk anwesend?

Monty Python zeichnen im „Leben des Brian“ ein Bild von Frauen, die „mitmischen“ wollen im gesellschaftlichen Spaß (in diesem Fall dem Steinigen der Regelbrecher) und sich zu diesem Zweck bunte Bärte umbinden. Wer so tut, als ob „er“ dazugehört zum „starken Geschlecht“, der darf selbst mit Steinen werfen. Dazugehören – einer der stärksten Gründe, warum sich Frauen immer noch kleiner machen oder verstellen und „so tun als ob“. Woher kommt diese Angst vor der eigenen Größe? Ist es ein Vorurteil oder Realität: Wer sich als ganze, große Frau zu erkennen gibt und nicht dazugehören muss oder will, der… die… wird selbst gesteinigt. Weil er, sie nicht dazugehört, nicht mitspielt, sich nicht einordnet, trifft ihn, sie das harte Urteil der anderen. Oder hat sich da schon etwas geändert?

Frauen, die ihren Mann stehen

Heute am „Tag der Frau“ stehen besonders die starken, unabhängigen, die Frauen, die „es“ geschafft haben, als Zielbilder im Blickpunkt. Ja und wer ist das in Wirklichkeit? Die alleinerziehenden, alleinverdienenden, ständig dem Burnout Nahen? Oder die, die sich entschieden haben – für Kinder oder Karriere, für Spaß oder Bildung, für Schönheit oder Selbstaufgabe, für Familie oder Selbstverwirklichung? Das Entscheiden ermöglicht es Frauen durchaus, in einem Bereich herausragend zu werden, ein Vorbild quasi. Und gerade dann wird ihnen das Fehlen der anderen Seiten, der anderen Kompetenzen, das nicht-Performen in den anderen Feldern gerne vorgeworfen. Wer keine Kinder hat, versteht nichts von der Welt. Wer keine Karriere hat, versteht nichts von der Welt. Warum beurteilen Menschen, Frauen wie Männer, einander? Um sie schön unten zu halten und um den eigenen Lebensweg der Anpassung recht zu fertigen? Oder damit die freien Frauen bloß nicht groß,  tatsächlich „Grande“ werden? Aber wer tut denn sowas, bitteschön, in unserer aufgeklärten Zeit noch? Ist ja total unfair. Genau deshalb tut man(n) das. Gender Equality würde so vieles in Frage stellen, so viele aufgeplusterte Selbstbilder, die auf Rollen, Masken und Kostümen statt auf Menschlichkeit aufbauen, zum Platzen bringen. Bei Männern und Frauen. Aber wer sind sie dann? Wer sind wir, wenn wir nicht mehr unser Äußeres, eine erwartungserfüllende Form sind?

Damenhaft oder dämlich?

Was ist eine Dame? Eine ältere, weltgewandte Frau mit genug Geld, die sich dezent zu verhalten weiß und exquisit kleidet? Das klingt irgendwie nach zu wenig, zu angepasst, zu viel Friseur, zu wenig Persönlichkeit.

Und was ist eine „Grande Dame“ – im Sinne einer wirklich Großen Frau? Ich behaupte: Ein Entwicklungsziel. Ziel all jener, die ihren Weg vom begehrten Fräulein zur akzeptierten Frau zur selbstsicheren Weisen gehen. Dieser Wandlungsprozess hängt nicht vom Alter ab, sondern vom geerdeten Selbstwertgefühl, das Frau sich auf ihrem Weg verleiht. Un-abhängig von der Zustimmung anderer verfolgt sie, was sie für richtig, für gut und wahr hält.

Dämlich ist, wer sich klein macht, anpasst, andere runterzieht, sich nicht mit sich und der Welt auseinandersetzt. Dame ist, wer die eigene Größe lebt, im Leben eine aufrechte Haltung – körperlich, geistig und emotional – bewahrt und dadurch ganz nebenbei als Vorbild für all jene wirkt, die noch nicht soweit oder bereit dazu sind. Ohne sie zu verurteilen. So einfach ist das.

La Grande Femme

Lady Liberty, wie die Freiheitsstatue auch genannt wird, hält die Fackel hoch. Die Fackel der Freiheit, der Gleichberechtigung, der unbegrenzten Möglichkeiten. Nicht nur für Amerikaner. Auch für Frauen. Helfen wir ihr, dieses Feuer immer wieder zu entfachen und zu verbreiten, indem wir unser eigenes Licht nicht unter den Scheffel stellen. Ganz im Gegenteil: Verändern wir die Welt, indem wir unsere Größe zeigen!

Super Simple Solution No 1: Love Love Love

Short Intro: Was ist schon super simple?

Die Blogbeiträge dieses Jahres stehen unter dem Motto “Super Simple Solutions“. Nicht, weil die Welt einfach wäre, sondern weil sie Klarheit braucht. Komplexität, Gleichzeitigkeit, Pluralismus von Lebenswelten, Ambivalenzen und Widersprüche, Orientierungslosigkeit – sie alle kennzeichnen unser Leben derzeit. Entscheidungsfindung scheint schwer zu fallen, die Richtung geht vielen verloren. Angst und Verwirrung nehmen sich den Platz, den eigentlich die gemeinsame friedliche Lösungsfindung einnehmen sollte. 2016 steht dieser Blog unter dem Motto des „Machbaren im Unmöglichen“: Die Super Simple Solutions präsentieren Sichtweisen, die scheinbar unüberschaubare Dilemmata auf realistisch gangbare Handlungsweisen reduzieren und uns dadurch vom allgegenwärtigen Leidensdruck zurück in die Freude des Seins führen sollen…

Liebe als Urgrund

In der Liebe sprechen die Boten des Geheimnisvollen zu Dir.“ Rumi

Die Liebe ist das Schönste, das uns passieren kann. Sie macht das Leben – und jedes Leiden darin – lebenswert, liebenswert. Aber worin besteht eigentlich das „Problem mit der Liebe“? Meiner Ansicht nach darin, dass sie in ihrer Ungreifbarkeit die größte aller Projektionsflächen für uns Menschen liefert. Das Geheimnisvolle, das Unergründliche, das Unkontrollierbare kann mit Ängsten und Hoffnungen, mit Erwartungen – und Enttäuschungen aufgefüllt werden. Kaum jemand lässt die Liebe einfach Liebe sein. Wir wollen und suchen, halten fest und verteidigen, streiten und leiden. Alles für und wegen und um der Liebe Willen. Oder? Wie viele Kämpfe mit uns selbst und anderen sind letztendlich „der Liebe“ geschuldet? Wahrscheinlich tun wir letztendlich alles aus Liebe. Auch hassen. Und nicht-Fühlen. Liebe ist der Ursprung, der Anfang und das Ende. Ist Liebe damit zugleich der Tod? Ja, zumindest der Tod des Egos, der Tod der Einsamkeit, der Tod der Sinnlosigkeit. Liebe als Urgrund des Daseins. Glaube, Hoffnung – oder Realität?

All you need is…

… ja, aber was denn jetzt? Wenn die Liebe Quelle und Motivation für ebenso viel Gegen- wie Mit-Einander ist, was brauchen wir dann tatsächlich für ein erfülltes und zufriedenes, freudvolles Leben? Vielleicht eine andere, eine  Art „entrümpelte“ Sichtweise auf „Die Liebe“…

Zugegeben, ich glaube nicht an die Liebe. Jede Vorstellung, jedes Sehnen, jeder Glaube an… schränkt ihre tatsächliche, faktische Größe ein, versucht sie in die begrenzte Form unseres Vorstellungsvermögens zu pressen. Die Liebe ist groß. Nein: größer. Als jeder Glaube, als Hoffnung – als Erwartung. Aber ist sie auch größer als die Angst? Ich behaupte ja. Denn sie vermag das Unmögliche zu vollbringen, nämlich die Widersprüche unseres Lebens zu verbinden und dort Einheiten zu schaffen, wo es eigentlich gar keine geben können dürfte.

Liebe ist schlichtweg göttlich menschlich. Herrlich dämlich. Strahlend dumpfsinnig. Das Schönste und Vernichtendste. In der Liebe begegnen sich die Gegensätze und verwandeln Zwei in Eins. Spürbar.

Das Problem mit der Liebe nimmt eigentlich in ihrer unendlichen Schönheit seinen leidigen Anfang. Mit der Vergänglichkeit dieser schönsten aller Schönheiten, der Liebe, beginnt das alltägliche Drama. Dem (befürchteten) Ende der Liebe entspringt die Quelle aller Angst und Hoffnung(slosigkeit).

Das Wunder der Liebe

Die super simple Lösung:

Liebe sein, statt sie erwarten oder ihr nachtrauern.

Liebe leben, statt ihre Absenz zu zelebrieren oder ihren drohenden Verlust zu verfolgen.

Doch wie wird man derart un-abhängig liebe-voll?

So manch Neurowissenschaftler könnte vielleicht einem Alchemisten gleich einen entsprechenden Hormoncocktail, quasi den „Stein der Liebenden“ mixen. Die „richtige Chemie“ für das Gefühl von „Liebe“ setzt sich aus diesem Blickwinkel etwa aus einer Mischung von glücklichmachendem Serotonin, fröhlichen Endorphinen, belohnendem Dopamin, einem aufregenden Schuss Adrenalin, sowie etwas entspannendem Kortisolabbau und geborgenheitsspendendem, vertrauensseligen Oxytocin zusammen. Die Umstände, die eine eben solche Hormonausschüttung fördern, inkludieren beispielsweise viel Bewegung, frische Luft (und tiefe, regelmäßige Atmung), gesunde und ausgewogene Ernährung, viel Sonnenlicht, emotionale Verbundenheit, körperliche Berührung, geistige Herausforderung und Phasen der Entspannung.

Aber wollen wir überhaupt derart simpel liebesfähig werden? Oder möchten wir lieber abhängig bleiben von anderen, von den Umständen, vom Mysterium? Diese Entscheidung liebt in jedem von uns.

BeMeUp – The SelfCenter

Secret Success Story No 27 – Grenzenlos Sein

Was bisher geschah

Die 27 Secret Success Stories vollführen einen Bogen – bis die etwas anderen Erfolgs-Geschichten sich heute zum Kreis schließen.

Auf der Suche nach echtem Erfolg, also einem Erfolg, der uns und andere glücklich und zufrieden macht, sowie uns zum munteren Weiterentwickeln animiert, begannen wir bei der „Strahlkraft“ von erfolgreichen Personen. Heute enden wir damit. Anfangs ging es ums Leuchten und seine Kraft, heute sprechen wir vom Strahlen, das von innen kommt und seine Macht. Obiges linkes Bild vermittelt deutlich den Beginn der Blogserie: wie schön kann im Prinzip nicht  jedes Strahlen sein, auch das Angestrahlt-Werden, wie es die glühende Bergspitze des Matterhorns so eindrucksvoll zeigt. Dieses Bild symbolisiert, was wir nach einem anstrengenden Berg-Bezwingen normalerweise erwarten: Auf beruflichen Erfolg übertragen sagt das Bild, dass wir üblicherweise nach dem Überwinden von Schwierigkeiten, nach dem Geben all unserer Kräfte, nach dem Beweisen überwältigender Leistung und dem Verdrängen vieler unserer Bedürfnisse erwarten, von außen durch Ruhm und Ehre, mit Bewunderung und Aufmerksamkeit, von Geld und anderer Wertschätzung angestrahlt zu werden.

Wir gewinnen mehr als andere, stehen anderen vor, ragen durch Leistung hervor – andere sehen dies und machen uns daraufhin zu hell leuchtenden Vorbildern für Erfolreichsein in unserer Gesellschaft. So zumindest sieht das Erfolgs-Bild in vielen Köpfen aus. Derartiges Erwartende müssen sich zunächst also über andere erheben, um damit rechnen zu können, gesehen zu werden. Sie heben sich selbst von anderen ab und durch irgendetwas hervor, damit sie gesehen werden. Sie tun, um von der Aufmerksamkeit anderer beleuchtet zu werden. Die Erwartung dahinter sagt: Sind sie nur „Berg“ genug, wird man sie automatisch sehen, beleuchten, an ihnen nicht vorbei kommen. Und dieses Leuchten kann für den Herausstechenden und die ihn Betrachteten durchaus sinnlich anregend und sinnvoll im Sinne der Aufforderung zum Nachahmen sein. So funktionierte „Erfolg“ für viele und lange Zeit. Karriere, Geld, Posten, Entscheidungsmacht, Öffentlichkeit… – überlegen Sie, wie die „Erfolgsberge“ unserer Zeit nach wie vor aussehen.

Jede einzelne Secret Success Story hat genau dieses in unserer Gesellschaft tief verwurzelte Vorurteil, nämlich dass es beim Erfolgreichsein ums Ausstechen, ums Bessersein, um die Verdrängung anderer geht, kritisch betrachtet und versucht, ihm gegenüber die uns inne liegende Strahlkraft, um nicht zu sagen Erfolgskraft zu beleuchten und zu stimulieren. Das rechte Bild der Strahlen, die durch die Wolkendecke brechen, stellt diesen Zugang zu „Erfolg“ dar. Die Kernfragen, die jedem Blogbeitrag zugrunde liegen, führen den Leser immer wieder in 3 Themenfelder, die jeder von uns in und mit seinem Leben zu durchwandern hat – und die vor allem in unterschiedlichen Übergangsphasen und Lebenskrisen drängend hervor treten:

Was ist mir wirklich wichtig?

Was führt mich tatsächlich zu einem in meinen Augen erfolgreichen Leben?

Wie kann ich ein solches Leben inmitten einer Welt, die scheinbar „anders tickt“ führen?

BeMeUp – Nur wir selbst gehen unseren eigenen Weg

Die Entscheidungen, die wir tagtäglich treffen, sollten uns in die tatsächlich durch und von uns definierte Richtung bringen. Dazu gilt es zunächst herauszufinden, was man selbst wirklich will. Das de facto zu tun ist weit weniger selbstverständlich, als es sich zunächst anhört. Wir glauben zu wissen, was wir wollen – doch wie oft wollen wir nicht etwas, das wir wollen sollen? Auch im Wie manifestiert sich das Fremdbestimmte gern. Das Ziel mag bei vielen dasselbe sein. Glücklich Sein, Zufriedenheit, Verbundenheit, ein erfülltes Leben, durch das man einen positiven Unterschied in der Welt macht. Nur das Wie ist in Zeiten wie diesen eben nicht mehr selbstverständlich.

Wir sind heute dazu aufgefordert, wesentlich tiefer zu fühlen und weiter zu denken, breiter zu wirken und näher zu handeln als je zuvor. Die Welt ist unser Spielfeld. Und Erfolg hat nicht, wer Tore schießt, Punkte macht oder andere Erwartungen übertrifft. Wir erreichen heute nicht mehr nur unsere Nächsten, unsere Familie, unsere Gemeinde, die diversen communities, in denen wir uns bewegen. Unser Verhalten, unsere Einstellung spielt mittlerweile eine globale Rolle. Jeder zählt, wenn es darum geht, eine Globalgesellschaft auf Basis innenorientierter und damit menschenzentrierter Werte zu etablieren. Wir sind tatsächlich alle miteinander vernetzt. Das Tor vom Ich zum Wir ist überall. Wir kreieren die Matrix, würde Neo vielleicht sagen (siehe Matrix, der Film). Und was wählen wir – die blaue oder die rote Pille: Was erschaffen wir durch unser Sein?

Konkurrenz, Kampf, Krieg ist die eine Variante.

Kooperation, Konfliktlösung, Kreation ist die andere.

Jeder von uns hat es in der Hand, welche Wahl er oder sie trifft.

Seien wir uns bewusst, dass sich diese Wahl in nahezu jeder alltäglichen Handlung manifestiert. Und seien wir uns bewusst, dass sich jede Manifestation auf unsere reale wie virtuelle Umwelt auswirkt. Wir sind beständig kommunizierende Wesen, wir strahlen unsere Einstellung in jedem Moment unseres Seins und darüber hinaus aus. Wir wirken, auch wenn wir scheinbar nichts tun. Daher zählt unsere Einstellung immens, denn sie geht jeder Handlung voraus und schwingt durch jede Handlung hindurch, in die nahe und ferne Umgebung hinaus.

Wenn es mal nicht so gut geht…

…dann ist unsere Einstellung doppelt gefragt. Denn sind wir gewohnt, mit unangenehmen, ungerechten, unglaublich irritierenden Umständen und Zuständen eigenverantwortlich umzugehen, so können wir in jeder Lebenslage handeln. Können wir uns un-abhängig von anderen in jedem Moment selbst zentrieren, werden wir kreative Wege in und aus nahezu jeder Situation finden. Manchmal gibt es jedoch nichts, das wir tun können. Hier zählt unsere Einstellung am meisten. Denn jene Momente auszuhalten und uns und anderen gerade dann beizustehen, wenn Hopfen und Malz verloren oder gar das Leben auf dem Spiel stehen, zeigt wahre Größe.

Was wir wollen wirkt

Wollen wir angestrahlt werden oder selbst strahlen?

Das ist die einzige Frage, um die es eigentlich geht.

BeMeUp – The SelfCenter ist nicht nur der Titel dieses Blogs. Es ist auch die Grundlage meiner Arbeit in der Persönlichkeitsentwicklung – sei es mit einzelnen Menschen, mit Teams oder ganzen Unternehmen.

Peak Personality Performance

Wer sind wir, wer wollen wir sein und wie wollen wir wirken?

Ich schlage vor: Aus dem Inneren heraus, konsequent unserem Kern folgend, stimmig im Denken, Fühlen und Verhalten auf die Umwelt einwirkend. Worauf sich unweigerlich unser wohlschwingendes Resonanzfeld erweitert, in Kontakt tritt, andere berührt, bewegt und weiter Wohlschwingendes bewirkt.

Zum Abschluss erlauben Sie mir bitte die zweite Werbeeinschaltung dieser 27 stories: Auf www.walzercom.com finden Sie mehr Informationen über meine tägliche Arbeit, mein Resonanzfeld, wenn Sie so wollen. Sollten Sie dann wunder-voller Weise noch mehr erfahren und erleben möchten und Lust darauf bekommen, Ihr Zentrum zu stärken, Ihre höchsteigene Wirkungsweise zu entwickeln und eine in Ihrem Sinne echte Erfolgskraft zu  entfalten, melden Sie sich ganz einfach.

Das Ende wird der Anfang Sein.

Mit BeMeUp-The SelfCenter und dem diesbezüglichen Entwicklungs-Prozess ist nicht die Pflege des Egos und des Selbstzentrismus gemeint, sondern vielmehr eine Öffnung und Verbindung nach Innen und Außen. Aus der Verbindung zur eigenen Mitte nährt sich das Selbst-Bewusstsein, die Handlung aus der Mitte heraus stärkt das Selbstwertgefühl und in Verbundenheit zu anderen Menschen, die mit ihrer eigenen Mitte in Kontakt sind, erfüllt sich unser Sein mit Sinn und erfreut sich der Sinnlichkeit.

Sein, Sinn und Sinnlichkeit sind die drei Seiten der Medaille des Lebens. Sie ist die einzige bare Münze, die wirklich zählt und die zu sein sich auszahlt.

 

Was den Blog betrifft folgt jetzt die Winterpause – mit 27 Super Simple Solutions geht’s dann 2016 weiter und auf zu neuen sinnlich-sinnvollen Ufern…

MASTER OF MAGIC MOMENTS

Secret Success Story No 26 – über die Magie im Miteinander

Kleine Werbeeinschaltung

Ich gestehe. Ich habe eben ein Buch geschrieben. Es kommt im März heraus. Im Braumüller-Verlag (toller Verlag, großartiger Verleger – bin leicht stolz und schwer dankbar). Unter dem Titel: Die Kunst der Begegnung. Vom Ich zum Wir. Und einen – Untertitel – hab ich noch: Der Weg zu einer erfüllenden Beziehung. Soso, werden Sie sagen. Jaja, antworte ich. Geht. Wer noch nicht hat (eine Beziehung mit hoher Begegnungsqualität, vielleicht sogar in Form tatsächlich und alltäglich stattfindender magischer Momente), der kann. Jetzt. Dieser Blogbeitrag frohlockt mit einem dezenten Vorgeschmack – aufs Buch und aufs Magische im Miteinander

Jetzt aber mal in echt

Wie oft hören wir einander nicht beim Leiden zu: „Warum gibt es da draußen niemand, der zu mir passt“, „Was soll ich noch alles tun, damit ER/SIE endlich…“. Und wie oft beweisen wir unseren derart lamentierenden Freunden nicht unsere tiefe Verbundenheit, indem wir ihrem profunden Selbstzweifel vehement entgegentreten, sie aufbauen und vom Gegenteil zu überzeugen suchen. Und wie genau wissen wir nicht zugleich, dass dies letztendlich nur die betreffende Person selbst kann. Freunde füllen Fässer ohne Boden mit Wertschätzung und Zuneigung. Und doch ist dies nicht der Weg hinaus aus deren Leid. Wir wirken in dem Fall eher wie ein Pflaster, indem wir helfen, die Zeit zu überbrücken, bis die Selbstheilung greift. Denn: Nur jeder selbst kann seinem Leid ein Ende setzen. Wohlgemerkt schon in diesem Leben. In echt.

Das Wunder der Eigenverantwortung

Wenn jeder einzelne die Verantwortung für seine Befindlichkeit übernehmen  würde – wie anders würde unser Miteinander aussehen

Doch im Allgemeinen sieht es so aus, dass wir schlicht gefühlte 1000x pro Tag vergessen, bei uns selbst zu bleiben. Wir machen andere und äußere Umstände für unsere Gefühle, für unser Leiden verantwortlich. Wir sind es schlichtweg nicht gewohnt, in den eigenen Zuständen zu leben und zu wirken. Warum ist das bloß so?

Macht der Gewohnheit

Brauchen wir wirklich Gründe fürs Schlechtdraufsein? Nein. Es gibt derer so viele wie Sterne am Himmel. Schauen wir in uns hinein, an unser herab, um uns herum: Gründe genug zur Unzufriedenheit, zum Leiden, zur Frustration, Wut, Trauer, Ohnmacht. Nein, dass wir uns manchmal suboptimal fühlen (sonnig ausgedrückt) braucht wirklich keinen Grund.

Umkehrschluss: Braucht es denn einen Grund, um sich strahlend, frisch, großartig und leicht zu fühlen? Die Natur, das Wetter, die Liebe, das Leben… Ja, das sie alle sind gute Gründe. Aber einen Grund braucht es dennoch wirklich nicht.

Es ist doch nur die Macht unserer Gewohnheiten, die unter ganz bestimmten Umständen ganz bestimmte Gedanken und Gefühle, bzw. Hormone und Verhaltensweisen produziert. Also liegt es ebenfalls in der Macht unserer Gewohnheiten, unter allen Umständen und für alle Umstände unsere eigenen – im Sinne von vergangenheits-unabhängigen – Gedanken, Gefühle und Handlungsweisen zu entwickeln.

Aber wie? Wenn das so einfach wäre, würde es ja jeder tun. Und wo kämen wir da hin? Eine Welt voller eigenverantwortlicher Glücklicher oder gar Zufriedener? Kann das sein? Darf es das geben? Klingt irgendwie nach Märchenwelt, nach Magic Wonderland – oder vielleicht nicht?

Macht der Magie

Was macht Magie? Magie macht alles anders, ohne dass man wüsste wie genau. Manchmal bemerkt man nicht einmal den Prozess. Sie wirkt bloß. Bloß so. Bloß die Leichtigkeit des „einfach so“ zu entwickeln, ist gar nicht mal ganz so einfach. Obwohl auch nicht schwer. Eher so wie ein Verschieben des Fokus, ein Scharfstellen auf Tiefe und Weite und Nähe und Höhe in einem Atemzug. Wie jetzt, fragen Sie? Sind Sie denn bereit?

Denn hier ist sie, die Zauberformel:

Präsenz + Intensität + Zeitlosigkeit + Authentizität + Wertfreiheit = Möglichkeitsraum + Du = Magic Moment

Zu kompliziert? Na versuchen wir‘s mal komprimiert: Hier + Jetzt = Wir

Das geht eigentlich ganz einfach. Voraussetzung ist, dass man sich selbst der Magie nicht in den Weg stellt, also der Verbindung zu sich und dem/der/den  anderen nicht im Weg steht.

Um das sich-selbst-in-den-eigenen-Weg-stellen zu  vermeiden, kann man z.B. die etwas komplexere Formel – s.o. – anwenden. Oder noch weiter oben erwähntes Buch konsultieren. Oder sich einfach das Ende der Gewohnheit, sich und andere zum Problem zu machen, zur schönen Aufgabe machen. Ohne dazu Drogen aller Art (dazu zähle ich auch zuviel Essen, Trinken, Fernsehen, Blöd reden etc.) missbrauchen zu müssen. Nein, der Zweck heiligt nicht die Mittel. Weniger aus moralischen Gründen als vielmehr aus funktionellen: Man braucht sich als Ganzes, nicht abgeschnitten von seinen vielleicht weniger liebsamen Anteilen und Empfindungen, sondern im Vollbesitz all seiner Möglichkeiten, um Magie sich entfalten zu lassen.

Hüstel. Verzeihung bitte! Äh…“, höre ich Sie rufen. „Ja macht denn so eine Art von Magie überhaupt Spaß? Klingt irgendwie so… nüchtern, nicht? Wohlüberlegt… Achtsam…“ Ich sehe Zweifel in Ihrem Gesichtsausdruck vor mir, die Mundwinkel zucken in Richtung Bäh, weil Gääääähhhhhhnnnn…?

Magie mag man eben

Au contraire! Das Abenteuer, nicht zu wissen, was in der Offenheit des Augenblicks alles möglich ist – also keinen Plan, keine Schlussfolgerung, keine Absicht zu haben, ist unübertroffen in seiner umfassenden Entertainment-Wirkung. Der wonnigliche Augenblick, in dem wir Eins werden ist tatsächlich wundersam, wirkt wundersam. Ein tiefer Blick ohne Worte, eine zarte Berührung ohne Absicht, ein mildes Lächeln ohne Grund. Sie alle sind Einladungen an den Möglichkeitsraum, seine Wurmlöcher zum Besuchen fremder Galaxien und zum Erkunden neuer Dimensionen zu öffnen. Wenig ist so spannend, wie die zwischenmenschliche Grenzenlosigkeit. Wenig ist so entspannend, wie die grenzenlose Zwischenmenschlichkeit. Beiden Erfahrungen geht das innere Entgrenzen voraus. Ein wahrlich magischer Schritt, den nur der tun kann, der sich in sich entspannen kann, der sich gesucht und herausgefunden hat, dass Alles und Nichts auf dem Spiel stehen. Und der sich trotzdem entspannen kann. Weil es de facto keinen anderen Weg gibt, der solchen Sinn macht oder auch nur annähernd so sinnlich wäre.

Master of Magic Moments

Die Meister der magischen Momente wissen, dass sie nichts wissen. Gerade dadurch gewinnen sie alle Möglichkeiten. Sie lassen sich von Moment zu Moment aufs Neue vom Leben überraschen. Sie gehen mit allen Optionen nach Herzenslust um. Sie müssen sich nicht ent-scheiden. Sie lachen ohne Grund. Und fühlen ohne Anlass. Sie teilten das Sein. Mit. Sich und anderen. Sie tut nicht mehr und nicht weniger.

Wir alle haben das Potenzial zum Künstler, wenn es um unser Vermögen geht, magische Momente zu kreieren.

Voraussetzung ist, zu wissen, wer wir sind. Nämlich Menschen. Damit wissen wir zugleich, wer wir sein können. Wir alle können alles sein: Selbst sein, eigen-artig und konform, angepasst. Großartig und kleinkariert. Wir können uns selbst erleben und uns selbst verlieren. Alleine, zu Zweit, in Gruppen – und im All-Eins. Wir haben die Wahl.

Wir können uns steuern und kontrollieren oder loslassen und uns hingeben – bis hinein in den ewigen Augenblick.

Als Magier des Momentes können wir uns auf uns verlassen. Wir können uns auch verlassen und uns auf andere einlassen. Und uns selbst zugleich zutiefst verbunden bleiben. Wir können mit voller Absicht oder auch ganz versehentlich verloren gehen. Neues erkunden. Dahin gehen, wo noch niemand zuvor war. Wir können alles. Sogar glücklich sein. Allein und Miteinander.

Als  Magier des Momentes können wir das Hier und Jetzt mit der Bedeutung der Unendlichkeit versehen. Wir können uns und unserem Gegenüber die Wichtigkeit der Ewigkeit und der großen Gefühle verleihen: Wir können uns vertrauen. Zuversicht. Liebe. Loyalität. Solidarität. Mitgefühl. Erleben und geben.

Wir können uns Mit-Teilen. Uns selbst stabilisieren, wenn es nötig ist, und einander Halt geben. Wir können uns fallen lassen. In die Offenheit hinein. Ein-Sicht gewinnen. Und in die Viel-Schicht tauchen. Das So-Sein So-Sein-Lassen. Einfach Nur Da Sein. Spüren Sie das milde Lächeln?

It’s magic, isn’t it?

 

Gibt es wirklich noch etwas hinzuzufügen? Vielleicht nur noch einen letzten Weg-Weiser. Last but not least, in der 27. der 27 Secret Success Stories mit dem Titel „BeMeUp – The SelfCenter“ geht es nicht um selbst-zentrierte Egoisten, sondern um in ihrem Selbst zentrierte Individuen. Sie strahlen uneingeschränkt in ihrer Größe , sind des Miteinanders mächtig und gestalten machtvoll wie magisch ihre Gegenwart, sodass die Zukunft unser ist… Success Story No 27: BeMeUp – The SelfCenter. Samstag, 12.12.2015