THE QUEST FOR SUCCESS

Success Story No1 – Intro: Was ist eigentlich Erfolg?

Erfolg in Zeiten wie diesen

„Stress is the base for success“ hieß es bei TED Vienna letzten November. Sehen Sie das auch so? In meinem Berufsleben sehe ich viele gestresste Menschen, ja gestresste Unternehmen. Teils jahrelang. Und ja, die meisten verdienen gut dabei. Aber führen sie deshalb ein erfolgreiches Leben? Etwas in mir weigert sich, neuronale Anregung und Arbeitsflow mit dem Begriff „Stress“ gleichzusetzen. Es sind genau diese Zustände, nämlich das wache, begierige Interesse und völlige „Reinkippen“ in eine spannende Tätigkeit, die zumindest für mich einen Tag erst richtig erfolgreich machen.

„Erfolg bezeichnet das Erreichen selbstgesetzter Ziele“ lautet eine gängige Erfolgsdefinition. Aber entspricht sie der gelebten Wahrheit? Sieht die Erfolgs-Praxis nicht anders aus? Wird mit „Erfolg“ nicht vielmehr das Erreichen von Zielen, die andere für erstrebenswert erachten, bezeichnet? Was wäre denn Ruhm ohne Bewunderer? Was wäre Anerkennung ohne das Bedürfnis danach? Was wären Reichtum ohne Konsum und Schönheit ohne Neider?

Ist ein wirklich selbstbestimmt erfolgreiches Leben nicht eines, in dem einem nichts mehr fehlt? Ein Leben ohne Leidensdruck? Ein Leben in zufriedener Ausgeglichenheit? Gezeichnet von Gefühlen des Ankommens in der eigenen Mitte, geprüft durch den nachhaltigen Zustand heiterer Gelassenheit? Herausgefordert durch widrigste Umstände innen und außen und doch stets früher oder später in ein tiefes Lächeln mündend?

Nein, klingt langweilig. Die Sache mit dem Loslassen von äußeren Zielen klingt doch etwas nach notgedrungener Altersweisheit oder weltfremden Meditierenden. Geld, Macht, Geschwindigkeit – das zählt. Oder Beziehung, Hochzeit, Familie – darum geht’s doch. Haus, Hund, Garten. Reisen, Genuss, Abenteuer. Oder alles zusammen.

Was uns „erfolgreich“ aussehen lässt unterscheidet sich, je nach sozialer Prägung. Bei aller Differenz, eines bleibt: Das Leben will ausgekostet, die Sinne wollen stets mehr gereizt als befriedigt werden. Schlichtweg weil das Leben sich so geiler anfühlt. Sinn? Ist anstrengend, gestehen die einen. Wird angesichts der unvermeidlichen Veränderlichkeit allen Wissens überbewertet, denken die zweiten. Macht keinen Spaß, denken die anderen. Ein sinnvolles Leben zu führen, ohne dabei sichtbar im Außen Erfolg zu haben, ist scheinbar in unserer Gesellschaft nicht viel wert. Die alternativen Spinner, die Selbstversorger oder Künstler, Bio-Freaks oder Sportfanatiker, die haben doch nicht wirklich Spaß im Leben, oder? Und die meint dieser Blog auch nicht. Ich wende mich an Menschen wie ich sie aus meinem beruflichen Umfeld kenne: wirtschaftlich sattelfest, eigenständig denkend, keine Heilslehre suchend und vom Lebensstil wohl eher als „normal“ zu bezeichnen. Und von ihnen kenne ich diese Frage, die sie aber nur selten klar und deutlich aussprechen, nur zu gut: Was ist Erfolg, wenn er einem nicht von anderen attestiert wird?

 Was ist Erfolg?

Dass „Erfolg“ nicht unbedingt etwas mit „Leistung“ zu tun hat, wissen wir seit der tragi-komischen Frage eines österreichischen Lobbyisten „Was war mei Leistung?“. Die Antwort darauf ist nicht wirklich wichtig, solange keiner nachfragt. Sie braucht nur halbwegs glaubhaft die Wanderschaft viel zu vieler Euros rechtfertigen und in den Algorithmen der Steuer keine Aufmerksam erregen. Das ist in der Wirtschaft und wohl auch der Politik scheinbar durchaus üblich. Aufträge, Positionen, Geld. Wer hat, der kann, nimmt und verteilt – und scheinbar fühlt sich niemand schlecht dabei. Und wenn doch, dann geben es die wenigsten zu (siehe österreichische Minister, EU-Abgeordnete, Banker oder auch deutsche Fußballmanager, die unschuldig, unwissend, „patschert“ oder ein Opfer zu sein vorgeben).

Das zu Verführerische liegt vielleicht daran, dass Erfolg, wie er im Allgemeinen verstanden wird, praktischer Weise sehr konkret sichtbar und messbar ist. Die Faktoren für klassischen Erfolg sind allein stehend oder kombiniert ja wenig überraschend:

  • präsentabler Besitz (Klunker oder Flunker, Bling Bling oder Understatement, je nach Belieben)
  • Entscheidungsbefugnis über andere, Geldflüsse, Prozesse etc. (vulgo „Macht“)
  • finanzielle Beweglichkeit (Banken wollen Ihnen Geld leihen, andere wollen Sie für was auch immer nur zu gern bezahlen)
  • überragende Ausnahmeleistungen (Sport, Wissenschaft, Verkaufszahlen: Sie stehen in den Rankings jedenfalls ganz oben)
  • attestierte Meinungsführerschaft (die Medien bezeichnen Sie als Experten, andere Experten wollen, dass Sie die Vorworte zu ihren Werken schreiben)
  • zertifizierter Expertenstatus (Titel, Positionen, Ehrungen, Medaillen)
  • mediale Präsenz (man kennt sie aus Film, Funk und Fernsehen – und wer liest auch aus den Printmedien. Oder anders: aus dem Netz)
  • körperliche Attraktivität (Six Pack, schelmisches Lächeln, tolle Anzüge. Oder zeitlose, durchtrainierte Schönheit, richtungsweisend oder stilvollst gekleidet)

Als erfolgreich gilt, wer obiges vorzuweisen hat und damit Wirkung erzielt und Einfluss nimmt. Dass Erfolg oder Geld nicht glücklich machen sagt der Volksmund. Der isst ja bekanntlich nicht mit dem goldenen Löffel. Die verlockende Karotte des sozialen Aufstiegs bzw. die Angst vor dem Abstieg hat wohl immer noch mehr Anziehungskraft als all die Schätze, die Mann und Frau so im eigenen Inneren heben könnten, die sich aber ach so schlecht vermarkten lassen. Außer man schreibt Bücher oder Blogs. Scherz beiseite. Entertainment rules, so viel steht fest.

Wie kann man unter solch glitzernd-blendenden Umständen von den anders Erfolgreichen erfahren? Jene oft übersehenen „Helden des Alltags“, die durch so Subtiles wie einzelne Blicke, unbeobachtete Taten oder überraschendes Denken elementare Weichen im Leben anderer stellen. Sind es nicht sie, die uns immer wieder, ganz still und heimlich Stück für Stück verändern? Langweilig, ich weiß.

 

BeMeUp!

Der Erfolgsblog ist all jenen gewidmet, die es leid sind, fremden Idealen hinterherzujagen. All jenen, die bereit sind, Erfolg auch woanders zu suchen, als in Geld, Macht und Ruhm. Was nicht heißt, dass Sie nicht zu Geld, Macht und Ruhm gelangen können! Es sind eben jene „anderen“ Wege, die ich Ihnen vorstellen möchte. Wo die denn zu finden sein sollen, fragen Sie sich vielleicht? In Ihnen, sage ich. Und das fern ab davon, langweilig zu sein. BeMeUp heißt dieser Blog nicht umsonst: Jeder von uns hat es in der Hand sein/ihr Held zu sein. Der Maßstab für Erfolg liegt im Auge des Betrachters, und der Betrachter Ihres Lebens sind zuallererst Sie selbst – nicht Ihr Umfeld.

Doch auch in uns sitzt ein scharfer Richter. Eine innere Stimme, die uns mahnt, beurteilt und bewertet, indem sie uns mit dem Blickpunkt der anderen, der Gesellschaft, der Öffentlichkeit, der Eltern vergleicht. Diese Instanz zu entmachten ist der erste Schritt in ein freies, selbstbestimmtes Leben. In ein Leben, das nach eigenen Maßstäben erfolgreich ist. Der Versuch, sich selbst – und seien es nur 5 Minuten am Tag – völlig wertfrei zu betrachten, ist ein spürbar lohnenswerter Start.

Hier am Beginn der Reise zu Ihrem maßgeschneiderten Erfolg stelle ich Ihnen nur die eine Frage: Ist es überhaupt möglich, dass Sie sich selbst vorübergehend nicht bewerten? Damit meine ich:  Ihren Körper nicht verurteilen, Ihre Leistung nicht schmälern oder aufzublasen, sich nicht größer oder kleiner als andere (und seien es nur „vorgestellte“ Figuren wie Superhelden oder verstorbene Eltern) machen.  Durch den Verzicht auf den Akt des Vergleichens wird eine immense Energie freigesetzt. Diese können wir hervorragend dazu nutzen, unser Leben in einem höchstpersönlichen Sinn (noch) erfolgreicher zu gestalten.

 

27 Secret Success Stories

BeMeUp Der Erfolgsblog, verspricht unübliche Wege zum Erfolg. Er erzählt von üblichen Herausforderungen, vom Stress, von Druck, von Geschwindigkeit, Machtmissbrauch, eben den „üblichen Verdächtigen“ im Spiel der Erwachsenen. Und er berichtet von realen aber ungewohnten Umgangsweisen mit dem alltäglichen Wahnsinn. Jede Woche samstags um 10.00 können Sie lesen, was Ihre Mitmenschen schlaflos macht, sie quält und reizt. Und Sie erfahren, wie Sie auf ungeahnte Weise dort Sinn und Sinnlichkeit erschaffen, wo andere verzweifeln…

 Lesen Sie nächste Woche mehr zum ersten Erfolgsthema LIFE LEADER SHIP: Welche Haltung begleitet eine erfolgreiche (Lebens-)Führung?

LIFE LEADER SHIP – Success Story No 2: Samstag, 14.03.2015, 10.00

BeMeUp – Der Erfolgsblog. Jeden Samstag um 10.00 auf http://www.bemeup.today

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IM ZWEIFELSFALL

Teaser No 3 – über Erfahrung und Misstrauen

Erfolg und Führung: Eine Hassliebe

Sie gehen ihm maßlos auf die Nerven. Dauernd ist was „Dringendes“, das sich nur als Befindlichkeit und unnötige Zeitverschwendung entpuppt. Ständig wollen sie etwas von ihm: Am liebsten Jammern. Darüber, was alles nicht passt und dass alles so nicht geht. Lösungen wollen sie nicht hören, wollen nur loswerden, wie arm sie nicht sind und wer nicht alles daran die Schuld trägt. Sie wollen, dass er ändert, wie es ihnen geht und wie es bei ihnen zugeht. Wollen, dass er ihre Streitigkeiten schlichtet, ihre Entscheidungen trifft, ja wahrscheinlich sogar, dass er ihre Arbeit macht. Angestellte: ultramühsam, soviel steht fest. Wo sind die guten Leute, sprühend vor Energie, mit viel Erfahrung und dennoch offen für Vorschläge, fähig zur Flexibilität angesichts sich täglich ändernder Umstände? Nein, es ist nicht seine Schuld, wenn sich in unregelmäßigen, unvorhersehbaren Abständen – und in den Augen seiner Untergebenen kommt das viel zu oft vor – die Vorgaben ändern. Nein er kann sie nicht früher kommunizieren und nein, es macht keinen Sinn, seine Belegschaft von halbfertigen „vielleicht-Änderungen“ zu unterrichten. Am liebsten würden sie alles wissen – und sich gerade dann am meisten über die Unsicherheiten des Nicht-Endgültigen, nicht-Planbaren aufregen.

Nicht nur muss er die finanziellen Konsequenzen seines Handelns den Geldgebern und Eigentümern gegenüber rechtfertigen. Er muss auch noch die für den Erfolg des Unternehmens notwendigen Schritte seinen Leuten schmackhaft machen. Er ist so müde. Der Spagat zwischen dem Tun, was ansteht und dem Erzählen, wie toll es doch sein wird, laugt ihn aus. Diese Übersetzungsarbeit von „muss“ in „will“ verbraucht zu viel seiner Zeit und Konzentration. Der Widerstand von unten zehrt seinen Willen zum Verständnis für sie und zum Bauen eines gemeinsamen Weges aus. Kurze klare Vorgaben, das können sie haben. Den Rest wimmelt seine rechte Hand ab. Das hat er eben beschlossen. Komme was und vor allem wer wolle, er muss sich schützen, sonst schmeißt er den Hut drauf. Und Aufgeben kommt nicht in Frage. Sollen doch die anderen untergehen oder endlich Schwimmen lernen. Was geht ihn das an?

Erfolg und Vorbilder: Ein Wunschtraum

Er soll zu seinem Wort stehen. Haltung beweisen, Rückgrat haben, Stärke zeigen. Und für uns da sein. Uns verstehen, für uns eintreten. Wofür schuften wir denn sonst, wenn nicht für ihn? Für die Firma? Wofür möchte er unsere Loyalität, wenn wir ihm egal sind? Es soll gefälligst die Arbeit verstehen! Wie kann es sein, dass man ihnen einen Branchenfremden vor den Latz geknallt hat? Er hat keinerlei Ahnung vom Business, von der eigentlichen operativen Tätigkeit des Unternehmens. Vielleicht kann er rechnen und kennt ein paar Leute. Mag schon sein. Aber kennt er unser Produkt überhaupt? Sieht er unsere laufenden Innovationsleistungen, die rechtlichen Grenzen, den speziellen Absatzmarkt, die anspruchsvollen Kunden? Versteht er, was wirklich wichtig für den Erfolg ist? Welcher Aufwand nötig ist, dass wir überhaupt liefern können? Nein. Das zeigt er mit jeder Nicht-Antwort, mit jedem Nicht-Erscheinen, mit jedem abgesagten Meeting. Oder bei den seltenen Sitzungen, wenn er sich selbst und seine Pläne, die sich ständig ändern und völlig unrealistisch sind, zelebriert. Am liebsten hört er nur sich selbst reden. Er hat Angst vor uns, vor unseren Fragen, vor unseren berechtigten Einwänden. Nur wenn wir ihn gemeinsam in die Mangel nehmen können wir an ihn heran kommen, in ihm Betroffenheit auslösen, ihn dazu zwingen, auf uns zu hören, uns wahrzunehmen, uns wichtig zu nehmen. Denn ohne uns geht gar nichts! Das hätte er wohl gerne: austauschbare Nummern, die schweigend alles machen, was er will. Aber wir sind Menschen, mit Rechten, nicht nur Pflichten. Soll er beweisen, dass seine Entscheidungen etwas wert sind, soll er mal zeigen, dass er sich Mühe gibt. Bis dahin lassen wir ihn anrennen, noch nicht offen und direkt – aber wenn er so weiter macht…

9 Aspekte erfolgreicher Führung: Ein Praxisbericht

Über das erfolgreiche Führen hört und liest man viel. Dort ist dann von soft skills und hard acts, von der guten Stimmung und dem konsequenten Handeln, die Rede. Ja, klare Zielsetzungen und Kommunikation sind essenziell für ein starkes Miteinander. Was noch so auf die Liste der theoretischen Erfolgsbringer gehört und leider im Alltag des „everyday business“ viel zu oft untergeht:

  1. Realistische Zielsetzungen: die Ziele sind prinzipiell erreichbar, eindeutig messbar, klar verständlich und im besten Fall gemeinsam entwickelt. Sie verkörpern Meilensteine am Weg der Unternehmens-Vision, setzen die Unternehmens-Mission um, lassen sich unter Einhaltung der Unternehmens-Werte erzielen und erfüllen die Mitarbeiter mit Stolz und Optimismus
  2. Realistische Ressourcenplanung: die „Human Ressource“, also die Mitarbeiter, ist/sind in ausreichendem Maß vorhanden, sowie fähig und willens, die vereinbarten Ziele zu erreichen
  3. Realistische Budgetierung von Zeit und Geld: „realistisch“ bedeutet hier, einen Puffer von zumindest 20% für Unvorhergesehenes mit einzukalkulieren
  4. Visionsfähigkeit, Engagement, sowie Erfahrung im Umgang mit emotionaler Verunsicherung von Mitarbeitern: gerade in veränderungsfreudigen Zeiten punkten Führungskräfte mit „Leuchtturm-“ und „Fels-in-der-Brandung“-Qualitäten bei gleichzeitiger Ansprechbarkeit und Präsenz
  • Im „echten Leben“ versagen an diesen ersten 4 Punkten bereits viele Leader, vor allem in Zeiten wie diesen, in denen Veränderungen an der Tagesordnung sind
  • Noch mehr Führungsverantwortliche scheitern an diesen Faktoren, an denen sie selbst nicht unbeteiligt sind:
  1. Verständnis der Belegschaft für den kontinuierlichen Wandel von Umständen, Zielen, Aufgaben, Handlungsweisen, Erfolgskriterien, Mitarbeitern, Teams etc.
  2. Prozessorientierte Einstellung: Erfolg ist kein Berggipfel, den es durch sportliche Leistung zu erringen gibt – er gleicht eher einem Fluss mit schwankenden Wellen-Höhen und -Tälern, die entlang es mit der Balance eines Wellenreiters zu surfen gilt
  3. Breit gefächerte Erfolgskriterien (d.h. Umsatz, Wachstum, Gewinn und ROI ergänzend): Innovationskompetenz, Wandlungsfähigkeit, Adaptionsgeschwindigkeit, Lösungsorientierung, Resilienzvermögen, Mitarbeiterfluktuation, Eigeninitiative, Verantwortungsgefühl, Zusammenhalt, stringentes Image nach Innen und Außen, markenkonformer Führungsstil, markenüberzeugte Mitarbeiter, stimmige Unternehmens-Kultur, etc. – im Unternehmen klar dargestellt, messbar gemacht und letztendlich in ein den Prioritäten entsprechendes umfassendes Erfolgsbild gegossen
  4. Flexibilität in den Methoden der Zielerreichung: nein, es führt nicht nur ein Weg – der Weg der Vergangenheit – nach „Rom“, sprich: zum Erfolg. Aber über das wie streiten oft „alte“ und „neuere“ Mitarbeiter – v.a. wenn die Führungskraft „neuer“ ist. Offenheit statt „Recht haben“, auf beiden Seiten. Respekt für Erfahrung aber auch Augen für andere Möglichkeiten
  5. Erfolg als Gemeinschaftsleitung: „Erfolge“ (siehe Punkt 7) gemeinsam definieren, gemeinsam messen und gemeinsam zelebrieren

Lesen Sie ab nächster Woche mehr über bewährte und ungeahnte Wege zum Erfolg!

BeMeUp – Der Erfolgsblog. 27 Secret Success Stories zum Erfolgsfall

Start nächsten Samstag, 07.03.2015, 10.00 mit  THE QUEST FOR SUCCESS

http://www.bemeup.today

Der Blog über ungewöhnliche Perspektiven zum Erfolg

DIE WAHL

Teaser No 2 – über das Unbequeme an der Komfortzone

Der Ruf der Ferne

Sie ist wirklich gut. Sprüht vor Geist, überzeugt mit scharfen Beobachtungen und schafft ungewöhnlich treffende Zusammenhänge. Das muss er neidlos zugeben. Er sieht sich um. Zusammengekniffene Augen, handy-erleuchtete Gesichter, heruntergezogene verkniffene Mundwinkel. Was ist mit diesen Leuten bloß los? Sie sind so mit sich und ihrer scheinbaren Misere beschäftigt, dass sie keine neuen Inhalte zu schätzen wissen. Er blickt wieder nach vorne. Der Vortrag neigt sich seinem Ende zu. Die Message ist bestechend einfach: stay true, stay you. Etwas hölzern formuliert vielleicht, aber nicht grundfalsch.

Doch im Konzern, so scheint‘s, fällt diese Aussage auf Sahara-Boden. Authentizitäts-Wüste, kein Bedarf nach eigener Stimme, nach selbstständigen Wesen. Es ist schwer zu sagen, was zuerst da war: die fehlende Wertschätzung der Vorgesetzten für Eigeninitiative oder die Angst der Angestellten, fürs Anderssein rausgeschmissen zu werden. Beide Parteien verdienen zu gut dafür. Das Risiko der Selbstverwirklichung zahlt sich schlichtweg nicht aus. Es müssen doch die Hypotheken, Alimente, Urlaube und Versicherungen bezahlt werden.

Ent-Scheidungen

„Prioritäten“ hört er sie vorne sagen. Ja was hat er selbst für Prioritäten in seinem Leben gesetzt? Mit welchem Ergebnis? Er denkt nach und weiß im selben Moment, noch bevor ihm ein konkreter Gedanke kommt, dass er noch nicht hat, was er eigentlich will. Sein Leben wird von einer stummen Suche, die unter seinen Handlungen schlummert, begleitet. Wann immer er sich für „Sicherheit“ entschließt, versinkt das fragende Schweigen ein Stück weiter hinein in seinen Untergrund. Und mit ihm sinkt die Gewissheit, das eigentliche Ziel, welches immer es sein mag, jemals zu erreichen. Jeden Abend kehrt er zu seiner Familie zurück: Dort sinkt auch er. Nach 2 Glas Wein zusammen mit all den Dingen, die zu tun waren und die nie ein Ende finden in einen unruhigen Schlaf. Prioritäten, hah! Lange zuvor schon wurden die Weichen gestellt, jetzt beherrscht eine Abfolge von Konsequenzen sein Leben. Nein, er hat nicht das ganz Falsche studiert, nicht die ganz falsche Frau geheiratet, nicht völlig in der Kindererziehung versagt.

Doch das zufriedene, stolze Gefühl, am richtigen Weg zu sein, das kennt er persönlich nicht. Er ist sich nicht einmal sicher, ob es tatsächlich existiert, denn er hat einen scharfen Blick und sieht, wie die anderen sich selbst mit einer selbstgebastelten Fassade des „ich hab‘s geschafft“ täglich aufs Neue belügen. Er sieht dies an den unförmigen Körpern, die von runtergeschluckter Enttäuschung mit Hilfe von zu viel Essen sprechen. Er sieht es an den gesprungenen Adern in manchen Gesichtern, an den grobporigen Nasen und roten Augen, die vom übermäßigen Zuspruch zum Alkohol, von Schlaflosigkeit und nächtlichen Ablenkungen erzählen. Er hört es auch an den genervten Tonfällen, nimmt es selbst am Überhören feiner Stimmungen wahr. Weiter, immer weiter. Bis zum Kollaps oder Sieg. Er bezweifelt aber, dass es den Sieg überhaupt gibt. Zumindest nicht für ihn. Man müsste vielleicht kinderlos, gewissenlos, skrupellos, beziehungslos sein, um so viel Zeit und Kraft in den Sieg, was immer das auch ist, investieren zu können. Oder bessere Beziehungen, bessere Karten, mehr Glück im Spiel des Lebens haben. Doch so? Wo ist er jetzt, in diesem Moment, in dem er hinsieht, denn in seinem Leben…

Der Ruf der Nähe

Und mit einem Schlag versteht er die abwehrenden Gesichter, die kritischen Kommentare während des Vortrages: sie zeugen davon, dass es den hier Mitgefangenen, Mitgehangenen nicht viel anders geht als ihm selbst. Sie wollen nicht hier sein, nicht in dieser Form von (Arbeits-)Leben. Doch dies zu sehen wäre zu riskant, also sehen sie nur so weit, dass sie nicht hier sein wollen, zumindest nicht in diesem so seltsam unangenehmen Vortrag…

Denn gegen den Externen zu sein ist wesentlich vielversprechender als sich selbst und die eigenen Lebensentscheidungen in Frage zu stellen. In der Abwehrhaltung bekommt man Unterstützung von anderen, denen es nicht viel anders geht. Und endlich war eine Spur von Solidarität zu spüren. Verwirrt stellt er beim Buffet fest, dass er seiner Kollegin nickend zustimmt, als diese von einem völlig weltfremden Vortrag spricht. In diesem Moment weiß er nicht, ob er nur zu müde zum Verteidigen der so an die Stille gewohnten Stimme in sich drinnen ist. Oder ob er es nicht vielleicht genießt, mit jemand durchaus Attraktiven in seiner unmittelbaren Nähe einfach eine Welle der Gemeinsamkeit zu reiten. Er braucht nicht viel tun, um dieses angenehme Gefühl zu steigern – nur ein bisschen gegen etwas zu sein, das morgen schon nicht mehr da sein würde…

Fragen Sie sich selbst

  • Wie viel Selbstverleugnung ist im Arbeitsleben notwendig?            
  • Muss der Mensch ein Produkt sein (oder haben oder schaffen)?       
  • Sind Sie in Ihrem eigenen Arbeitsleben am richtigen Weg?          

Lesen Sie nächsten Samstag mehr über unbestreitbar streitbare Erfolgsfälle

IM ZWEIFELSFALL –  Teaser No 3: Samstag, 28.02.2015, 10.00

 BeMeUp – Der Erfolgsblog

Start der 27 Secret Success Stories: Samstag, 02.03.2015, 10.00

27 ungeahnte Wege zum Erfolg. Jeden Samstag, 10.00 auf www.bemeup.today

HELGA versus FRED

Teaser No 1 – über Erfolg zwischen Gut und Böse


Helgas Walkürenritt                                   

Helga stürzt sich auf ihn, den miesen Verräter. Scheinheilig ist er, der besserwisserische Schleimbeutel. Sein Leben stinkt zum Himmel. Und keiner kann ihn riechen. Aber es ist alleine ihr vergönnt dieses, sein wahres Gesicht glasklar zu sehen. Ein zweifelhaftes Vergnügen, auf das sie gut verzichten könnte. Wie auf ihn als Ganzen. Warum gibt es solche Menschen überhaupt, wer erlaubt ihnen zu existieren – und warum wird er dann auch noch befördert? Er, der nichts von allem weiß, was es braucht, um die Arbeit überhaupt zu verstehen, geschweige denn zu erledigen. Er, der unpassender Weise ihr „Kollege“ genannt wird. Sie erledigt alles, er ist ja unfähig zu so etwas Minderem wie „Arbeit“. Er streicht die Lorbeeren von oben ein und verteilt Tritte rundherum.

Doch so viel wollte sie nie wissen. Helga will nicht wahrhaben, wozu Menschen fähig sind, wenn es darum geht „aufzusteigen“, Karriere zu machen, erfolgreich zu sein. Welchen Wert hat ein solches verlogenes Leben, in dem jeder jeden benutzt? Wie glücklich kann einer werden, der nur für sich selbst kämpft? Fast hat sie Mitgefühl mit ihm, der so keine Ahnung hat vom Leben und der Liebe, von Freundschaft und Solidarität, von Pflichtgefühl, Hilfsbereitschaft oder ehrlicher Leistung. Doch jetzt ist sie nur wütend. Denn er wird für sein Verhalten auch noch belohnt! Befördert! Das kann ja alles gar nicht wahr sein. Womit hat er das verdient?

„Er“ ist Fred, das fiese Frettchen. Etwas schwabbelig in der Körpermitte, etwas kahl obenrum. Zu laute Bewegungen, zu aalglatt im Wesen. Er hat nichts Wirkliches zu sagen, nichts Sinnvolles beizutragen. Sein unsteter Blick lauert wie der eines Frettchens, ist ständig auf lecker Nahrung aus, obwohl er satt sein müsste. Gierig, listig, gnadenlos auf den eigenen Vorteil bedacht. Doch nur Helga sieht ihn, wie er ist. Für andere ist er unfassbarer Weise Fred der Friedliche oder, welch Irrwitz, Fred der Freundliche. Alles Schein, keine Spur von heilig. Sie verpasst ihm einen kräftigen Tritt in seine feigen Eingeweide. Und sie ist stolz darauf, sich endlich nicht mehr zurückzuhalten. Mit diesem Tritt rächt sie ganze Heerscharen ausgenutzter, zu kurz gekommener, ignorierter WohltäterInnen.

Fred, der Star vom Jupiter

Fred sieht sie kommen, Helga, dieses unscheinbare Staubkorn an seinem Boss-Anzug. Sie, die brav alles erledigt, was sie so gut kann. Die Welt ist dazu da, damit er seinen Platz an der Sonne bekommt. Der ihm ja zusteht, wem denn sonst? Die anderen sind ihm deutlich unterlegen. Wollen Gruppenkuscheln, gemocht werden, gelobt und getadelt wie die Kinder – welche Zeitverschwendung. Wie wenig effektiv, wenn es darum geht, zu siegen. Und darum geht es ja wohl. Denn wer oben ist, kann sich alles leisten. Muss sich nichts mehr sagen lassen. Er weiß, wie man anderen sagt, damit sie tun, was er will. Er weiß ihre Schwächen, ihr Bedürfnis nach Anerkennung zu nutzen – er sticht sie an wie einen Luftballon mit einer Nadel, damit sie in sich zusammenfallen und vor ihm liegen.

Ja, er liebt es zu manipulieren, er genießt es, wenn er sie dann trösten kann und aufbauen, wenn sie Wachs in seinen Händen sind. Das ist es, was er wirklich will. Das Gefühl, alles tun zu können: Die alten Könige hören auf ihn, erkennen, dass nur er sie ans Licht führen kann. Die jungen sehen auf zu ihm. Die Damenwelt will ihn. Da macht er keine Unterschiede, alle sollen ihn begehren, egal ob alt oder jung. Ausleben will er – fast – nichts von der Begehrlichkeit, zumindest nichts, was ihm gefährlich werden kann. Keine darf seine Ehe nicht fragwürdig aussehen lassen, keine soll etwas gegen ihn in der Hand haben. Er lacht über seinen eigenen Wortwitz.

Nur minimal unsanft holt ihn die noch-Realität aus seinem vorgestellten echten Leben. Ja, er sieht sie kommen, Helga, verzweifelt, weil er gewonnen hat. Wütend, weil er auf ihren Schultern reitet. Er-bosst, weil sie zum ersten Mal wirklich klar sieht und zugeben muss, dass er ihr haushoch überlegen ist. Abteilungsleiter, hah! Selbst wenn sie es wollte, sie könnte ja gar nicht führen, hat gar nicht das Zeug dazu. Keine Ahnung von Strategie, von Allianzen und von Deals, von Überlegenheit, Spielregeln und deren geschicktem Bruch. Wie kann man nur so naiv sein! Er empfindet mildes Gefühl in der Brust, es ist Mitleid. Wie schwach sie ist, sie, die an das Gute glaubt und an das Gesetz der Reziprozität. Sie, die ihm immer fleißig zugearbeitet hat, damit er reüssieren kann. Er liebt das Gefühl, andere manipulieren zu können, diese Macht und Überlegenheit. Er fühlt sich in dem Moment unbesiegbar, unverwundbar. Er lässt sie also kommen, sie kickt sich mit ihrem tätlichen Angriff selbst aus dem Rennen. Dann muss er auch nicht gegen ihre sinnlosen Versuche, ihn zu diskreditieren, ankämpfen. Er grinst breit, während sie ihm in den Bauch tritt. Als Abteilungsleiter braucht er sowieso nichts Alltägliches zu leisten, kann ganz offiziell andere befehligen. Er braucht sie nicht mehr. Es gibt genügend andere willige Arbeitstiere, die sich und ihre Güte beweisen wollen. Noch ein bisschen Schmerzensgeld und eine Kur, das wird ihm jetzt gut tun… Während er sich fallen lässt, revidiert er seinen Plan. Vielleicht doch nicht den Sessel kalt werden lassen, es könnte ja in seiner Abwesenheit jemand dran sägen.

Helga und Fred

Helga und Fred, unsere ersten beiden Stellvertreter für den alltäglichen Kampf zwischen Gut und Besser, stellen 2 Pole auf der Erfolgsleiter dar. Beide wollen für ihr Tun Anerkennung ernten. Ihre Motivationen, Zielvorstellungen, Werthaltungen und Methoden sind aber grundverschieden. Dabei geht es nicht um richtig oder falsch. Oder etwa doch?

Machen Werte wie Ehrlichkeit im Vertrauen im Berufsleben schwach?

Wer hat die Macht und die Verantwortung, die Erfolgreichen zu küren?

Welcher Weg zum Erfolg ist legitim?

Lesen Sie nächste Woche den 2. Teaser über die streitbaren Wege zum Erfolg

DIE WAHL – Teaser No 2: Samstag, 21.0.2015 – 10.00

IM ZWEIFELSFALL – Teaser No 3: Samstag, 28.02.2015 – 10.00

 BeMeUp – Der Erfolgsblog

Start der 27 Secret Success Stories: Samstag, 02.03.2015 – 10.00

 

http://www.bemeup.today

Wir sehen hin, zeigen auf und weisen hinaus aus den alltäglichen Fallen zum Erfolg.